Shareholder Value: Vorteile - Nachteile

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Details
Autor: Alexander Beck
Fach: Wirtschaft - Unternehmensführung, Management, Organisation
Veranstaltung: Unternehmensführung im Mittelstand
Institut: Fachhochschule für Oekonomie und Management (Studiengang zum Diplomkaufmann)
Jahr: 2004
Seiten: 18
Note: 1,0
Sprache: Deutsch
Dateigröße: 165 KB
ISBN (E-Book): 978-3-638-26224-8
Textauszug (computergeneriert)
FOM – Fachhochschule für Oekonomie & Management Essen
Berufsbegleitender Studiengang zum Diplomkaufmann
Seminararbeit im Schwerpunktfach
Unternehmensführung im Mittelstand
Shareholder Value
Vorteile – Nachteile
Alexander Beck
10.02.2004
Inhaltsverzeichnis
Tabellenverzeichnis I
Abkürzungsverzeichnis II
1. Einleitung 1
2. Vorstellung und Kritik traditioneller Erfolgsmessung 2
2.1 Buchhalterisch ermittelte Kennzahlen 2
2.2 Erfolgspotentialkonzepte 5
3. Der Shareholder Value-Ansatz 5
3.1 Ermittlung des Shareholder Value 5
3.2 Strategische Aspekte zum Shareholder Value-Ansatz 8
3.3 Kritische Betrachtung des Shareholder Value-Ansatzes 9
4. Alternative Ansätze 11
5. Fazit 12
Anhang 13
Literaturverzeichnis 15
Tabellenverzeichnis
Tabelle 1: Beispiel zur Berechnung des Shareholder Value 14
Abkürzungsverzeichnis
bzw. beziehungsweise
d. h. das heißt
etc. et cetera
FIFO First in – First Out
GmbH Gesellschaft mit beschränkter Haftung
HGB Handelsgesetzbuch
IPO Initial Public
LIFO Last in – First out
ROE Return on Equity
ROI Return on Investment
Vgl. Vergleiche
WACC Wheighted Average Cost of Capital
z. B. zum Beispiel
1. Einleitung
In den letzten Jahren hat sich die Situation an den Kapitalmärkten grundlegend verändert. Viele Unternehmer, gerade Besitzer größerer mittelständischer- und Start- Up-Unternehmen, brachten diese an die Börse1. Getragen wurde diese Entwicklung nach der ersten erfolgreichen Vermarktung der Aktien der Deutschen Telekom2 von einem bis dahin beispiellosen Run auf neu emittierte Wertpapiere, die zum Zeitpunkt des Handelsbeginns oftmals mehrfach überzeichnet waren3, unabhängig von der Konstitution des jeweiligen Unternehmens. Dies führte dazu, dass viele Unternehmen einen extrem überzogenen Börsenwert hatten, der in keinem Verhältnis zur Substanz, der Marktposition oder der Ertragslage stand4.
In den Unternehmen veränderten sich durch die Umwandlung in die AG grundlegend die Eigentumsverhältnisse sowie die Ausübung der Unternehmensführung. Die Unternehmen, vor der Umwandlung oft von einem oder wenigen Gesellschaftern in Form der GmbH gehalten, gehörten nun einem breiten Spektrum von Anlegern, ob nun privaten oder institutionellen in Form von Banken oder Fondgesellschaften. Die Gesellschafter, die ihre Unternehmen in der Regel selbst geführt hatten, wurden durch neue Organe (den Vorstand) ersetzt und wechselten oft als Mehrheitsaktionär in die Aufsichtsräte. Da die Vorstände in der Regel leistungsorientiert vergütet werden, stellte sich zunehmend die Frage nach dem richtigen Maßstab für den Erfolg der Unternehmen. Stand früher eher der Gewinn oder andere bilanzielle Kennzahlen im Fokus der Eigentümer, so legen sie heute eher Wert auf die Steigerung des Unternehmenswertes und damit auf die Wertsteigerung ihres Aktienvermögens sowie auf die Gewinnausschüttungen5. An diesem Punkt kann es zu Differenzen zwischen den Interessen der Anteilseigner und denen des Managements kommen.
Es wurde daher eine breitere Betrachtung des Unternehmenserfolges nötig als bei den traditionellen Vorgehensweisen üblich. Alfred Rappaport brachte hierzu durch die Veröffentlichung seines Werkes „Creating Shareholder Value“ im Jahre 1986 einen neuen, umfassenderen Ansatz in den Fokus der Unternehmen und Anleger6.
Diese Arbeit soll einen Überblick über diesen Shareholder Value-Ansatz verschaffen. Hierzu werden in Kapitel 2 zunächst traditionelle Methoden zur Erfolgsmessung der Unternehmen beschrieben sowie deren Schwächen aufgezeigt.
In Kapitel 3 wird der Shareholder Value-Ansatz dargestellt und kritisch hinterfragt. Des Weiteren wird auf strategische Zielrichtungen eingegangen, die sich aus dem Ansatz ableiten lassen. Außerdem werden Kritikpunkte zu diesem Konzept aufgezeigt, die sich aus den Folgen der strategischen Maßnahmen ergeben.
In Kapitel 4 werden mit dem Stakeholder Value-Ansatz und der Balanced Scorecard alternative Ansätze umrissen, die die übrigen Interessensgruppen, welche die Unternehmen tangieren, in die Betrachtung mit einbeziehen.
In Kapitel 5 folgt eine zusammenfassende Betrachtung des Shareholder Value-Ansatzes sowie eine Einordnung auf dessen Bedeutung für den europäischen Wirtschaftsraum. Am Anhang wird der Shareholder Value anhand eines Beispiels errechnet. Bleibt zu erwähnen, dass die einzelnen Aspekte in dieser Arbeit nicht bis ins Detail gezeigt werden können, da dies den vorgegebenen Rahmen sprengen würde.
2. Vorstellung und Kritik traditioneller Erfolgsmessung
2.1 Buchhalterisch ermittelte Kennzahlen
Basis für die traditionelle Erfolgsmessung der Unternehmen ist die Verwendung buchhalterisch bzw. bilanziell ermittelter Kennzahlen. Diese Kennzahlen lassen sich in zwei Gruppen unterteilen, und zwar die absoluten und die relativen Kennzahlen. Bei den absoluten Kennzahlen steht der im Jahresabschluss ermittelte Gewinn im Mittelpunkt. Eine genauere Betrachtung zeigt allerdings, dass sich der bilanziell ermittelte Gewinn nur eingeschränkt als Instrument zur Unternehmensbewertung eignet, da es seitens des Gesetzgebers Regelungen gibt, die Spielräume zulassen. Diese wiederum stellen die Aussagekraft des Gewinnes in Frage.
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1 Vgl. o.V. (2001a-c): Die Zahl der IPO’s an der deutschen Börse von 1995 - 2000.
2 Vgl. o.V. (2003).
3 Vgl. o.V. (2000).
4 Vgl. Demmer (2002a).
5 Vgl. Bischoff (1994), S. 13.
6 Vgl. Rappaport (1999), S. XI.
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