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UN-Missionen in Afrika

Presentation (Handout), 2004, 10 Pages
Author: Gero Birke
Subject: Politics - International Politics - Region: Africa

Details

Event: Humanitäre Intervention – Schutz der Menschenrechte
Institution/College: Technical University of Braunschweig (Institut für Sozialwissenschaften)
Tags: UN-Missionen, Afrika, Humanitäre, Intervention, Schutz, Menschenrechte
Category: Presentation (Handout)
Year: 2004
Pages: 10
Grade: 1,7
Language: German
Archive No.: V22889
ISBN (E-book): 978-3-638-26120-3

File size: 179 KB
Notes :
Aktuelle Entwicklungen: Die UN, Liberia und der Kongo MONUC – United Nations Organization Mission in the Democratic Republic of the Congo Chronik des Bürgerkrieges in Sierra Leone (1991-2003) UNMIL – United Nations Mission In Liberia


Abstract

Meldungen von Attentaten, Selbstmordanschlägen, Massenhinrichtungen, Massakern bis hin zu Genoziden und anderen physischen Gräueltaten sind bei Weitem nicht mehr die Ausnahme im täglichen weltweiten Geschehen. Die tendenzielle Zunahme sowie Globalisierung der Konflikte und Kriege nach Ende des Kalten Krieges stellt die Weltgemeinschaft vor neue Probleme. Das übergeordnete Ziel bleibt jedoch unverrückbar das Erreichen des durchaus als idealistisch zu bezeichnenden Weltfriedens. Dieser Zielsetzung haben sich die UN seit ihrer Gründung verschrieben. Die aktuellen Ereignisse zeigen aber immer wieder, dass bislang kein Königsweg gefunden zu sein scheint. Stattdessen wird es für die UN zunehmend schwieriger global gegen all das tagtäglich begangene Unrecht vorzugehen. Für den selbsternannten „Weltpolizisten“ USA stellt sich die Situation nicht viel anders dar. Zwar sind die USA an zahlreichen Brennpunkten der Welt vertreten, doch auch ihre Präsenz führt nicht unweigerlich zum Erfolg – sprich einer Befriedung – was Beispiele wie Afghanistan oder der Irak jeden Tag grausam belegen. Seit 2003 versucht nun auch die Europäische Union (EU) ihr außenpolitisches Gewicht unter Beweis zu stellen und entsendet militärisches sowie ziviles Personal an die Krisenherde dieser Welt um im Auftrag des Friedens zu wirken. Die jüngste Mission auf dem afrikanischen Kontinent in der Democratic Republic of the Congo (DRC) sollte sich für die EU als Feuertaufe erweisen. Mit dem Erfolg oder Misserfolg dieser Operation verbindet sich für Europa respektive die EU auch der weitere Weg Europas in die Zukunft – Welche globalpolitische Rolle will und wird Europa zukünftig spielen? Wird Europas wirtschaftlicher Macht auch eine entsprechende außenpolitische Stärkung seiner Position im internationalen System folgen oder war der „Ausflug“ nach Afrika nur ein einmaliges Abenteuer?


Excerpt (computer-generated)

UN-Missionen in Afrika

 

 

 

von: Gero Birke

MONUC - United Nations Organization Mission in the Democratic Republic of the Congo

"The human suffering in eastern Congo between 1999 and 2003 has been greater than in any armed conflict since World War II." (Bernath/Pearson 2003: 1)

Am 10. Juli 1999 unterzeichneten die Demokratische Republik Kongo, Sambia, Angola, Namibia, Ruanda, Uganda und Zimbabwe in Lusaka ein Waffenstillstandsabkommen für den Kongo. Die "Movement for the Liberation of the Congo", eine von zwei kongolesischen Rebellengruppen, folgte mit der Unterzeichnung am 1. August und schließlich am 31. August auch die "Congolese Rally for Democracie".
Die UN entsandten Beobachter zur Einhaltung des Waffenstillstandsabkommens. Da deren Anzahl für eine solche Aufgabe bei Weitem nicht ausreichte, wurde über eine UN-Mission nachgedacht.

S/RES/1279 (30. November 1999): Beginn der "United Nations Organization Mission in the Democratic Republic of the Congo" (MONUC)

S/RES/1291 (24. Februar 2000): Erweiterung der Mission - Bereitstellung von mehr Personal (5537 Mann militärisches Personal)

Das Mandat der MONUC besteht u.a. aus:
- Beobachtung der Einhaltung des Waffenstillstandsabkommens und bei Verletzungen gegen dieses Untersuchungen durchführen
- in Kontakt mit allen militärischen Gruppen und deren Zentralen treten, diesen ausbauen und aufrechterhalten
- innerhalb von 45 Tagen seit Annahme der Resolution einen Aktionsplan zur Durchsetzung des Waffenstillstandsabkommens erarbeiten
- Einhaltung der Menschenrechte überwachen (besonders gegen schwache Gruppen wie Frauen, Kinder und ehemalige Kindersoldaten)
- Minenräumung unterstützen (Plan ausarbeiten und Minen räumen)

Der UN-Sicherheitsrat hat beschlossen, dass MONUC gemäß Kapitel VII der UN-Charta Waffengewalt einsetzten darf, sofern eigenes Personal oder Zivilisten von physischer Gewalt bedroht sind.

S/RES/1484 (30. Mai 2003): Entsendung einer "Interim Emergency Multinational Force" (IEMF) nach Bunia um die seit Anfang Mai 2003 ausartenden Massaker zu unterbinden. Die IEMF wird durch Kapitel VII der UN-Charta bis zum 1. September 2003 mandatiert. Ihre Aufgaben sind: Stabilisierung der Sicherheitsbedingungen, Verbesserung der humanitären Lage, Schutz des Flughafens sowie der Binnenvertriebenen in den Lagern. Ungefähr 1200 der 1400 Soldaten der Operation "Artemis" sind speziell für diese Art von Mission trainierte Marines, die mit Afrika und seiner Umwelt vertraut sind. Ihr größter Vorteil ist jedoch die Beherrschung der französischen Sprache durch die sie mit der Zivilbevölkerung kommunizieren und somit an Informationen gelangen können.

MONUC vs. MONUC II

[...]


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