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Die kognitive Entwicklung nach Jean Piaget: Lernpsychologische Implikationen

Scholary Paper (Seminar), 2003, 17 Pages
Author: Kristina Niemann
Subject: Pedagogy - Pedagogic Psychology

Details

Event: Seminar: Lernen, Gedächtnis und kognitive Entwicklung
Institution/College: University of Vechta (Institut für Erziehungswissenschaft)
Tags: Entwicklung, Jean, Piaget, Lernpsychologische, Implikationen, Seminar, Lernen, Gedächtnis, Entwicklung
Category: Scholary Paper (Seminar)
Year: 2003
Pages: 17
Grade: 2,0
Bibliography: ~ 15  Entries
Language: German
Archive No.: V22525
ISBN (E-book): 978-3-638-25828-9
ISBN (Book): 978-3-638-81351-8
File size: 177 KB

Abstract

Wie kaum ein anderer seines Faches hat Jean Piaget durch seine fast 70jährige wissenschaftliche Arbeit zu theoretischer Diskussion und empirischer Forschung angeregt. Nicht nur für den Bereich der Entwicklungspsychologie ist das Studium von Piagets Arbeiten unerlässlich, sondern auch im Bereich der Erziehungswissenschaft, der Naturwissenschaften und der Sozialisation sowie der Philosophie kann man nicht an ihm vorbeikommen. Mit seinen über viele Jahrzehnte hinweg kontinuierlich fortgeführten empirischen Untersuchungen, legte er die Basis für eine umfassende Theorie der kognitiven Entwicklung des Menschen in der Kindheit und Jugend. Durch seine Beobachtungen widersprach er der vorherrschenden Annahme des Behaviorismus, dass das Kind durch spezifische Reiz-Reaktions-Kopplungen jegliche Leistungen zu jeder Zeit erlernen kann, denn er fand heraus, dass Kinder bestimmter Altersklassen noch nicht in der Lage sind, Aufgaben mit bestimmten Schwierigkeitsgraden zu lösen. Dies war der Grundstein für die Entwicklung seiner Stufentheorie. Diese Arbeit beschäftigt sich mit Piagets Grundbegriffen und seiner eigentlichen Theorie sowie mit den lernpsychologischen Implikationen, die sich aus Jean Piagets Theorie entwickeln lassen.


Excerpt (computer-generated)

Die kognitive Entwicklung nach Jean Piaget:
Lernpsychologische Implikationen

 


von: Kristina Niemann

Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung S.2

2. Was ist kognitive Entwicklung? – Eine Definition S.2

3. Jean Piaget – Sein Leben S.3

4. Grundbegriffe der Theorie der kognitiven Entwicklung nach Jean Piaget S.4-5

4.1 Invarianten des Entwicklungskontinuums S.4

4.1.1 Adaption: Assimilation und Akkomodation S.4
4.1.2 Organisation S.4

4.2 Schema S.5
4.3 Äquilibration S.5

5. Die Stadientheorie der kognitiven Entwicklung S.6-11

5.1 Das sensomotorische Stadium (0 - 2 Jahre)  S.6/7
5.2 Entwicklung der Symbolfunktion S.8

5.2.1 Objektpermanenz S.8
5.2.2 Nachahmung S.8
5.2.3 Symbolhandlungen S.8

5.3 Das präoperative Stadium (2 - 7 Jahre)  S.9/10
5.4 Das konkret-operative Stadium (7 - 11 Jahre)  S.10/11
5.5 Das formal-operative Stadium (11 - 15 Jahre)  S.11

6. Piaget in der Praxis: Lernpsychologische Implikationen S.12-14

6.1 Der Lernbegriff S.12
6.2 Strukturalistische Transfertheorie S.12
6.3 Entwicklungsangemessenes Lernen S.12/13
6.4 Entdeckendes Lernen S.13
6.5 Die Bedeutung der Äquilibration für das Lernen S.13
6.6 Schlussfolgerungen für die Rolle des Lehrers S.14

7. Literaturverzeichnis S.15/16

8. Internetquellen S.16

 

 

 

 


1. Einleitung

Wie kaum ein anderer seines Faches hat Jean Piaget durch seine fast 70jährige wissenschaftliche Arbeit zu theoretischer Diskussion und empirischer Forschung angeregt. Nicht nur für den Bereich der Entwicklungspsychologie ist das Studium von Piagets Arbeiten unerlässlich, sondern auch im Bereich der Erziehungswissenschaft, der Naturwissenschaften und der Sozialisation sowie der Philosophie kann man nicht an ihm vorbeikommen. Mit seinen über viele Jahrzehnte hinweg kontinuierlich fortgeführten empirischen Untersuchungen, legte er die Basis für eine umfassende Theorie der kognitiven Entwicklung des Menschen in der Kindheit und Jugend.

Durch seine Beobachtungen widersprach er der vorherrschenden Annahme des Behaviorismus, dass das Kind durch spezifische Reiz-Reaktions-Kopplungen jegliche Leistungen zu jeder Zeit erlernen kann, denn er fand heraus, dass Kinder bestimmter Altersklassen noch nicht in der Lage sind, Aufgaben mit bestimmten Schwierigkeitsgraden zu lösen. Dies war der Grundstein für die Entwicklung seiner Stufentheorie. In dieser Hausarbeit wird zunächst kurz der Begriff „Kognitive Entwicklung“ definiert, dann folgt eine knappe Biographie Jean Piagets. Der nächste Teil beschäftigt sich mit Piagets Grundbegriffen und seiner eigentlichen Theorie. Den Abschluss bilden die lernpsychologischen Implikationen, die sich aus Jean Piagets Theorie entwickeln lassen.

2. Was ist kognitive Entwicklung? – Eine Definition

Unter kognitiver Entwicklung versteht man „[...] die Veränderung der Erkenntnisprozesse und des Wissens – der Wahrnehmung und des Denkens, der Vorstellung und des Problemlösens. [...] Ein Grossteil der gegenwärtigen Forschung zur kognitiven Entwicklung geht zurück auf die Pionierarbeiten des Schweizer Psychologen Jean Piaget.“1. Er verfasste eine der wohl bekanntesten Theorien zur kognitiven Entwicklung des Kindes und beeinflusste damit andere Psychologen, wie z.B. Lawrence Kohlberg, maßgeblich.

3. Jean Piaget – sein Leben

[...]


1 Zimbardo, Philip G.; Psychologie; 6.Auflage; Springer; Berlin; 1995; S.72


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