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Notwendigkeit staatlicher Ordnung - Aristoteles vs. Hobbes

Scholarly Paper (Advanced Seminar), 2002, 20 Pages
Author: Andreas Hennings
Subject: Politics - Political Theory and the History of Ideas Journal

Details

Category: Scholarly Paper (Advanced Seminar)
Year: 2002
Pages: 20
Grade: 2.7
Language: German
Archive No.: V21781
ISBN (E-book): 978-3-638-25316-1

File size: 216 KB
Notes :
Das Menschenbild und die daraus notwendigerweise resultierende Gesellschaftsform. Kontrastive Analyse Aristoteles "Nikomachische Ethik" u. "Politik" und Hobbes "Leviathan".



Excerpt (computer-generated)

Die Notwendigkeit staatlicher Ordnung
Aristoteles vs. Thomas Hobbes

 


von: Andreas Hennings

Inhaltsverzeichnis

1. Einführung S. 3

2. Aristoteles S. 4

2.1 Methodik und Philosophie S. 5
2.2 Anthropologie und natürliche Herrschaftsverhältnisse S. 6
2.3 Natürliche Staatenbildung, Grundlagen und Ziele S. 7

3. Thomas Hobbes S. 9

3.1 Anthropologie S. 10
3.2 Natürliche Konfliktursachen und Machtstreben S. 12
3.3 Der Naturzustand - Alle gegen Alle S. 14

4. Kontrastive Analyse, Zusammenfassung und Schluß S. 17

5. Literaturverzeichnis S. 19

 

 

 


1. Einführung: 

Eine Gesellschaft ohne Staat und Recht? Die Frage, ob Menschen friedlich in einer Gesellschaft ohne Herrschaftsverhältnisse zusammenleben können, oder ob dieses gleichbedeutend ist mit Chaos, Gewalt und Krieg, wurde wohl schon immer kontrovers diskutiert. Sie stellt eine Kernfrage der politischen Philosophie dar, da sie, wie kaum eine andere, die Menschen polarisiert und auch heute noch mit politischen Tabus behaftet ist: Wer würde sich selbst freiwillig in einer Diskussion für die Abschaffung des politischen Systems einsetzen, ohne sich dabei lächerlich oder gar verdächtig zu machen?

Über Beispiele, wie ganze Regionen ohne funktionierende Obrigkeit im Chaos versinken, können wir uns tagtäglich in den Medien informieren: Somalia und der Jemen seien hier genannt, wo sich lokale Kriegsherren die Macht mit Waffengewalt sichern und die Zivilbevölkerung unter Angst und Willkür zu Leiden hat. Ob nun die Abkehr vom organisierten Staatswesen überhaupt möglich ist, und wenn nicht, warum, soll nun in dieser Arbeit diskutiert werden. Aristoteles, der Begründer der Politik als eigenständige Wissenschaft überhaupt, soll mit Thomas Hobbes, der das erst neuzeitliche Modell der Politischen Theorie schuf, verglichen werden. Dabei ist es mir wichtig, die grundlegenden Philosophien, das Verständnis des Menschen und die Methodik der beiden Philosophen herauszuarbeiten, schließlich sind es die Grundlagen und Vorgehensweisen, die zum Resultat führen und an denen es sich bewerten lässt. Abschließend möchte ich beide Ergebnisse miteinander vergleichen und kritisch hinterfragen.

2. Aristoteles

Aristoteles, der zwei Arztfamilien entstammte, wurde 384 vor Christus im griechischen Stagira geboren. Mit etwa 18 Jahren trat er in die platonische Akademie ein, wo er fast zwanzig Jahre blieb, zuerst als Schüler, später als Forschender und Lehrender, der auch den Auffassungen seines Lehrers Platon widersprach. Nach Platons Tod mußte Aristoteles Athen aus politischen Gründen (er war promakedonisch eingestellt) im Jahre 347 v. Chr. verlassen. Unterkunft fand er bei seinem ehemaligen Mitschüler Hermias von Assos, dessen Tochter Pythias er sechs Jahre später heiratete und mit der er eine Tochter und einen Sohn Nikomachos (dem er später die Nikomachische Ethik widmete) hatte.

342 v. Chr. schließlich wurde Aristoteles mit der Erziehung Alexanders (dem späteren Alexander der Große), des Sohnes König Philips, betraut. Aristoteles kehrte 335 v. Chr. nach Athen zurück, wo er die „Peripatetische Schule“ gründete und am Lykeion lehrte. Unterstützt von Alexander konnte er sich eine große Privatbibliothek und eine naturwissenschaftliche Sammlung anlegen und sich seinen Forschungen widmen. Nach Alexanders Tod im Jahr 323 v. Chr. fühlte sich Aristoteles wiederum den Anfeindungen der Gegner Makedoniens ausgesetzt und flüchtete auf die Insel Euböa, wo er 322 v. Chr. einer Krankheit erlag. Aristoteles, der als einer der größten Denker der abendländischen Philosophie gilt, definierte nicht nur die Prinzipien und Grundbegriffe vieler Zweige der theoretischen Wissenschaft, seine Methode des deduktiven Schließen aus Syllogismen und der Verallgemeinerung durch Induktion sind auch heute noch fester Bestandteil in der Methodik wissenschaftlichen Arbeitens.

2.1 Methodik und Philosophie

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