Die Rolle des Lehrers in der Montessori-Pädagogik

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Details
Autor: Myron Maurer
Fach: Pädagogik - Der Lehrer
Institution/Hochschule: Bergische Universität Wuppertal (Erziehungswissenschaftliches Institut)
Jahr: 2003
Seiten: 16
Note: 2
Sprache: Deutsch
Dateigröße: 171 KB
ISBN (E-Book): 978-3-638-26306-1
ISBN (Buch): 978-3-638-74770-7
Kommentar des Dozenten: Die Sachverhalte sind sehr gut dargestellt und herausgearbeitet. Es fehlt nicht an kritischer Reflexion´. Besonders der Begriff "Freiheit" wird sehr gut beschrieben. Allerdings einige orthographische Defizite.
Zusammenfassung / Abstract
Maria Montessori hat in vielen Reden und Schriften ein neues pädagogisches Verständnis geschaffen. So nimmt bei ihr z.B. Freiheit für das Kind in der Erziehung und in der Schule eine fundamentale Rolle ein1 und sie stellte die Bedürfnisse des Kindes in den Mittelpunkt ihrer Theorien. Montessori fordert einen neuen Typus des Lehrers, bzw. durch ihr neues pädagogisches Verständnis hat sich „ein neuer Typ der Lehrerin herausgebildet“2 Was muss der Erzieher oder der Lehrer verändern, um Montessoris Ansprüchen zu genügen? Welche Rolle nimmt der Lehrer überhaupt in dieser Erziehungstheorie ein? Das Bild vom Lehrer, der vor der Klasse steht und den Schülern versucht etwas zu lehren und ihnen sagt was sie zu tun und zu lassen haben, dieses Bild scheint im starken Gegensatz zu Montessoris Ideen zu verlaufen. Freiheit und Autonomie scheinen im krassen Widerspruch zum Lehrer zu stehen. Ob dem so ist und welche Rolle der Lehrer bei Montessori einnimmt, soll im weiterem Verlauf dieser Arbeit geklärt werden. Im ersten Teil werde ich zunächst den Schüler, bzw. das Kind bei Montessori näher untersuchen, denn die Sicht des Kindes spielt natürlich eine äußerst wichtige Rolle, um Montessoris Sicht des Lehrers genauer bestimmen zu können. Im zweiten Teil werde ich dann den Lehrer genauer untersuchen. Wie ist seine Arbeit aufgebaut, welche Arbeiten hat er zu verrichten und wie ist seine Position zu den Schülern. Es soll geklärt werden, wie und ob sich der Lehrer mit den Grundprinzipien der Montessori- Pädagogik, speziell dem Prinzip Autonomie/Freiheit, vereinen lässt.
Textauszug (computergeneriert)
Die Rolle des Lehrers in der Montessori-Pädagogik
von: Myron Maurer
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Der Schüler in der Montessori- Pädagogik:
2.1. Die Freiheit/ die Autonomie
2.2. Die Vorbereitete Umgebung
2.3. Schüler helfen Schülern
3. Der Lehrer in der Montessori- Pädagogik:
3.1. Die Vorbereitung
3.2. Die Materialien
3.3. Der Beobachter
3.4. Die Position des Lehrers zu den Schülern
3.5. Der Helfer
3.6. Die Disziplin
4. Kritik
5. Literaturverzeichnis
1.Einleitung
Maria Montessori hat in vielen Reden und Schriften ein neues pädagogisches Verständnis geschaffen. So nimmt bei ihr z.B. Freiheit für das Kind in der Erziehung und in der Schule eine fundamentale Rolle ein1 und sie stellte die Bedürfnisse des Kindes in den Mittelpunkt ihrer Theorien.
Montessori fordert einen neuen Typus des Lehrers, bzw. durch ihr neues pädagogisches Verständnis hat sich „ein neuer Typ der Lehrerin herausgebildet“2 Was muss der Erzieher oder der Lehrer verändern, um Montessoris Ansprüchen zu genügen? Welche Rolle nimmt der Lehrer überhaupt in dieser Erziehungstheorie ein? Das Bild vom Lehrer, der vor der Klasse steht und den Schülern versucht etwas zu lehren und ihnen sagt was sie zu tun und zu lassen haben, dieses Bild scheint im starken Gegensatz zu Montessoris Ideen zu verlaufen. Freiheit und Autonomie scheinen im krassen Widerspruch zum Lehrer zu stehen. Ob dem so ist und welche Rolle der Lehrer bei Montessori einnimmt, soll im weiterem Verlauf dieser Arbeit geklärt werden. Im ersten Teil werde ich zunächst den Schüler, bzw. das Kind bei Montessori näher untersuchen, denn die Sicht des Kindes spielt natürlich eine äußerst wichtige Rolle, um Montessoris Sicht des Lehrers genauer bestimmen zu können. Im zweiten Teil werde ich dann den Lehrer genauer untersuchen. Wie ist seine Arbeit aufgebaut, welche Arbeiten hat er zu verrichten und wie ist seine Position zu den Schülern. Es soll geklärt werden, wie und ob sich der Lehrer mit den Grundprinzipien der Montessori- Pädagogik, speziell dem Prinzip Autonomie/Freiheit, vereinen lässt.
2. Der Schüler in der Montessori- Pädagogik
Welche Rolle der Lehrer in der Erziehungs- Theorie von Maria Montessori spielt, hängt natürlich sehr von den Schülern ab. Es ist ganz entscheidend zu erfahren, wie die Schüler lernen, wie sie arbeiten und wie sie sich sozial verhalten. Aus diesen Punkten lässt sich dann das Aufgabenfeld des Lehrers ableiten. Grundlegend für die Sicht des Schülers sind die verschiedenen Entwicklungsphasen des Kindes. Zu erkennen, in welcher Entwicklungsphase sich das einzelne Kind befindet ist somit eine der zentralen Aufgaben des Lehrers. Maria Montessori stellte diese Entwicklungsphasen, bzw. die „sensiblen Perioden“ des Kindes schematisch in ihrem Werk „das Kreative Kind“ dar. Im Mittelpunkt dieser Darstellung steht der sogenannte „absorbierende Geist“3.
[...]
1 Vgl. M. Montessori: Die Entdeckung des Kindes. S. 13.
2 Vgl. M. Montessori: Die Schule des Kindes. S. 122.
3 Vgl. M. Montessori: Das Kreative Kind. S. 23 ff
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