Register or log in at GRIN

Your e-mail-address or password is wrong
Register now
For new authors: free, easy and fast
This will be used as your user name, please specify a valid e-mail address

Lost password

Your e-mail-address or password is wrong

Request a new password
Compliance-Management im Klima-Regime close

Please wait

Please install the Adobe Flash Player if no e-book is displayed.

Compliance-Management im Klima-Regime

Scholary Paper (Seminar), 2003, 22 Pages
Author: Daniel Pentzlin
Subject: Politics - International Politics - Topic: Environmental Policy

Details

Category: Scholary Paper (Seminar)
Year: 2003
Pages: 22
Grade: 1,3
Language: German
Archive No.: V22097
ISBN (E-book): 978-3-638-25527-1
ISBN (Book): 978-3-638-75953-3
File size: 234 KB
Notes :
Thema der Arbeit ist eine Betrachtung des Compliance-Managements im Kyoto-Protokolls. Aus einer regime-theoretischen Betrachtung der Klima-Abkommen soll die Notwendigkeit neuer, kooperativer Methoden der Rechtsdurchsetzung theoretisch begründet und deren Umsetzung im Kyoto-Protokoll untersucht werden. Ziel der Arbeit ist u. a. herauszuarbeiten, welche Theorie zur Verhinderung von Erfüllungsdefiziten den Methoden der Rechtsdurchsetzung im Klima-Regime zugrunde liegt.


Abstract

Nach jahrelangem Tauziehen ist das Kyoto-Protokoll in Kraft. Rechts- und Politikwissenschaftler sowie Nichtregierungsorganisationen bezeichnen dessen System der Rechtsdurchsetzung als das bislang weitestgehende und innovativste im Umweltvölkerrecht. Die Arbeit analysiert die politischen und juristischen Innovationen des Kyoto-Protokolls zur Vorbeugung gegen Verstöße. Aus einer regime-theoretischen Betrachtung der Klima-Abkommen wird die Notwendigkeit neuer, kooperativer Methoden der Rechtsdurchsetzung theoretisch begründet und deren Umsetzung im Kyoto-Protokoll untersucht. Traditionelle repressive Methoden und Streitschlichtungsmechanismen sind für das Klima-Regime nicht geeignet. Ursachen für einen Verstoß gegen das Kyoto-Protokoll werden nicht machiavellianischer Unwille, sondern Unwissen, fehlendes Know-how und fehlende finanzielle Ressourcen sein. Eine effektive Problemlösung funktioniert daher nur durch Konsultations-, Analyse- und Überzeugungsprozesse mittels eines aktiven Vertragsmanagements. Es bedarf einer formalisierten und institutionalisierten Kontrolle der Staaten bei der Erfüllung ihrer Vertragspflichten und der Unterstützung bedürftiger Staaten. Durch das Fehlen einer technischen Lösung zur Substitution klimaschädlicher Energieproduktion unterscheidet sich das Klima-Regime vom Ozon-Regime, dessen Erfolg in erster Linie auf Positionsänderungen ökonomischer Akteure zurückzuführen ist. Aus konstruktivistischer Sicht besteht aber durchaus die Möglichkeit, dass das Institutionengefüge und die starken Mechanismen des Kyoto-Protokolls ihrerseits neue Ideen und Akteursinteressen entstehen lassen und so eine Eigendynamik im Klima-Regime entsteht.


Excerpt (computer-generated)

Compliance-Management im Klima-Regime

 


von: Daniel Pentzlin

Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung 1

2. Regime-Theoretische Analyse des Kyoto-Protokolls 2

2.1 Begriffsklärungen 2

2.1.1 Regime, Umwelt-Regime im Völkerrecht 2
2.1.2 Effektivität eines Regimes und die Bedeutung von Compliance 2

2.2 Das Klima-Regime 4

2.2.1 Spezifische Problemstrukturen 4
2.2.2 Rechtsverbindlichkeit der Verträge 5

3. Das Konzept der Rechtsdurchsetzung in Umwelt-Regimen 6

3.1 Die Notwendigkeit neuer, kooperativer Methoden der Rechtsdurchsetzung 6

3.1.1 Traditionelle, repressive Methoden: dem kooperativen Charakter unangemessen 6
3.1.2 Kooperative und flexible Methoden: erste Wahl in Umwelt-Regimen 8

3.2 Aktives Vertragsmanagement zur Verhinderung von Erfüllungsdefiziten 9

3.2.1 Erfüllungskontrolle und Verifikationsmechanismen 10
3.2.2 Erfüllungshilfe und Nichteinhaltungsprozedur 11

4. Compliance-Management im Kyoto-Protokoll 12

4.1 Geschichte und Grundlagen 12
4.2 Prozeduren und Mechanismen 13

4.2.1 Erfüllungsanreize: Nationale Reduktionsziele und Flexible Mechanismen 13
4.2.2 Berichtssysteme: Emissionsinventare, nationale Mitteilungen und Monitoring 14
4.2.3 Erfüllungskontrolle und Nichteinhaltungsverfahren (Enforcement Branch) 14
4.2.4 Erfüllungshilfe und Frühwarnmechanismus (Facilitative Branch) 15

5. Fazit 15

6. Anhang 17

6.1 Literaturverzeichnis 17
6.2 Internetquellen 18
6.3 Glossar 19

 

 

 

 

 

1. Einleitung

Zwei Jahre nach der Ausarbeitung des Compliance-Managements in Marrakesh steht das Kyoto-Protokoll heute kurz vor dem Inkrafttreten. Rechts- und Politikwissenschaftler sowie Nichtregierungsorganisationen bezeichnen dessen System der Rechtsdurchsetzung als das bislang weitestgehende und innovativste im Umweltvölkerrecht. Thema dieser Arbeit ist eine Betrachtung dieser Mechanismen und Institutionen im Umweltvölkerrecht am Beispiel des Kyoto-Protokolls. Aus einer regime-theoretischen Betrachtung der Klima-Abkommen soll die Notwendigkeit neuer, kooperativer Methoden der Rechtsdurchsetzung theoretisch begründet und deren Umsetzung im Kyoto-Protokoll untersucht werden. Ziel dieser Arbeit ist herauszuarbeiten, welche Theorie zur Verhinderung von Erfüllungsdefiziten den Methoden der Rechtsdurchsetzung im Klima-Regime zugrunde liegt und welche Innovationen im Kyoto-Protokoll enthalten sind.
Zunächst werden im zweiten Kapitel die Begrifflichkeiten der Regime-Theorie und relevante Aspekte des Klima-Regimes aufgezählt: Zur Sicherung des Klimas als globales Gemeinschaftsgut gibt es kein national spezifisches Interesse an der Normdurchsetzung, das gegeneinander abgewogen oder ausgehandelt werden könnte. Traditionelle repressive Methoden und Streitschlichtungsmechanismen sind daher für das Klima-Regime nicht geeignet. Im folgenden Kapitel soll deutlich werden, dass die Ursache für eine Nichteinhaltung des Kyoto-Protokolls nicht machiavellianischer Unwille wäre, sondern Unwissen, fehlendes Know-how oder fehlende finanzielle Ressourcen. Eine effektive Problemlösung funktioniert daher nur durch Konsultations-, Analyse- und Überzeugungsprozesse mittels eines aktiven Vertragsmanagements. Es bedarf einer formalisierten und institutionalisierten Kontrolle der Staaten bei der Erfüllung ihrer Vertragspflichten und der Unterstützung bedürftiger Staaten. Im vierten Kapitel werden sodann die Verfahren und Mechanismen des Vertragsmanagements im Kyoto-Protokoll im Einzelnen untersucht. Resümierend schließt das Fazit die Arbeit mit einer Bewertung der Chancen kooperativer Umwelt-Regime und des Kyoto-Protokolls im Speziellen ab.

Die vielfältigen Konzepte der Rechtsdurchsetzung und Aspekte der Effektivitätskontrolle völkerrechtlicher Umweltabkommen können aufgrund ihres Umfangs und ihrer Komplexität in diesem Rahmen nur angerissen und in Ausschnitten dargestellt werden. Die Arbeit erhebt deshalb keinen Anspruch auf Vollständigkeit, verfolgt aber das Ziel, die wesentlichen Ideen des Compliance-Managements darzustellen und die Parallelen zwischen dem Konzept des partnerschaftlichen Vertragsmanagements und der Umsetzung im Klima-Regime herauszuarbeiten. Als Quellen dienen neben dem Archiv des Sekretariats der Klimarahmenkonvention vor allem Publikation von Mitarbeitern des Wuppertal-Instituts und anderer Institute, die die Entstehung des Kyoto-Protokolls wissenschaftlich begleiten, sowie die kritischen Betrachtungen von Nichtregierungsorganisationen.

2. Regime-Theoretische Analyse des Kyoto-Protokolls

2.1 Begriffsklärungen

2.1.1 Regime, Umwelt-Regime im Völkerrecht

[...]


Comments

No comments yet

Add Comment
Your comment is reviewed before being published

Other users also were interested in the following titles:

Probleme im internationalen Klimaschutz am Beispiel des Kyoto-Protokolls

Author: Hendrik Utler
Politics - International Politics - Topic: Environmental Policy, 2007 Download as PDF-file for 7,99 EUR

Die drei Ebenen in den Beziehungen zwischen Russland und der EU

Author: Anonym
Politics - International Politics - Region: Russia, 2006 Download as PDF-file for 8,99 EUR

This text can be quoted and accessed from this url:

http://www.grin.com/e-book/22097/compliance-management-im-klima-regime
please wait Please wait