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Zur Fabel 'Das Pferd und die Bremse' von Christian Fürchtegott Gellert

Scholary Paper (Seminar), 2002, 11 Pages
Author: M. A. Susanne Paesel
Subject: German Studies - Modern German Literature

Details

Category: Scholary Paper (Seminar)
Year: 2002
Pages: 11
Grade: 2
Bibliography: ~ 7  Entries
Language: German
Archive No.: V21654
ISBN (E-book): 978-3-638-25220-1
ISBN (Book): 978-3-638-74759-2
File size: 178 KB

Abstract

Christian Fürchtegott Gellert war einer der meist gelesenen Autoren des 18. Jahrhunderts. Zu seinem Werk gehören neben dem Briefroman “Das Leben der schwedischen Gräfin v. G.” (1747/48), seinen Lustspielen und den “Geistlichen Oden und Liedern” (1757) vor allem moralische “Fabeln und Erzählungen” (1746/48), in welchen er das aufklärerische Programm seiner Zeit in eine gefällige, populäre Form umsetzte. Die “Fabeln”, die auch heute noch lebendig wirken, machten Gellert mit einem Schlag zu einem viel gelesenen, im gesamten europäischen Ausland anerkannten, Dichter. Der Hauptgrund seines Erfolges lag wohl darin begründet, dass er sich von der Dichtung abwandte, die nur für ein gelehrtes Publikum geschrieben wurde, und einfache, für jedermann veständliche Poesie verfasste. In gewandter, anschaulicher und leicht verständlicher Sprache belehrte er seine Zeitgenossen, deckte menschliche Schwächen wie Habgier, Überheblichkeit, Prahlerei, Heuchelei und Scheinfrömmigkeit auf, um meist gegen Ende seine moralische Gegenkonzeption zu artikulieren. “Eine kurze und auf einen gewissen Gegenstand anspielende Erdichtung, die so eingerichtet ist, dass sie zugleich ergötzet und zugleich nutzet, nennt man eine Fabel” so definiert es Gellert zu Beginn seiner akademischen Abhandlung “De poesie apologorum eorumque scriptoribus” von 1744, die im Jahre 1772 unter dem Titel “Von denen Fabeln und deren Verfassern” auch ins Deutsche übersetzt wurde. Diese Abhandlung entstand neben den Fabeln, die in den “Belustigungen des Verstandes und des Witzes” gedruckt sind und beinhaltet deren theoretische Begründung. Im Folgenden soll anhand der Fabel “Das Pferd und die Bremse”, die 1742 ebenfalls in den “Belustigungen” veröffentlicht wurde, die Umsetzung der von Gellert definierten Kriterien untersucht werden. Besondere Aufmerksamkeit wird dabei den Unterschieden zwischen der ersten und der zweiten Fassung gewidmet sein, die 1746 in Gellerts “Fabeln und Erzählungen” gedruckt wurde. Zum besseren Verständnis des nach seinem Tod etwas in Vergessenheit geratenen Autors soll zuerst auf sein Werk und dessen Stellenwert in der Literatur eingegangen werden.


Excerpt (computer-generated)

Christian Fürchtegott Gellert:
„Das Pferd und die Bremse“

 


von: Susanne Paesel

1. Inhaltsverzeichnis S. 2

2. Einleitung S. 3

3. Allgemeine Einführung: Gellert und sein Stellenwert in der Literaturgeschichte S. 4-5

4. Hauptteil:

4. 1. Die Fabel „Das Pferd und die Bremse“ von Christian Fürchtegott Gellert S. 5
4. 2. Fassung von 1742 S. 5-6
4. 3. Fassung von 1746 S. 6-8
4. 4. Deutung und Nutzanwendung S. 8-9

5. Schlußbetrachtung S. 9-10

6. Bibliographie

6. 1. Primärliteratur und verwendete Abkürzungen S. 11
6. 2. Sekundärliteratur und verwendete Abkürzungen S. 11

 

 

 


2. Einleitung:

Die Fabeln Christian Fürchtegott Gellerts, die auch zum Teil heute noch, nach über 250 Jahren, lebendig wirken, zählen zum Besten dieser volkstümlichen Gattung in der deutschen Literatur.1 Durch sie wurde Gellert mit einem Schlag ein viel gelesener und beliebter Autor. Er belehrt hier seine Zeitgenossen in gewandter, anschaulicher und leicht verständlicher Sprache mit deutlicher Nutzanwendung. Er deckt menschliche Schwächen wie Habgier, Überheblichkeit, Prahlerei, Heuchelei und Scheinfrömmigkeit auf und artikuliert meist gegen Ende seine moralische Gegenkonzeption. „Eine kurze und auf einen gewissen Gegenstand anspielende Erdichtung, die so eingerichtet ist, dass sie zugleich ergötzet und zugleich nutzet, nennt man eine Fabel“ so definiert es Gellert zu Beginn seiner akademischen Abhandlung „De poesi apologorum eorumque scriptoribus“ von 1744, die im Jahre 1772 unter dem Titel „Von denen Fabeln und deren Verfassern“ auch ins Deutsche übersetzt worden ist.2 Diese Fabelabhandlung entstand neben den Fabeln, die in den „Belustigungen des Verstandes und des Witzes“3 gedruckt sind und enthält deren theoretische Begründung.

Im Folgenden soll anhand der Fabel „Das Pferd und die Bremse“, die 1742 ebenfalls in den „Belustigungen“ veröffentlicht wurde4, die Umsetzung dieser Kriterien untersucht werden. Besondere Aufmerksamkeit wird dabei den Unterschieden zwischen dieser Fassung und der aus dem Jahre 1746 gewidmet sein, die in Gellerts „Fabeln und Erzählungen“5 gedruckt wurde. Zum besseren Verständnis des seit seinem Tod etwas in Vergessenheit geratenen Autors soll zuerst auf sein Werk und dessen Stellenwert in der Literatur eingegangen werden.

3. Allgemeine Einführung:

Gellert und sein Stellenwert in der Literaturgeschichte:

[...]


1 Böttcher, Kurt (Bearbeitung): „Lexikon deutschsprachiger Schriftsteller. Von den Anfängen bis zum Ausgang des 19. Jahrhunderts.“ Leipzig 1987, S. 147
2 Gellert, Christian Fürchtegott: „Schriften zur Theorie und Geschichte der Fabel“. Historischkritische Ausgabe bearbeitet von Siegfried Scheibe. Tübingen 1966, S. 11
3 Christian Fürchtegott Gellert: „Gesammelte Schriften.“ Kritisch kommentierte Ausgabe. Hg. von Bernd Witte. Bd. I: „Fabeln und Erzählungen.“ Hg. von Ulrike Bardt und Bernd Witte. Berlin / New York 2000, S. 1-54
4 Gellert / Schriften 2000, S. 16-18
5 Gellert / Schriften 2000, S. 84-85


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