Corporate Identity als Erfolgsfaktor

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Details
Autor: Diplom-Betriebswirt, MBA Jonny Grape
Fach: Wirtschaft - Marketing, Unternehmenskommunikation, CRM, Marktforschung
Institution/Hochschule: Universität Hamburg (BWL - Marketing)
Jahr: 2003
Seiten: 35
Note: 1,75
Sprache: Deutsch
Dateigröße: 164 KB
ISBN (E-Book): 978-3-638-25259-1
ISBN (Buch): 978-3-638-64725-0
Corporate Identity als Erfolgsfaktor - in dieser Diplomarbeit wird der CI-Ansatz als ganzheitlicher Managementansatz sowohl theoretisch als auch anhand von praktischen Beispielen kritisch untersucht.
Zusammenfassung / Abstract
Corporate Identity (CI), auch als Unternehmensidentität bezeichnet, stellt die „Persönlichkeit“ einer Organisation bzw. eines Unternehmens dar. Bei 574.542 in Deutschland registrierten Marken sowie einem Zuwachs von rund 87.000 Marken zum Vorjahr (Stand 2001) ist es für Unternehmen überlebenswichtig, sich und die Produkte so zu präsentieren, dass sie wahrgenommen werden. Die öffentliche Erscheinung soll im Optimum zu einer dauerhaften Bindung von Kunden, Mitarbeitern und Lieferanten beitragen. Hier setzt der Ansatz von CI an. Konzipiert Anfang der 70er Jahre des vorhergegangen Jahrhunderts soll die CI Unternehmen bzw. Organisationen verhelfen, die Identität in der Öffentlichkeit zu profilieren und so zur Abgrenzung von der Konkurrenz beitragen. In Theorie und Praxis gibt es eine Vielzahl von unterschiedlichen Ausprägungen und Definitionen, so dass der Interessent vor der Problematik steht, dass es nicht "das CI-Konzept" gibt. In dieser Arbeit wird in kurzer und prägnanter Form eine Einführung in die CI als ganzheitlicher Managementansatz gegeben, da diese Definition am nachhaltigsten und existentiell ist. Mit dem Anspruch gestartet, eine Arbeit mit akademischen Anspruch und unmittelbarem Praxisbezug anzufertigen, wird hier bewusst auf ausführliche theoretische Bezüge verzichtet. Vielmehr soll dem Leser in komprimierter und einfacher Form die Grundsätze eines ganzheitlichen CI-Managementansatzes dargestellt und grundsätzliche Anwendungsgrenzen aufgezeigt werden. Das Ziel des Verfassers liegt mit dieser Arbeit darin, das Verständnis für die Relevanz des Konzeptes der CI zu wecken sowie die Grundlagen in verständlicher Form darzustellen. Mit diese Gerüst sollen die Leser für die Anwendung sowie deren Herausforderungen für den jeweiligen individuellen Einzelfall sensibilisiert werden. Daher wird hier auf Pauschaltipps verzichtet. Die Leser sollen nach der Lektüre selbst entscheiden können, ob und in welcher Ausprägung das Konzept der CI für ihren Einzelfall Anwendung finden könnte. Zum Verfasser: Jonny Grape studierte Betriebswirtschaftslehre an der ehem. Hamburger Universität für Wirtschaft und Politik und absolvierte zusätzlich einen MBA-Studiengang. Durch seine mehrjährige Erfahrung u.a. als Berater für Change Management sowie als Schnittstelle für Personal und Vertrieb bei einem internationalen Personaldienstleister beschäftigt er sich mit interdisziplinären Fragestellungen des Personalbereiches in Theorie und Praxis.
Textauszug (computergeneriert)
HWP –Hamburger Universität für Wirtschaft und Politik
Corporate Identity als Erfolgsfaktor
Eine kritische Analyse
Autor:
Jonny Grape
23.10.2003
Inhaltsverzeichnis
Abkürzungsverzeichnis ... IV
Abbildungs- und Tabellenverzeichnis ... V
1. Einleitung ... 1
2. Sozialökonomische Rahmenbedingungen von Unternehmen ... 2
2.1 Ökonomische Faktoren ... 3
2.2 Soziokulturelle Faktoren ... 4
2.3 Das unternehmerische Zielsystem ... 5
3. Corporate Identity als ganzheitlicher Managementansatz ... 6
3.1 Historisch-wissenschaftliche Entwicklungen ... 6
3.2 Historische Entwicklung in der Wirtschaftspraxis ... 8
3.3 Definition von Corporate-Identity ... 9
3.4 Bestandteile von Corporate Identity als ganzheitlichem Managementansatz ... 11
3.4.1 Corporate Behavior ... 11
3.4.2 Corporate Communications ... 11
3.4.3 Corporate Design ... 12
3.4.4 Corporate Mission ... 12
3.5 Exkurs: Zielimage in der politischen Strategieplanung ... 13
3.5.1 Grundlage und Wirkung des Zielimages ... 13
3.5.2 Steuerung der Zielgruppen: Die Methodik des Zielimages ... 14
3.5.3 Steuerung der Organisationskultur: Das interne Zielimage ... 14
4. Corporate Identity als Erfolgsfaktor ... 15
4.1. Funktion und Wirkung von CI ... 15
4.2. Ziele von CI ... 17
4.3. Messung und Erfolgskontrolle von CI-Zielen ... 18
4.3.1. Positive Auswirkung auf Absatz von Produkten und Dienstleistungen ... 18
4.3.2. Aktivierung des „human capital“ ... 19
4.3.3. Profilierung der Unternehmensidentität und des Images ... 21
4.4. Abgrenzung im Markt durch Design ... 22
4.5. Voraussetzungen und Grenzen von CI ... 22
5. Kritische Analyse von CI als Erfolgsfaktor ... 25
5.1. Kritische Analyse ganzheitlicher Managementansätze ... 25
5.1.1. Wissenschaftlich-theoretische Analyse von ganzheitlichen Ansätzen ... 25
5.1.2. Pragmatische Analyse von ganzheitlichen Ansätzen ... 26
5.2. Kritische Analyse des CI-Ansatzes ... 26
5.3. Kritische Analyse der Realisierung ökonomischer Ziele mittels CI ... 27
6. Schlussbetrachtung ... 29
Quellenverzeichnis ... 31
Abkürzungsverzeichnis
CA ... Corporate Advertising
CB ... Corporate Behavior
CC ... Corporate Communications
CD ... Corporate Design
CI ... Corporate Identity
CM ... Corporate Mission
PIMS ... Profit Impact of Market Strategies
ROI ... Return on Investment
Abbildungs- und Tabellenverzeichnis
I. Abbildungen
Abbildung 1: Umweltsystem einer Unternehmung ... 2
Abbildung 2: Soziokulturelle Einflussfaktoren ... 4
II. Tabellen
Tabelle 1: Übersicht über gängige CI-Interpretationen ... 10
Tabelle 2: Übersicht von CI-Ziele und operationalisierbare Größen, ... 20
Tabelle 3: Inhalt des Mannheimer CI-Test ... 21
Tabelle 4: Der Mannheimer BI-Test ... 22
1. Einleitung
Mit 574.542 in Deutschland gemeldeten Marken und einem Zuwachs von rund 87.000 Marken im letzten Jahr1 stehen Verbraucher einem nicht mehr überschaubaren Angebot gegenüber. Gleichzeitig ist es für Unternehmen in dieser Situation überlebenswichtig, sich und die Produkte so zu präsentieren, dass sie von den Zielgruppen als einzigartig wahrgenommen werden. Im besten Fall soll die öffentliche Erscheinung des Unternehmens die Zielgruppe zu einer dauerhaften Beziehung mit dem Unternehmen animieren und so zum Erfolg des Unternehmens beitragen.
Seit Anfang der 70er Jahre gibt es einen Ansatz, der Unternehmen in der Öffentlichkeit als Identität profilieren und so zur Abgrenzung von der Konkurrenz beitragen soll. Dieser Ansatz wird als „Corporate Identity“, (CI) bezeichnet.2 In dieser Arbeit wird der Fragestellung nachgegangen, inwieweit CI als Erfolgsfaktor für Unternehmen relevant ist. Um dies zu beantworten werden zuerst die sozialökonomischen Rahmenbedingungen von Unternehmen aufgezeigt, damit die aktuelle Situation von Unternehmen deutlich wird. Anschließend wird das unternehmerische Zielsystem näher erläutert, um dann eine Übersicht der Entwicklung zum ganzheitlichen Managementansatz aufzuzeigen. Nach dieser Einführung wird der CI-Ansatz und dessen Bestandteile im Detail vorgestellt. Abschluss dieser Betrachtung bildet ein Exkurs über ein verwandtes Instrument aus der politischen Strategieplanung.
Nach dieser inhaltlichen Bestimmung wird die Funktion und Wirkung von CI näher untersucht, um mit diesen Erkenntnissen die möglichen Zielsetzungen von CI abzuleiten. Anschließend wird die Messung und Erfolgskontrolle untersucht. Mit diesen Informationen wird schließlich eine kritische Analyse von CI als Erfolgsfaktor vorgenommen.
2. Sozialökonomische Rahmenbedingungen von Unternehmen
Unternehmen sind Bestandteil von Systemen, in denen sie durch Finanz-, Waren- und Dienstleistungstransaktionen mit anderen Systemteilnehmern verbunden sind. Dabei erfolgt jegliche Handlung eines Unternehmens unter erwerbswirtschaftlichen Aspekten, also unter Gewinnmaximierungsabsichten.3
Diese eher traditionell funktional geprägte Vorstellung von unternehmerischen Systemen und Handlungsmaximen ist für eine Analyse und Betrachtung aktueller Herausforderungen an das Management nicht ausreichend, da sie Rahmenbedingungen und mögliche Einflussfaktoren nicht berücksichtigt. Vielmehr ist eine detaillierte und zeitgemäße Betrachtung von aktuellen Rahmenbedingungen für die unternehmerische Tätigkeit und somit die Herausforderungen an das Management notwendig.
Nach Johnson und Scholes ist die Unternehmung in ein Umweltsystem eingebettet, welches sich aus verschiedenen Gruppen, Sektionen und Märkten zusammensetzt. Alle Bestandteile dieses Umweltsystems haben Einfluss auf die Zielsetzung, Planung und Handeln des Unternehmens.4 Zur Verdeutlichung wird das unternehmerische Umweltsystem nach Johnson und Scholes in Abbildung 1 dargestellt:
Abbildung 1: Umweltsystem einer Unternehmung5
[Abb. 1 in Downloaddatei enthalten]
Nach Auffassung von Johnson und Scholes erfolgt unternehmerische Tätigkeit also nie isoliert sondern wird immer von den Bedingungen und den Faktoren innerhalb dieses unternehmerischen Umweltsystems beeinflusst. Die Makroumwelt (=“macro environment“) setzt sich nach den Autoren aus unterschiedlichen Einflussfaktoren zusammen. Diese Einflussfaktoren bezeichnen sie als „PESTEL-Framework“6 und fassen darunter politische (=Political Factors), ökonomische (=Economic Factors), soziokulturelle (=Sociocultural Factors), technologische (=Technological Factors), umweltbedingte (=Environmentals) und rechtliche Einflussfaktoren (=Legal) katalogisiert zusammen. Die Bezeichnung „PESTEL-Framework“ ergibt sich aus den Anfangsbuchstaben der Einflussfaktoren in englischer Sprache, welche in Klammern angeführt sind.
Grundidee dieses Modells ist, dass sich nach aktueller Situation Faktoren so entwickeln können, dass sie dominierenden Einfluss auf alle Bereiche des aufgezeigten unternehmerischen Systems nehmen und so Veränderungen und Entwicklungen in allen Bereichen, also auch bzw. gerade in der Unternehmung initiieren. Diese Faktoren werden von Johnson und Scholes als „structural drivers of change“7 bezeichnet:
„Structural drivers of change are forces likely to affect the structure of an industry, sector or market. It will be the combined effect of some of these separate factors that will be so important, rather than the factors separatly.“8
2.1 Ökonomische Faktoren
Unter dem Begriff der ökonomischen Faktoren sind solche wirtschaftlichen Entwicklungen zusammenzufassen, die die unternehmerische Tätigkeit grundsätzlich, nachhaltig und aktuell beeinflussen können. Diese Faktoren sind in ihren Ausprägungen und Auswirkungen auf das Unternehmen individuell. Daher kann eine verallgemeinernde Aufzählung von aktuellen einflussnehmenden ökonomischen Faktoren niemals den Anspruch auf Vollständigkeit erheben. Beispielhaft sind hier u.a. Globalisierung, Internationalisierung, Verkürzung der Produktlebenszyklen und technischer Fortschritt zu nennen.
[....]
1 Vgl.: Grauel, Ralf; Intrigante Kommunikation; in: brand eins; zitiert aus: http://www.brandeins.de/magazin/archiv/2001/ausgabe_05/was_wirtschaft_treibt/artikel3.html, Zugriff am 07.09.03
2 Vgl.: Herbst, Dieter; Corporate Identity –Das Konzept; in: www.dieterherbst.de; Zugriff am 03.09.03
3 Vgl.: Wöhe, Wolfgang; „Einführung in die Allgemeine Betriebswirtschaftslehre“; 15. Auflage; München 1996; S. 6 ff
4 Vgl. Johnson, Gerry; „Scholes, Kevan; Exploring Corporate Strategy“; sixth edition; London; 2002; S. 97 - 103
5 Johnson; Gerry; Scholes, Kevan; 2002., S.
6 Vgl: . Johnson, Gerry; Scholes, Kevan; 2002; S. 102
7 Vgl.: ebenda, S. 103
8 Johnson; Gerry; Scholes, Kevan; 2002., S. 103; Hervorhebungen im Original
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