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Presentation (Elaboration), 2004, 15 Pages
Author: Silke Reichert
Subject: Sociology - Gender Studies
Details
Institution/College: University of Würzburg (Institut für Soziologie)
Tags: Geschlechtsspezifische, Rollenzuweisung, Folgen, Deutschland, Geschlechtsspezifische, Sozialisation, Beitrag, Biographieforschung
Year: 2004
Pages: 15
Grade: 2
Language: German
ISBN (E-book): 978-3-638-26298-9
File size: 191 KB
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Excerpt (computer-generated)
Geschlechtsspezifische Rollenzuweisungen
und deren Folgen in Deutschland
von: Silke Reichert
I n h a l t s v e r z e i c h n i s
1 Einleitung 3
2 Geschlecht und Rolle 3
2.1 Geschlecht 3
2.2 geschlechtsspezifische Rollen 4
2.3 geschlechtsspezifische Rollenzuweisung und Folgen 5
3 Wandel der Geschlechterrollen 6
3.1 Probleme der Rollenerweiterung der Frau 7
3.2 Wenig oder kaum veränderte Faktoren 7
4 Heiratsannoncen 7
4.1 Zusammenfassung wichtiger Daten 8
4.2 Resümee der empirischen Analyse der Heiratsannoncen 10
4.3 Weitere Feststellungen 12
5 Fazit 12
6 Literatur 14
1 E i n l e i t u n g
Im 21. Jahrhundert angekommen können wir nun rückblickend auf das 20. Jahrhundert schauen und Veränderungen samt ihrer Motoren analysieren. Wie hat es sich nun wirklich mit der Stellung der Geschlechter und ihrer Rollenzuweisung verhalten? Wie ist die Aussage Theodor Heuss’ zu verstehen im Kontrast zu dem sarkastischen Hintergrundbild? Welche Rollen sind der Frau und welche dem Mann in einer Partnerschaft bzw. Lebensgemeinschaft in Deutschland zugedacht? Welche Faktoren haben oder hätten einen Wandel der Geschlechterrollen zur Folge gehabt?
Im Vordergrund dieser Arbeit steht, welche Rollen Mann und Frau in einer Lebensgemeinschaft tragen. Weiterhin wird untersucht, ob und wie sich die Rollen der Geschlechter, in Deutschland, speziell in den letzten 50 Jahren, im Umbruch vom 20. zum 21. Jahrhundert, verändert haben. Zur Veranschaulichung wird eine empirische Analyse von Heiratsinseraten von Christiane Gern herangezogen. Weitere Lebensformen, die eines allein erziehenden Mannes oder einer allein erziehenden Frau, sowie ein Single-Leben der unterschiedlichen Geschlechter werden in dieser Arbeit außen vor gelassen. Im Folgenden reduziere ich die Betrachtung ausschließlich auf die geschlechterspezifische Rollenzuweisung in einer traditionellen Familie.
2 G e s c h l e c h t u n d R o l l e
2 .1 G e s c h l e c h t
In Deutschland ist eine allgemeine Tendenz zum androgynen ( zweigeschlechtlichen ) Menschenbild vorherrschend. Ob ein Mensch das eine oder andere Geschlecht zugesprochen bekommt entscheidet laut Christa Spannbauer in unserer Kultur „…der erste Blick auf die äußeren Genitalien des Neugeborenen.“1 Des weiteren erweist sich, nach Christa Spannbauer, „…das Geschlecht als ein unendlich formbares und veränderbares Produkt, das durch die herrschenden kulturellen, sozialen und politischen Diskurse seiner Zeit erst hervorgebracht wird.“2 So sind das Verständnis und die unterschiedlichen Rollenzuweisungen der Geschlechter immer abhängig und eingebettet in Mikro- und Makroumstände der Menschen, wie Milieu, Gesellschaft, soziokulturelle und politische Zusammenhänge ebenso biologische Gegebenheiten. Carl Welker bezieht zusätzlich noch das Verhältnis dieser Geschlechter in Betracht: „ Das Verhältnis beider Geschlechter berührt die tiefsten und wichtigsten Grundlagen der ganzen gesellschaftlichen Ordnung.“3
2 .2 g e s c h l e c h t s s p e z i f i s c h e R o l l e n
[...]
1 Christa Spannbauer: Die Inszenierung der Geschlechter. In: Lebenswelten. Die Vielfalt der Geschlechter. Hg: Christa Schuhbauer. J.H. Röll GmbH, Dettelbach. 2000. S. 29.
2 Ebd. S. 30.
3 Ute Freivert: Mann und Weib, und Weib und Mann. Geschlechter-Differenz in der Moderne. Verlag C. H. Beck, München, 1995. S. 50.
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