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Lektürewertung in Bezug auf die Lesesozialisation in der Hauptschule

Scholary Paper (Seminar), 2004, 40 Pages
Author: Alexandra Meier
Subject: German - Pedagogy, Didactics, Literature Studies

Details

Category: Scholary Paper (Seminar)
Year: 2004
Pages: 40
Grade: 2,0
Language: German
Archive No.: V23007
ISBN (E-book): 978-3-638-26216-3

File size: 390 KB
Notes :
theoretischer Teil: Leesozialisation; ausführlicher praktischer Teil!!!: Entwurf eines Fragebogens zur Ermittlung der Lesesozialisation, Auswertung und Schlussfolgerung, im Anhang Fragebogen, Tabellen und einige Grafiken – braucht man nur noch eigene Zahlen eingeben!!!!



Excerpt (computer-generated)

Lektürewertung unter Bezug auf die
Lesesozialisation einer 9. Klasse, Hauptschule

 


von: Alexandra Meier

Inhaltsangabe

1. Einleitung: Einführende Beschreibung der Untersuchung

2. Lesesozialisation

2.1. Medienangebot und Medienkonkurrenz
2.2. Die Familie als lesesozialisatorische Instanz
2.3. Die Peergroup als lesesozialisatorische Instanz
2.4. Die Schule als lesesozialisatorische Instanz
2.5. Selbstsozialisation
2.6. Zusammenfassung

3. Vorstellung des Fragebogens – Erläuterungen

3.1. Freizeitverhalten
3.2. Leseverhalten
3.3. Lesekompetenz

4. Auswertung

4.1. Soziokulturelle Voraussetzungen in der Klasse
4.2. Auswertung des Fragebogens
4.3. Schlussfolgerungen am Beispiel einer möglichen Lektüre

5. Schlussbemerkung

6. Anhang:

6.1. Fragebogen
6.2. tabellarische Auflistung der Ergebnisse des Fragebogens
6.3. grafische Umsetzung der Ergebnisse

7. Literaturangaben

 

 

 


1. Einleitung

Seit Jahren orakeln Kulturpessimisten, vor allem das Internet und das zunehmende Angebot an Fernsehkanälen würde dem Buch irgendwann den Garaus machen. Verschiedene neuere Untersuchungen wie etwa der Stiftung Lesen scheinen diesen Trend, diese Abwanderung vom Lesen zu stützen. Viele lesen zwar nicht weniger, beschreibt die Stiftung Lesen das Phänomen, aber dafür seltener, oberflächlicher - und brechen die Lektüre schneller ab, wenn sie nicht ihren Erwartungen entspricht 1.

Das Leseverhalten hat sich also verändert! In der nun gut zehn Jahre alten Studie „Medienwelten Jugendlicher“ nannte noch ein Drittel der Jugendlichen das Lesen als eine ihrer liebsten Freizeitbeschäftigungen. Beliebter waren nur Sport treiben und das Zusammensein mit Freunden. Dagegen lieferte die geschlossene Fragestellung der im Jahr 2000 durchgeführten PISA-Studie („Lesen ist eine meiner Lieblingsbeschäftigungen“) für 15- jährige Schülerinnen und Schüler weit niedrigere Ergebnisse – in allen verglichenen Ländern2.

Die PISA-Studie hat außer in Sachen Leseverhalten auch eine Verschlechterung der Lesekompetenz festgestellt (22. Platz) und so eine Zäsur in der bildungspolitischen Diskussion in Deutschland markiert. Aufgrund der vorliegenden Untersuchungen können wir also feststellen, dass Lesen im Zeitalter der Medien für die Jugendlichen zu einer Kulturtechnik geworden ist, die nicht mehr als selbstverständlich vorausgesetzt werden kann. Die Einstellungen zum Lesen haben sich verändert und stellen nun den Deutschlehrer vor neue Herausforderungen. Der Deutschunterricht muss kreativer werden, mehr auf die Voraussetzungen der Schüler eingehen, um das Interesse an Literatur und das Entstehen einer Lesekultur zu fördern. Deswegen soll, obwohl es schon viele Untersuchungen zur Lesesozialisation von Hauptschülern gibt, hier noch eine hinzugefügt werden. Zwei verschiedene Objekte werden auf die gleiche Weise untersucht werden: Einmal eine Hauptschulklasse aus der Bayreuther Umgebung, ein M-Zug, von dem man annehmen möchte, besser sozialisiert zu sein, und zum anderen eine Regelklasse aus der Bayreuther Innenstadt, die aufgrund ihres hohen Ausländeranteils zumindest aus Sicht der Statistik schlecht lesesozialisiert ist. Doch will diese Untersuchung noch einen Schritt weitergehen. Es geht uns – im Gegensatz zu den anderen Untersuchungen nicht darum, einzig bestehende Probleme aufzuzeigen oder Hypothesen zu überprüfen, sondern wir wollen vielmehr aufgrund der Ergebnisse Wertmassstäbe finden, anhand derer wir Schullektüre für den Unterricht, für eine Gruppe vo n Subjekten also, auswählen, eine Lektüre, die unsere spezifischen Jugendlichen über ein positives Erlebnis mit Literatur motivieren kann, sich selbst zu sozialisieren, d.h. die Lust am Buch bei ihnen (wieder) weckt.

Der Einsatzbereich einer solchen Untersuchung könnte folgendermaßen umrissen werden: Wenn wir als Lehrer in eine neue, uns unbekannte Klasse kommen, und eine Schullektüre für den Literaturunterricht auswählen sollen, so kennen wir die Einstellung zum Lesen in dieser Klasse nicht. Folgende Fragen können uns helfen, diese Unklarheiten zu beseitigen, um so erfolgreich einen für diese Jugendlichen passenden und im Sinne der Lesesozialisation erfolgreichen Literaturunterricht machen zu können. Dann sind vielleicht auch die Schüler der obigen Untersuchungen wieder von dem überzeugt, was die südafrikanische Nobelpreisträgerin Nadine Gordimer auf dem PEN-Weltkongress im November 2003 in Chile über das Buch sagte: “Das Buch ist ein Medium, das bei Stromausfall nicht verstummt. Sie können es auf einem Berggipfel genießen oder in einem Bus oder in einer Schlange ohne jemanden zu stören, und Sie sind von nichts anderem abhängig als von Ihren eigenen Augen.“3

2. Lesesozialisation

[...]


1 Stiftung Lesen, a.a.O
2 Mädgefrau/Vollbrecht, S.1
3 Deutschlandfunk, „Das Letzte in Kürze“, am 24.11.2003

 


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