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Subtitle: Versuch der Übertragung auf den Kriminaltypen des Romans "Am Freitag schlief der Rabbi lang" von Harry Kemelman und "Sherlock Holmes, Der Hund von Baskerville" von Sir Conan Doyle - Parallelen und Dissonanzen
Scholary Paper (Seminar), 2003, 25 Pages
Author: Miriam Herbst
Subject: Cultural Studies
Details
Institution/College: University of Lüneburg (Angewandte Kulturwissenschaften)
Tags: Sichtung, Aufriss, Sekundärliteratur, Thema, Kriminalromans, Seminar, Geschichte, Theorie, Kriminalromans
Year: 2003
Pages: 25
Grade: 1,0
Language: German
ISBN (E-book): 978-3-638-26159-3
ISBN (Book): 978-3-638-64775-5
File size: 216 KB
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Abstract
"Eine Leiche wird gefunden. Wer ist es? Antwort: Abel. - Wie ist er umgekommen? Durch Gewalt. - Ein Unglücksfall? Nein. - Also Mord! Wer ist der Täter? Nun, die Menschheitsfamilie war damals noch klein. Es kommen nur drei in Frage: Adam, Eva, Kain. Sie werden nacheinander befragt. Wer konnte zur Tatzeit am Tatort gewesen sein? Wer hatte ein Motiv zur Tat? Ergebnis: Kain allein hat kein Alibi. Er allein hat ein Motiv. Er war der Täter." Das vierte Kapitel des ersten Buchs Moses beschreibt einen der ältesten Kriminalfälle unserer Überlieferung. Adam und Eva hatten zwei Söhne, Kain und Abel. Kain war ein Ackermann, Abel Schäfer. Beide erbrachten dem Herrn ein Opfer. Der Herr sah Abels Opfer, Erstlinge seiner Herde, gnädig an. Kains Opfer hingegen, Früchte des Feldes, würdigte er nicht. Kain wurde darüber sehr wütend. Als er mit seinem Bruder Abel auf dem Felde sprach, erhob sich Kain gegen seinen Bruder und erschlug ihn. Alle klassischen Elemente eines Kriminalromans sind in verkürzter Form vorhanden. Ein Mörder und sein Opfer, das Motiv, der Tathergang und -ausgang. Das am Anfang aufgeführte Zitat von Richard Alewyn, beginnt mit dem erschlagenen Abel an der Stelle, wo die Überlieferung der Bibel aufhört und endet dort, wo die andere angefangen hat, bei dem Täter und seinem Motiv. Würde man eine Einteilung nach Detektiv- und Kriminalroman vornehmen, dann wäre die Bibelgeschichte ein Kriminalroman, das Zitat von Alewyn ein Detektivroman. Kurz gefasst erzählt der Kriminalroman die Geschichte eines Verbrechens, der Detektivroman die der Aufklärung. Beide Erzählweisen sind eng miteinander verknüpft. Fast jeder Kriminalroman lässt sich in einen Detektivroman umwandeln und umgekehrt. Auch wenn der Kriminalliteratur ein Hang zur Trivialität nachgesagt wird, so ist sie doch zu einem viel gelesenen Genre geworden. Der Kriminalroman gehört zu der wohl am meist verbreiteten Literaturform des 20. Jahrhunderts. Autoren wie Agatha Christie oder Erle Stanley Gardner erreichten mit ihren Gesamtwerken Millionenauflagen. Besonderer Beliebtheit erfreuten sich Anfang des 20. Jahrhunderts Romane von Nick Carter in Amerika oder Jerry Cotton in Deutschland.
Excerpt (computer-generated)
Sichtung und Aufriss der Sekundärliteratur zum Thema des klassischen
Kriminalromans - Versuch der Übertragung auf den Kriminaltypen des
Romans "Am Freitag schlief der Rabbi lang" von Harry Kemelman und
"Sherlock Holmes, Der Hund von Baskerville" von Sir Arthur Conan
Doyle. Parallelen und Dissonanzen.
von: Miriam Herbst
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung 4
1.1 Vorgehensweise und Gliederung der Ausarbeitung 5
2. Sichtung und Aufriss der Sekundärliteratur 6
2.1 Formen und Ideologien des Kriminalromans: Ein gattungs-geschichtlicher Essays 7
2.2 Morde, Meister und Mysterien: Die Geschichte des Kriminalromans 8
2.3 Der Detektivroman: Studien zur Geschichte und Form der englischen und amerikanischen Detektivliteratur 9
2.4 Mord ist ihr Beruf: Eine Geschichte des Kriminalromans 10
2.5 Beeinflussung und Steuerung des Lesers in der englischsprachigen Detektiv- und Kriminalliteratur: Eine vergleichende Untersuchung zur Beziehung Autor-Text-Leser in Werken von Doyle, Christie und Highsmith 12
3. Beziehung der Sekundärliteratur auf Harry Kemelman „Am Freitag schlief der Rabbi lang“ 12
4. Beziehung der Sekundärliteratur auf Sir Arthur Conan Doyle „Sherlock Holmes – Der Hund von Baskerville“ 17
5. Vergleich der Typen „Kemelman“ und „Conan Doyle“. Parallelen und Dissonanzen 21
6. Fazit 22
7. Abschließende Betrachtungen und Aussicht 22
Literaturangabe 23
Anhang
Zum Inhalt des Romans„Am Freitag schlief der Rabbi lang“ (Kurzfassung)
Zum Inhalt des Romans „Sherlock Holmes - Der Hund von Baskerville“ (Kurzfassung)
1. Einleitung
"Eine Leiche wird gefunden. Wer ist es? Antwort: Abel. - Wie ist er umgekommen? Durch Gewalt. - Ein Unglücksfall? Nein. - Also Mord! Wer ist der Täter? Nun, die Menschheitsfamilie war damals noch klein. Es kommen nur drei in Frage: Adam, Eva, Kain. Sie werden nacheinander befragt. Wer konnte zur Tatzeit am Tatort gewesen sein? Wer hatte ein Motiv zur Tat? Ergebnis: Kain allein hat kein Alibi. Er allein hat ein Motiv. Er war der Täter." 1 Das vierte Kapitel des ersten Buchs Moses beschreibt einen der ältesten Kriminalfälle unserer Überlieferung. Adam und Eva hatten zwei Söhne, Kain und Abel. Kain war ein Ackermann, Abel Schäfer. Beide erbrachten dem Herrn ein Opfer. Der Herr sah Abels Opfer, Erstlinge seiner Herde, gnädig an. Kains Opfer hingegen, Früchte des Feldes, würdigte er nicht. Kain wurde darüber sehr wütend. Als er mit seinem Bruder Abel auf dem Felde sprach, erhob sich Kain gegen seinen Bruder und erschlug ihn.2
Alle klassischen Elemente eines Kriminalromans sind in verkürzter Form vorhanden. Ein Mörder und sein Opfer, das Motiv, der Tathergang und -ausgang. Das am Anfang aufgeführte Zitat von Richard Alewyn, beginnt mit dem erschlagenen Abel an der Stelle, wo die Überlieferung der Bibel aufhört und endet dort, wo die andere angefangen hat, bei dem Täter und seinem Motiv. Würde man eine Einteilung nach Detektiv- und Kriminalroman vornehmen, dann wäre die Bibelgeschichte ein Kriminalroman, das Zitat von Alewyn ein Detektivroman. Kurz gefasst erzählt der Kriminalroman die Geschichte eines Verbrechens, der Detektivroman die der Aufklärung. Beide Erzählweisen sind eng miteinander verknüpft. Fast jeder Kriminalroman lässt sich in einen Detektivroman umwandeln und umgekehrt. Auch wenn der Kriminalliteratur ein Hang zur Trivialität nachgesagt wird, so ist sie doch zu einem viel gelesenen Genre geworden. Der Kriminalroman gehört zu der wohl am meist verbreiteten Literaturform des 20. Jahrhunderts.3 Autoren wie Agatha Christie oder Erle Stanley Gardner erreichten mit ihren Gesamtwerken Millionenauflagen. Besonderer Beliebtheit erfreuten sich Anfang des 20. Jahrhunderts Romane von Nick Carter in Amerika oder Jerry Cotton in Deutschland. Die Kriminalliteratur will vornehmlich der Unterhaltung dienen.4 Im Englischen aufgeschlüsselt in „mystery story“, „detective novel“, „detective story“ und „crime story“, konzentriert sich die Diskussion in Deutschland hingegen auf die Terminologie Kriminal- und Detektivroman und wird kurz als „Krimi“ tituliert. Der Detektivroman stellt dabei eine „Unterordnung“ des Kriminalromans dar.
1.1 Vorgehensweise und Gliederung der Ausarbeitung
[...]
1 Alewyn, Richard: Anatomie des Kriminalromans. In: Vogt, Jochen (Hrsg.): Der Kriminalroman. München 1998, S. 53.
2 Vgl.: Die Bibel: Kains Brudermord, 1. Mose 3.4 - 4.5. Stuttgart 1985, S. 6-7.
3 Vgl.: Buchloh, Paul G.; Becker, Jens P.: Der Detektivroman: Studien zur Geschichte und Form der englischen und amerikanischen Detektivliteratur. Darmstadt 1990, S. 1.
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