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Demokratie im Wandel der Zeiten - eine Begriffsbestimmung anhand von Lexika close

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Demokratie im Wandel der Zeiten - eine Begriffsbestimmung anhand von Lexika

Termpaper, 2004, 20 Pages
Author: Dipl. pol. Robert Kneschke
Subject: Politics - Political Theory and the History of Ideas Journal

Details

Event: Moderne Demokratietheorien: Konzeption, ideengeschichtliche Grundzüge und Kontroversen
Institution/College: Free University of Berlin (Otto-Suhr-Institut (OSI))
Tags: Demokratie, Wandel, Zeiten, Begriffsbestimmung, Lexika, Moderne, Demokratietheorien, Konzeption, Grundzüge, Kontroversen
Category: Termpaper
Year: 2004
Pages: 20
Grade: 2
Language: German
Archive No.: V22154
ISBN (E-book): 978-3-638-25574-5
ISBN (Book): 978-3-640-20297-3
File size: 212 KB
Notes :
Demokratie bedeutet "Volksherrschaft". Genau wie Faschismus, Kommunismus, Monarchie oder Aristokratie ist Demokratie aber auch eine Ideologie, mit der Herrschaftsinteressen gerechtfertigt werden sollen. Die Definition von Demokratie wandelt sich deshalb je nach politischer Lage. Wie sie sich geändert hat und unter welchen historischen Rahmenbedingungen das geschah, soll in dieser Arbeit beleuchtet werden. Dazu wird ein Blick in 26 Lexika der letzten dreihundert Jahre geworfen. Hinweis des Autoren: Zu diesem Thema bin ich weiter am forschen, Anmerkungen und Kommentare sind also erwünscht. Vielen Dank. Richten Sie bitte Ihre Mail zur Kontaktaufnahme an info@grin.com Demokratie bedeutet "Volksherrschaft". Genau wie Faschismus, Kommunismus, Monarchie oder Aristokratie ist Demokratie aber auch eine Ideologie, mit der Herrschaftsinteressen gerechtfertigt werden sollen. Die Definition von Demokratie wandelt sich deshalb je nach politischer Lage. Wie sie sich geändert hat und unter welchen historischen Rahmenbedingungen das geschah, soll in dieser Arbeit beleuchtet werden. Dazu wird ein Blick in 26 Lexika der letzten dreihundert Jahre geworfen. Hinweis des Autoren: Zu diesem Thema bin ich weiter am forschen, Anmerkungen und Kommentare sind also erwünscht. Vielen Dank. Richten Sie bitte Ihre Mail zur Kontaktaufnahme an info@grin.com


Abstract

Demokratie bedeutet "Volksherrschaft". Genau wie Faschismus, Kommunismus, Monarchie oder Aristokratie ist Demokratie aber auch eine Ideologie, mit der Herrschaftsinteressen gerechtfertigt werden sollen. Die Definition von Demokratie wandelt sich deshalb je nach politischer Lage. Wie sie sich geändert hat und unter welchen historischen Rahmenbedingungen das geschah, soll in dieser Arbeit beleuchtet werden. Dazu wird ein Blick in die Lexika der letzten dreihundert Jahre geworfen. Insgesamt 26 Lexika wurden dafür ausgewertet. Berücksichtigt wurden vor allem deutschsprachige Standardwerke wie die Brockhaus- und Meyer-Auflagen, dazu kommen die evangelischen und katholischen Staatslexika und als internationale Vergleichspunkte die Encyclopaedia Britannica und das Schweizer Lexikon. Der Lexikoneintrag "Demokratie" (bzw. "Democratie") wird daraufhin untersucht, welche Arten der Demokratie unterschieden werden, welche Regierungsformen mit ihnen verglichen werden, welche Vor- und Nachteile diesen Formen zugesprochen werden und welcher letztendlich der Vorzug gegeben wird. Es wurden schließlich zehn Einträge berücksichtigt, in denen sich Veränderungen hinsichtlich der Definition abzeichnen. Um die Dimension der Veränderung vollständig erfassen zu können, wäre es zusätzlich nötig gewesen, auch Stichworte wie "Monarchie" und "Aristokratie" auszuwerten. Dafür reicht der Umfang dieser Hausarbeit jedoch nicht aus. Zitate aus den Lexika werden in der damaligen Schreibweise wiedergegeben, lateinische Ausdrücke werden in Klammern übersetzt. Der Frage, welchen Menschen innerhalb einer Demokratie die Teilnahme am politischen System zugestanden wird, wird in dem Exkurs "Gleichberechtigung im Wandel" nachgegangen. Im "Allgemeinen Historischen Lexikon", 1709 von Thomas Fritsch herausgegeben, ist der Begriff "Democratie" noch nicht zu finden. Erst 25 Jahre später erscheint das Stichwort im "Grossen Vollständigen Universal-Lexicon" von Johann Heinrich Zedler.


Excerpt (computer-generated)

Demokratie im Wandel der Zeiten -
eine Begriffsbestimmung anhand von Lexika

 

 

von: Robert Kneschke

1. Einleitung 3

2. - Lexikon von 1734 (Absolutismus) 3

- Lexikon von 1796 (Französische Revolution) 5
- Lexikon von 1833 (Großbritannien und Nordamerika) 6
- Lexikon von 1846 (das Staatslexikon) 7
- Lexikon von 1908 (Sozialdemokratie) 8
- Lexikon von 1926 (Weimarer Republik) 9
- Lexikon von 1937 (Nationalsozialismus) 9
- Lexikon von 1962 (DDR) 11
- Lexikon von 1974 (Bundesrepublik Deutschland) 13
- Lexikon von 1996 (Basisdemokratie) 14

3. Exkurs: Gleichberechtigung im Wandel 14

4. Zusammenfassung und Fazit 17

5. Literaturliste und Lexikaliste 18











1. Einleitung

Demokratie bedeutet "Volksherrschaft". Genau wie Faschismus, Kommunismus, Monarchie oder Aristokratie ist Demokratie aber auch eine Ideologie, mit der Herrschaftsinteressen gerechtfertigt werden sollen. Die Definition von Demokratie wandelt sich deshalb je nach politischer Lage. Wie sie sich geändert hat und unter welchen historischen Rahmenbedingungen das geschah, soll in dieser Arbeit beleuchtet werden.

Dazu wird ein Blick in die Lexika der letzten dreihundert Jahre geworfen. Insgesamt 26 Lexika wurden dafür ausgewertet. Berücksichtigt wurden vor allem deutschsprachige Standardwerke wie die Brockhaus- und Meyer-Auflagen, dazu kommen die evangelischen und katholischen Staatslexika und als internationale Vergleichspunkte die Encyclopaedia Britannica und das Schweizer Lexikon. Der Lexikoneintrag "Demokratie" (bzw. "Democratie") wird daraufhin untersucht, welche Arten der Demokratie unterschieden werden, welche Regierungsformen mit ihnen verglichen werden, welche Vor- und Nachteile diesen Formen zugesprochen werden und welcher letztendlich der Vorzug gegeben wird. Es wurden schließlich zehn Einträge berücksichtigt, in denen sich Veränderungen hinsichtlich der Definition abzeichnen. Um die Dimension der Veränderung vollständig erfassen zu können, wäre es zusätzlich nötig gewesen, auch Stichworte wie "Monarchie" und "Aristokratie" auszuwerten. Dafür reicht der Umfang dieser Hausarbeit jedoch nicht aus. Zitate aus den Lexika werden in der damaligen Schreibweise wiedergegeben, lateinische Ausdrücke werden in Klammern übersetzt.

Der Frage, welchen Menschen innerhalb einer Demokratie die Teilnahme am politischen System zugestanden wird, wird in dem Exkurs "Gleichberechtigung im Wandel" nachgegangen.

Im "Allgemeinen Historischen Lexikon", 1709 von Thomas Fritsch herausgegeben, ist der Begriff "Democratie" noch nicht zu finden. Erst 25 Jahre später erscheint das Stichwort im "Grossen Vollständigen Universal-Lexicon" von Johann Heinrich Zedler.

Lexikon von 1734 (Absolutismus)

Das Urteil im "Grossen Vollständigen Universal-Lexicon" ist eindeutig: Die Monarchie sei besser als die Demokratie. Zuerst wird jedoch die Funktionsweise der Demokratie erklärt. Sie wird in ihrer Radikalität vierfach unterteilt. Zuerst wird "unumschränckte" und "umschränckte" Demokratie unterschieden. Ersteres bedeute, dass alle Bürger die gleichen Rechte hätten. Das zweite bedeute, dass einige Personen Vorrechte eingeräumt bekämen. Je nachdem, wer diese Vorrechte genieße, wird bei Zedler noch auf lateinisch zwischen "regie temperatam" (königlich gemäßigt) und "aristocratice temperatam" (aristokratisch gemäßigt) unterschieden. Bei der königlich gemäßigten Demokratie gebe es nur eine Person mit Vorrechten, "doch so, dass seine Macht sich nicht auf einen Befehl, sondern nur auf einen Rath erstrecket" (Zedler 1734:524). In der aristokratisch gemäßigten Demokratie genießen "gewisse Collegia, Zünffte, oder auch der Adel ein Vorrecht" (ebd.). Drittens wird die "Democratiam civicam" (bürgerliche Demokratie) und "per vicus sparsam" (über die Dörfer verteilt) unterschieden, je nachdem, ob die Herrschaft in einer Stadt oder in mehreren Dörfern ausgeübt werde.

Zuletzt wird differenziert, ob jeder Mann eine Stimme hat oder nur einzelne Stände oder Zünfte zusammen jeweils eine abgeben dürfen: "Es können nemlich Mann vor Mann ihre Stimmen geben, welches viritim genennet wird: oder es geschiehet solches curiatim, da gewisse Eintheilungen oder Zünffte des Volckes nur ihre Stimmen, als einzelne geben" (ebd.). Hier setzt die Wertung ein. Der letzteren Form wird ausdrücklich der Vorzug gegeben, weil "die Nennung kluger und erfahrner Männer eher die Oberhand behalten kann" (ebd.). Es folgen einige Erklärungen zu den Vorteilen eines ständigen Rates, der vom Volk gewählt und abberufen werden könne.

[...]


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