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Geschlechtsspezifische Ungleichheiten

Scholary Paper (Seminar), 1998, 16 Pages
Author: Dr. Monique Zimmermann-Stenzel
Subject: Sociology - Gender Studies

Details

Event: Proseminar "soziale Ungleichheit"
Institution/College: University of Heidelberg (Institut für Soziologie)
Tags: Geschlechtsspezifische, Ungleichheiten, Proseminar, Ungleichheit
Category: Scholary Paper (Seminar)
Year: 1998
Pages: 16
Grade: 1,7
Language: German
Archive No.: V23083
ISBN (E-book): 978-3-638-26275-0

File size: 171 KB
Notes :
In der Arbeit werden theoretische Ansätze zur Erklärung geschlechtsspezifischer Ungleichheiten behandelt und deren Aussagekraft und Anwendbarkeit anhand der Ergebnisse empirischer Studien überprüft.



Excerpt (computer-generated)

Geschlechtsspezifische Ungleichheiten

 


von: Monique Zimmermann

Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung und Fragestellung 3

2. Theorien zur Erklärung von geschlechtsspezifischen Ungleichheiten 4

3. Aspekte der geschlechtsspezifischen Ungleichheit  6

4. Überprüfung der Theorien und Beantwortung der Fragestellung  12

5. Literaturverzeichnis 16

 

 

 


1. Einleitung und Fragestellung

Trotz gleicher Bildungschancen, Quotenregelungen und anderen politischen Maßnahmen existieren nach Anja Lehner auch heute noch in der BRD große geschlechtsspezifische Ungleichheiten in den Lebensbedingungen. Solche Ungleichheiten lassen sich besonders auf dem Arbeitsmarkt feststellen, der indirekt die Lebenschancen wesentlich mitbestimmt. In dieser Hinsicht lassen sich oftmals Unterschiede im Arbeitsmarktzugang, in der Arbeitsplatzsicherheit, in den Arbeitsbedingungen, in den Aufstiegschancen und in der Entlohnung von Arbeitsleistungen feststellen.

Inwiefern auch heute noch Ungleichheiten zwischen Männern und Frauen bestehen und wie diese zu erklären sind, soll im folgenden erläutert werden.

2. Theorien zur Erklärung von geschlechtsspezifischen Ungleichheiten

Zur Erklärung und Erläuterung von geschlechtsspezifischen Ungleichheiten zieht Anja Lehner Annahmen der Humankapitaltheorie, der Arbeitsmarktsegmentationstheorie, des Alternativrollenkonzepts und der These der Berufssegregation heran. Die Humankapitaltheorie geht von der Annahme aus, „daß die Produktivität einer Arbeitskraft mit der Qualifikation und der Berufserfahrung steigt und daß für höhere Produktivität ein höheres Einkommen vergütet wird. [...] Einkommensunterschiede zwischen den Geschlechtern resultieren demgemäß aus einer geringeren Investition der Frauen in Bildung und Weiterbildung.“1 Vermutlich hängt diese geringere Investition mit den Unterbrechungszeiten der Frauen zusammen, die durch familiäre Aufgaben hervorgerufen werden. Damit kalkulieren Frauen bei der Berufswahl diskontinuierliche Berufsverläufe mit ein, was eine kürzere Verwertzeit des Humankapitals und weniger Berufserfahrung im Vergleich zu Männern bedeutet. Da aber der technische Fortschritt im Haushalt große Zeiteinsparungen mit sich brachte, könnten Frauen diese Zeit nutzen, ihre Unterbrechungszeiten zu verkürzen und einen Beruf ausüben. Dabei spielt besonders die Tendenz zur Kleinfamilie eine große Rolle, durch die die Kindererziehungsphase immer kürzer wird.

Die Segmentationstheorie vertritt die grundsätzliche Vorstellung, „daß der Gesamtarbeitsmarkt sich aus einer Reihe relativ abgegrenzter Teilmärkte zusammensetzt. Diese stehen nicht allen Marktteilnehmern in gleichem Umfang offen. [...] Die Segmente unterscheiden sich in Arbeitsbedingungen, Aufstiegschancen und Löhnen.“2

[...]


1 A. Lehner (1996) Der „kleine Unterschied“ , S. 81
2 A. Lehner (1996) Der „kleine Unterschied“ , S. 82


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