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Seminararbeit, 2004, 11 Seiten
Autor: Jörg Wunderlich
Fach: Touristik / Tourismus
Details
Institution/Hochschule: Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg (Institut für Romanistik)
Tags: Anders, Reisen, Vergleich, Reiseführer, Seminar, Reisen, Text
Jahr: 2004
Seiten: 11
Note: 2
Sprache: Deutsch
ISBN (E-Book): 978-3-638-25261-4
Dateigröße: 242 KB
Gegenstand dieser Arbeit ist die vergleichende und bewertende Betrachtung des Frankreich-Reiseführers von Günther Liehr aus der rororo-Reihe anders reisen mit dem Allianz-Reiseführer Frankreich von Baedeker.Beide Bücher repräsentieren jeweils für sich einen komplett anderen, ja sogar egensätzlichen Background hinsichtlich Zielgruppe, Autoren, Verlag ,Inhalt und das zu vermittelnde Frankreichbild. Einleitend habe ich über den "Reiseführer als literarische Gattung" recherchiert.
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Textauszug (computergeneriert)
Anders Reisen - Vergleich eines alternativen mit einem
konventionellen Reiseführer
von: Jörg Wunderlich
Inhaltliche Gliederung
I. Einleitung
1. Gegenstand der Arbeit, Literatur und Methode
2. Reiseführer als literarische Gattung
II. Exkursversuch über die Kategorie des „anderen“
III Detailvergleich „Anders Reisen“ – „Baedeker“
1. Äußerliches: Format, Aufmachung, Layout
2. Antizipierte Reiseformen und Zielgruppen
3. Inhaltliche Gliederung
4. Texte, Informationen und Sprache
5. Fotos, Grafiken und Abbildungen
1.1. Gegenstand der Arbeit, Literatur und Methode
Gegenstand dieser Arbeit ist die vergleichende und bewertende Betrachtung des Frankreich-Reiseführers von Günther Liehr aus der rororo- Reihe „anders reisen“ mit dem „Allianz-Reiseführer Frankreich“ von Baedeker.( im folgenden mit ANDERS REISEN bzw. BAEDEKER bezeichnet ) Beide Bücher sind zu Beginn der Achtziger Jahre erschienen und repräsentieren jeweils für sich einen komplett anderen, ja sogar gegensätzlichen Background hinsichtlich Zielgruppe, Autoren, Verlag ,Inhalt und das zu vermittelnde Frankreichbild.
Ausgehend von der Bemerkung GYRS´,dass das, was“ Reiseführer aus der kulturellen Wirklichkeit ausschneiden, reduzieren oder ausklammern, sehr aufschlußreich“(1) ist , kann man sie also genauso gut über die Kultur und Gesellschaft Ihrer Herausgeberländer bzw. die Identität ihrer jeweiligen Leser- Zielgruppen untersuchend befragen. Neben den beiden originären Quelltexten habe ich Forschungsarbeiten und Aufsätze aus kultur- , literatur- und komunikationswissenschaftlicher Sicht herangezogen, die sich ganz konkret mit Reiseführern und Reiseliteratur beschäftigen. Der selbstverständliche Gebrauch des attributes „anders“ veranlasste mich zu einigen einleitenden Überlegungen und Betrachtungen , die als Mini-Essay gelesen werden sollten. Beim Detailvergleich bin ich schrittweise nach bestimmten Indikatoren vorgegangen und habe meine Vergleichsergebnisse, wenn es sich anbot, kapitelweise in einem Fazit formuliert. Aus diesem Grund verzichte ich auf ein zusammenfassendes Schlussresümee.
1.2. Reiseführer als Literarische Gattung
Reiseführer , auch travel guides oder travalogues genannt, werden zur Gebrauchsliteratur gezählt und in der Forschung klar abgegrenzt von anderen Formen der Reiseliteratur wie Reiseberichten, Reisetagebüchern oder Reiseromanen. Christiane SCHULZKI-HADDOUTI erwähnt in ihrer Gattungsdiskussion der Reiseliteratur das viergliedrige typologische Modell von Manfred LINK (1) , welches eine Hierarchisierung nach zunehmender Fiktionalität bei gleichzeitig abnehmender Objektivität und Aktualität zugrunde legt.
LINK ordnete dabei den Reiseführer der ersten Gruppe der apodemischen Reiseliteratur zu, wenn auch unter Vorbehalt. Für den Kommunikationswissenschaftler Kurt LUGER gehören sie als spezifische „Sehnsuchtsliteratur“ (2) zum globalen System von Kommunikationsleistungen der Tourismusindustrie, denn „sie alle produzieren Images und Erwartungen bei den Reisenden, deren Erfüllung oder Nichterfüllung nach der Rückkehr kommunikativ weitervermittelt werden“(ebenda).Weiterhin benennt LUGER ein Manko in der Auseinanderstzung mit den medialen Inszenierungen des Tourismus in der Kommunikationswissenschaft und formuliert die Frage, inwieweit „sich die Bereisten selbst an diesen Bildern orientierten, darüber vermittelte Erwartungshaltungen in ihren Habitus aufnahmen und vielleicht bis heute aufrechterhalten, also ihre ´Hinterbühne´ mit der touristischen Inszenierung synchronisierten“ (a.a.O.).
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