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Politische Aspekte der Novelle "Mario und der Zauberer" von Thomas Mann

Hausarbeit, 2002, 14 Seiten
Autor: Hilke Dahinten
Fach: Germanistik - Neuere Deutsche Literatur

Details

Veranstaltung: Einführung in die neuere deutsche Literaturwissenschaft
Institution/Hochschule: Universität zu Köln (Institut für deutsche Sprache und Literatur)
Tags: Politische, Aspekte, Novelle, Mario, Zauberer, Thomas, Mann, Einführung, Literaturwissenschaft
Kategorie: Hausarbeit
Jahr: 2002
Seiten: 14
Note: 2,3
Literaturverzeichnis: ~ 13  Einträge
Sprache: Deutsch

Archivnummer: V21700
ISBN (E-Book): 978-3-638-25260-7

Dateigröße: 191 KB


Textauszug (computergeneriert)

Politische Aspekte der Novelle
Mario und der Zauberer von Thomas Mann

 


von: Hilke Dahinten

Inhalt

1. Einleitung S. 2

2. Thomas Mann: die Wandlung eines Unpolitischen S. 2

3. Die Novelle „Mario und der Zauberer“ in der zeitgenössischen Kritik S. 4

4. Politische Aspekte der Novelle S. 5

4.1 Die Atmosphäre im faschistischen Italien S. 6
4.2 Die Inszenierung der Macht: der Auftritt des Zauberers Cipolla S. 8

5. Fazit S.10

6. Bibliographie S.12

 

 



1. Einleitung

Thomas Manns Novelle „Mario und der Zauberer“ ist eines der meistanalysierten Werke des Autors. Schuld daran sind zum einen die unterschiedlichen Aussagen den Schriftstellers über sein Werk im Laufe der Jahre, die mit seinen unterschiedlichen politischen Betrachtungen im Laufe der Jahre zusammenhängt, zum anderen die unterschiedlichen Bedeutungen, ethische, politische sowie moralische, die in der Novelle enthalten sind.

„Mario und der Zauberer“ ist nicht nur von den zeitgenössischen Rezensenten unterschiedlich aufgenommen worden, sondern auch seither. Die politischen Aspekte, die in der Novelle enthalten sind, haben die Kritiker dazu verleitet, sie unterschiedlich zu bewerten. Diese Aspekte sollen im Folgenden in dieser Arbeit analysiert werden und es soll der Versuch unternommen werden, zu beweisen, dass diese Novelle auch die politische Vorstellung des Thomas Mann in den Jahren des aufkommenden Nationalsozialismus in Deutschland widerspiegelt. Durch ihre inhaltliche Zweiteilung bringt die Novelle dem Leser sowohl die vergiftete Atmosphäre im Mussolinis Italien nahe, als auch im zweiten Teil die Gefahren des Führerkults.

2. Thomas Mann: die Wandlung eines Unpolitischen

Im Gegensatz zu seinem älteren Bruder Heinrich sieht sich Thomas Mann immer als ein Teil des Bildungsbürgertums, Gesetz und Ordnung betrachtet er als wichtige Pfeiler des Staates. Freiheit ist für ihn eng mit Besitztum verbunden und der „Bürgerkünstler“, wie ihn Georg Bollenbeck nennt, legt großen Wert auf die „geprägte Freiheit“ die ihm seinen großbürgerlichen Lebensstandard ermöglicht. Verbunden damit ist auch die lebenslange Ablehnung jeglicher radikalen Außenseiterposition.1 Gesichert sieht er seine Werte bis 1918 durch die Monarchie, und diese vertritt er auch in der ersten Auflage der „Betrachtungen eines Unpolitischen“, die politische Realität jedoch lässt ihn von dieser Idee abkommen. Der höhere Stellenwert und auch die höhere Verantwortung als rollenbestimmende Elemente, die einem Künstler in einer Republik zustehen, sind Gründe dafür, dass Thomas Mann zum überzeugtem Demokraten wird. Diese Wandlung ist auch, wie Theo Stammen feststellt, das Ergebnis eines „Entwicklungs- und Erkenntnisprozess[es] über mehrere Jahre, der nicht zuletzt durch äußere politische Ereignisse ( wie etwa die Ermordung des Reichsaußenministers Walther RATHENAU im Sommer 1922) vorangetrieben wird.“2

[...]


1 Vgl. Bollenbeck, Georg: Politik drängt sich auf. ‚Bürgerliches Künstlertum‘ und reflexives Sonderwegbewußtsein bei Thomas Mann, in Helmut Scheuer: „Dichter und ihre Nationen“, Frankfurt a. M. 1993, S. 395
2 Stammen, Theo: Politische Welt, in Helmut Koopmann (Hrsg.) „Thomas – Mann – Handbuch“, Stuttgart, 1990, S. 27


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