Hooligans - eine Subkultur?

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Details
Autor: Dr. Monique Zimmermann-Stenzel
Fach: Soziologie - Recht, Kriminalität abw. Verhalten
Veranstaltung: Seminar Jugendkriminalität
Institution/Hochschule: Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg (Institut für Soziologie)
Jahr: 1999
Seiten: 19
Note: 1,3
Sprache: Deutsch
Dateigröße: 166 KB
ISBN (E-Book): 978-3-638-26265-1
In der Arbeit wird anhand der Subkulturtheorien von Albert K. Cohen und Walter B. Miller analysiert und überprüft, ob es sich bei Hooligans um eine Subkultur handelt.
Textauszug (computergeneriert)
Hooligans – eine Subkultur?
von: Monique Zimmermann
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung und Fragestellung 3
2. Theoretische Ansätze 3
2.1 Die Subkulturtheorie nach ALBERT K. COHEN 3
2.2 Die Subkulturtheorie der Unterschicht nach WALTER B. MILLER 6
3. Hooligans 9
4. Hooligans – eine Subkultur? 13
5. Literatur 18
1. Einleitung und Fragestellung
Immer wieder wird die Öffentlichkeit durch Gewalttaten von Hooligans schockiert, beispielsweise letztes Jahr während der Fußballweltmeisterschaft in Frankreich. Solche Ausschreitungen werfen dann meistens Fragen nach dem "Warum?" und "Wie konnte so etwas passieren?" auf.
Damit zusammenhängend werden Hooligans in der Literatur häufig als Subkultur bezeichnet, aber der Begriff der Subkultur wird nicht weiter erklärt. Allgemein wird unter einer Subkultur eine Kultur verstanden, die einige Normen der dominanten Kultur übernehmen, sich jedoch in anderen Werten und Normen von dieser unterscheiden [HILLMANN 1994]. Inwiefern Hooligans eine Subkultur mit eigenen Werten und Normen bilden und was diese Jugendlichen oder meist jungen Männer zu solchen Gewalttätigkeiten bewegt, soll in dieser Arbeit anhand der Subkulturtheorien von COHEN und MILLER näher erläutert werden. Es soll überprüft werden, ob die beiden Ansätze zur Erklärung geeignet sind.
2. Theoretische Ansätze
Weil es nicht „die“ Subkulturtheorie gibt, sondern nur verschiedene Ansätze mit unterschiedlichen Schwerpunkten und Sichtweisen, sollen hier die Ansätze von COHEN und MILLER herausgegriffen und gegenübergestellt werden.
2.1 Die Subkulturtheorie nach ALBERT K. COHEN
COHEN geht „von der These aus, daß alles Handeln das Ergebnis von andauernden Bemühungen ist, Probleme der Anpassung zu lösen“ (COHEN 1957: 105). Nach ihm sind Subkulturen kollektive Reaktionen auf Anpassungsprobleme, die aus gesellschaftlich ungleichen Lagen entstehen und für die die bestehende Kultur keine zureichende Lösungen zur Verfügung stellen kann bzw. stellt. Der Delinquent ist keineswegs immun oder indifferent gegenüber den Erwartungen der offiziellen Gesellschaft, weil er das allgemein geltende Wertsystem internalisiert hat und oftmals auch anerkennt (COHEN / SHORT 1968: 373). COHEN leitet daraus seine zentrale Hypothese ab, daß der delinquente Jugendliche durch die Akzeptanz des anerkannten Wertesystems gegenüber seinem delinquenten Verhalten äußerst ambivalent ist und somit dauernd mit den Ansprüchen des offiziellen Wertsystems im Konflikt steht (COHEN / SHORT 1968: 374). Dieser Jugendliche befindet sich durch sein Anpassungsproblem in einem Spannungszustand, aus dem er heraus möchte. Die Wahl der Lösung des Anpassungsproblems, bzw. die Alternativen des Handelns hängt jedoch nach COHEN (1957: 106) stark von der Bezugsgruppe ab, der der Jugendliche sich zugehörig fühlt.
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