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Scholary Paper (Seminar), 1998, 16 Pages
Author: Anonym
Subject: Sociology - War and Peace, Military
Details
Institution/College: University of Tubingen (Soziologie)
Tags: Dienstpflicht, Seminar, Militär-, Zivildienst, Sozialisationsinstanzen, Lebenslauf
Year: 1998
Pages: 16
Grade: 1,5
Language: German
ISBN (E-book): 978-3-638-26168-5
File size: 238 KB
Diese Arbeit versteht sich als eine Art zusammenfassendes Resümé über die Diskussion um die Einführung einer allgemeinen Dienstpflicht.
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Excerpt (computer-generated)
Die allgemeine "Dienstpflicht"
Inhaltsverzeichnis
0. Persönliche Vorbemerkung 2
1. Einleitung 2
2. Wurzeln der Dienstpflichtdiskussion 5
2.1 Die Wiedereinführung der Wehrpflicht 5
2.2 Der Zivildienst aus sozialpolitischer Sicht 5
2.3 Der Zivildienst - ein Erfolgskonzept? 6
3. Die Dienstpflicht - systematische Darlegung der "pros and cons" 8
3.1 Die Ergebnisse aus Kap.2 im Vergleich zu Seminar-Argumenten 8
4. Argumente FÜR- und GEGEN ein Pflichtjahr 10
5. Mögliche sozialpolitische Konsequenzen 13
6. Zum Schluß 15
Literaturliste 16
0. Persönliche Vorbemerkung
Nach meiner Ausmusterung entschloß ich mich, als freiwilliger Helfer in einem Dorf für behinderte erwachsene Menschen im Ausland zu arbeiten. Die Erfahrungen, die ich dort machen durfte, haben mein Leben in gravierender Weise verändert und beeinflußt - bis heute. Ich entschloß mich, diesen wichtigen Aspekt in meiner Biographie erkennend, am Seminar ""Schulen der Nation". Zivildienst und Militärdienst als Sozialisationsinstanzen im männlichen Lebenslauf" teilzunehmen, um mein Wissen über die Bedeutung eines solchen Dienstes zu erweitern, auch war die geschlechtsspezifische Komponente von mir noch nicht reflektiert worden.
In dem Bewußtsein der Nützlichkeit einer sozialen Tätigkeit im Übergangsalter vom Jugendlichen zum Erwachsenen, stand ich zunächst auch dem Thema "Dienstpflicht" offen gegenüber, als ich mich für die Bearbeitung dieses Gegenstandes entschloß. Ich befand mich in dem (naiven) Glauben, die Wehrpflicht könnte, über den meiner Ansicht nach viel sinnvolleren Zivildienst, durch eine allgemeine Dienstpflicht, der, nach Abschaffung des FSJ, auch auf die jungen Frauen ausgedehnt werden sollte, ersetzt werden; ich betonte für mich die Komponente des Dienstes, wohingegen ich die Pflicht im selben Wort als vernachlässigbare Größe ansah. Das Ergebnis des Wandels bzw. Ausweitung meiner (Er-) Kenntnisse ist in vorliegender Hausarbeit zu sehen, in der ich versucht habe, die von mir vorher noch nicht erkannte Komplexität des Themas zu zeigen.
1. Einleitung
Das Seminar ""Schulen der Nation". Zivildienst und Militärdienst als Sozialisationsinstanzen im männlichen Lebenslauf" beschäftigte sich zunächst mit den Auswirkungen, die der Zivildienst auf die Biographien der jungen Männer ausübt, die bei der Wahl zwischen Wehr- oder Ersatzdienst zwischen dem "Dienst am Menschen" oder dem "Dienst an der Waffe" zu entscheiden hatten. Hinter dem Titel des Seminars steckt die These, daß der staatliche Zwangseingriff in das Leben der heranwachsenden, männlichen Generation auf diese einen sozialisierenden Einfluß hat, den es herauszuarbeiten galt. Besonders wurde auf die geschlechtliche Komponente geachtet, vor allem weil das Militär herkömmlich als die Schule der traditionalen Männlichkeit gilt.
Um sich dieser Aufgabe zu nähern, wurde die Entwicklung des Zivildienstes seit der Wiederbewaffnung der Bundesrepublik Deutschland mit Einführung der allgemeinen Wehrpflicht genauer untersucht und nachgezeichnet. Ein Ergebnis hiervon war die Erkenntnis, daß sich der Zivildienst, der ursprünglich als eine "lästige Alternative" (MATZEN 1996, S.201) aufgrund verfassungsrechtlicher Vorgaben eingeführt werden mußte - als von Politik und Gesellschaft unbeliebtes Anhängsel der Wehrpflicht war er ohne eigenes Staatsziel konzipiert - daß sich dieser zivile Ersatzdienst (so die ursprüngliche Bezeichnung) also in gewisser Weise verselbständigt, von der sicherheitspolitischen Herkunft emanzipiert (wenigstens im Bewußtsein weiten Teilen der Bevölkerung, der Zivildienstleistenden selber als auch der sie anstellenden Institutionen) und eine tragende Rolle im System unseres Wohlfahrtsstaates eingenommen hat.
[...]
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