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Der Sozialökologische Ansatz

Scholary Paper (Seminar), 2003, 18 Pages
Author: Sandra Hoffmann
Subject: Geography / Earth Science - Demographics, Urban Management, Planning

Details

Event: Oberseminar Sozialgeographie
Institution/College: Martin Luther University (Institut für Geographie)
Tags: Sozialökologische, Ansatz, Oberseminar, Sozialgeographie
Category: Scholary Paper (Seminar)
Year: 2003
Pages: 18
Grade: 1,7
Language: German
Archive No.: V21734
ISBN (E-book): 978-3-638-25277-5

File size: 694 KB


Excerpt (computer-generated)

Der Sozialökologische Ansatz



von: Sandra Hoffmann

Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung 4

2. Begriff der Sozialökologie 4

3. Chicagoer Schule 5

4. Modelle der Chicagoer Schule 6

4.1. Ringmodell der Stadtentwicklung nach Burgess 1925/ 1929 6
4.2. Sektorenmodell nach Hoyt 1939 8
4.3. Mehrkerne-Modell nach Harris und Ullmann 1945 9
4.4. Kritik an den klassischen Modellen 10

5. Anwendungen/ Auswirkungen 12

5.1. Sukzession 12
5.2. Suburbanisierung 13
5.3. Segregation 15
5.4. Aktionsräume 17

6. Zusammenfassung 18

7. Quellen 19









1. Einleitung

Diese Arbeit beschäftigt sich mit dem sozialökologischen Ansatz der Chicagoer Schule.
Neben der allgemeinen Theorie wird anhand von Anwendungen versucht die Prozesse innerhalb einer Stadt zu beschreiben. Er ist nur ein Beispiel für die vielfältigen soziologischen Ansätze der letzten 70 Jahre auf diesem Gebiet. Hierzu zählen zum Beispiel auch die historische Analyse der Stadtentwicklung nach Max Weber oder Wirths Ansatz über die Effekte von Größe, Dichte und Heterogenität (FRIEDRICHS 1983: 20).
Die Geographie schafft den fließenden Übergang zur Soziologie, indem sie sich mit den Beziehungen der Menschen untereinander, ihren Aktivitäten und Verteilung im Raum beschäftigt. Dazu zählt auch die Anpassung des Menschen an den "enviroment complex", der Umwelt (FRIEDRICHS 1983: 27f.).

2. Begriff der Sozialökologie

Von allen theoretischen Ansätzen hat sich der Ökologische am meisten verbreitet. Hier ist eine große Zahl von Arbeiten zu finden und trotz aller Differenzierungen ist er der Vielversprechenste. Dazu zählt, dass die Ökologie aus anderen Fachbereichen, wie der Geographie, Soziologie oder Ökonomie, rezipiert worden ist. (FRIEDRICHS 1983: 24) Diese Übernahme bezieht sich hauptsächlich auf 5 ökologischen Variablen. Diese sind:
1. Variablen, welche die Lebensbedingungen der Organismen. Dazu zählen vor allem Nahrungsmittel, Licht, Sonne oder andere Organismen.
2. Die Beschreibung der räumlichen Verteilung der Organismen, wozu auch die ökologischen Stadtanalysen zählen.
3. Die komplexen Prozesse im Ökosystem, wie der Energiefluss, der Wettbewerb oder die Dominanz. Durch sie können zum Beispiel Gegebenheiten im Habitat verändert werden.
4. Die Erweiterung der unter 3 genannten Prozesse um die Variablen Gleichgewicht oder Tauschprozesse. Es handelt sich dabei um Prozesse, die einen längeren Zeitraum im Ökosystem andauern können.
5. Die Beschreibung der untersuchten Gruppen über statistische Merkmale. Bevölkerungsdichte oder die Kriminalitätsraten im städtischen Teilgebiet.

Die genannten Variablen sind auch in den ersten theoretischen Arbeiten von Park, Burgess und McKenzie zu finden. Alle drei richten sich auf eine generelle soziologische Theorie, für welche die Probleme der Stadt, die den Forschungsschwerpunkt bildet, der Anstoß und das Anwendungsgebiet waren. Das Problem befasste sich damit, dass in der Freiheit der Stadt eine soziale Ordnung und Kontrolle erreicht werden müsste, die allen Bewohnern, sei es nun die Familie, der Clan oder Stamm, entspricht und der sie gewachsen sind. So ist ein grundlegendes Problem in den Arbeiten von Burges und Park das Verhältnis von Konkurrenz und sozialer Kontrolle. Von den Individuen wird angenommen, das sie ihren eigen Vorteil und Interessen im Kampf um die soziale Position verfolgen. Hier erscheint die Übernahme der Darwinschen These vom "Kampf ums Dasein", die aus der Soziologie für diese Untersuchungen rezipiert worden ist, logisch. Die Freiheit der einzelnen Bewohner ist die Freiheit sich ohne Behinderung im Raum zu bewegen und damit die Form jeglicher Unabhängigkeit zu genießen. Mit den Annahmen der konkurrierenden Individuen ergibt sich, dass man für die Organisation einer Gesellschaft auch annehmen muss, das gerade dieser Gesellschaft die Aufgabe der sozialen Kontrolle des Wettbewerbs zukommt. Sie ist durch Gewohnheit, Tradition und Gesetz eingeschränkt worden. Und hier setzt der Kampf ums Dasein in einer Kampfform um den Lebensunterhalt und des Status an. Dabei ist in einer arbeitsteiligen organisierten Gesellschaft der Wettbewerb die grundlegende Interaktion der Individuen. Und in dieser Gesellschaft ist die natürlich gegebene Konkurrenz zu einer Ökonomischen um Positionskämpfe geworden. (FRIEDRICHS 1983: 30ff.)

3. Chicagoer Schule

[...]


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