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Alessandro Manzoni : I promessi sposi. Renzo in Mailand

Scholary Paper (Seminar), 2002, 18 Pages
Author: M.A. Raika Woköck
Subject: Romance Languages - Italian and Sardinian Studies

Details

Event: Proseminar: Ein Erzählmodel für Italien – A.Manzoni, I promessi sposi
Institution/College: University of Würzburg (Romanistik)
Tags: Alessandro, Manzoni, Renzo, Mailand, Proseminar, Erzählmodel, Italien, Manzoni
Category: Scholary Paper (Seminar)
Year: 2002
Pages: 18
Grade: 2
Language: German
Archive No.: V23137
ISBN (E-book): 978-3-638-26321-4

File size: 229 KB

Abstract

Aufgabe dieser Arbeit soll es sein, den Brotstreit in den „Promessi sposi“ ("Die Verlobten"/"Die Brautleute") von Alessandro Manzoni eingehend zu beleuchten und den Protagonist Renzo, sein Auftreten, seine Sprache, seinen Charakter und seine Funktion innerhalb des Geschehens darzustellen. Hierbei spielt vor allem der Erzähler und sein Einsatz der Sprache eine Rolle. Anschließend soll noch darauf eingegangen werden, in welchem Zusammenhang die Geschehnisse in Mailand zur gesamten Erzählung zu sehen sind. Grundlage dieser Arbeit ist der italienische Originaltext von Alessandro Manzoni.


Excerpt (computer-generated)

Ludwig-Maximilian-Universität Würzburg
Institut für Romanistik
Wintersemester 2001/02
P.S: Ein Erzählmodel für Italien – A.Manzoni, I promessi sposi

Alessandro Manzoni : I promessi sposi
Renzo in Mailand

Raika Woköck

 

Inhaltsverzeichnis:

1. Einführung 3

2. Renzo – Ein mittlerer Held 4

3. La provvidenza in den „Promessi sposi“ 6

4. Il pane della providenza – Der Brotstreit 7
4.1. Das Geschehen 7
4.2. Die Funktion Renzos im Brotstreit 11
4.3. Der Brotstreit im Kontext – Bedeutung für die gesamte Erzählung 15

5. Zusammenfassung 16

Literaturverzeichnis 18

 

1. Einführung

Aufgabe dieser Arbeit soll es sein, den Brotstreit in den „Promessi sposi“1 von Alessandro Manzoni eingehend zu beleuchten und den Protagonist Renzo, sein Auftreten, seine Sprache, seinen Charakter und seine Funktion innerhalb des Geschehens darzustellen. Hierbei spielt vor allem der Erzähler und sein Einsatz der Sprache eine Rolle. Anschließend soll noch darauf eingegangen werden, in welchem Zusammenhang die Geschehnisse in Mailand zur gesamten Erzählung zu sehen sind.

Renzo als Protagonist tritt zwar eigentlich erst im zweiten Kapitel auf, wird aber schon vorher dem Leser vorgestellt, indem er im Gespräch zwischen den Bravi und des Don Abbondio genannt wird:


„(...)lei ha intenzione di maritar domani Renzo Tramaglino e Lucia Mondella!“ 2

Aus diesem Gesprächsverlauf erfährt der Leser außerdem, dass Renzo und Lucia dem Machtmißbrauch durch Don Rodrigo zum Opfer fallen, der aufgrund einer Wette verhindern will, dass die beiden heiraten. Der gesellschaftliche Stand der beiden Verlobten wird somit deutlich. Zudem erfährt der Leser bereits im ersten Kapitel etwas über den Charakter Renzos, denn der Pfarrer hat nicht nur Angst vor Don Rodrigo und den Bravi, sondern auch vor Renzos Reaktion auf die nicht stattfindende Trauung:


„Se Renzo si potesse mandare in pace con un bel no, via; ma vorrà delle ragioni; e cosa ho da rispondergli, per amor del cielo? E, e, e, anche costui è una testa: un agnello se nessun lo tocca, ma se uno vuol contraddirgli...ih! E poi, e poi, perduto dietro a quella Lucia, innamorato come...“ 3 

Renzo ist also ein selbstbewußter junger Mann, der sich nicht alles gefallen läßt und entsprechend handelt.
Doch welcher Mittel bedient sich der Autor, um dem Leser Renzo so zu zeigen, wie er ihn sieht?
Diese Frage ist es, die in den nun folgenden Kapiteln geklärt werden soll.

2. Renzo – Ein mittlerer Held

Renzo ist ein junger Mann aus einfachen und ärmlichen Verhältnissen, der das Leben nur aus seiner Sichtweise kennt und nach seinen einfachen und grundlegenden Regeln4 lebt und beurteilt.
Doch sein Weltbild wird durch die korrupten Machenschaften der Bravi erschüttert. Renzo hat einen ausgeprägten Gerechtigkeitssinn und fühlt sich zutiefst gekränkt, dass ein Fremder auf sein Leben Einfluss nimmt und ihm damit die Zukunftspläne vereitelt.

Renzo ist weder eindeutig gut, noch eindeutig böse, denn er hat sein bisheriges Leben als braver, ehrlicher Mann verbracht.
Doch infolge des ihm geschehenen Unrechts zeigt sich Renzos aufbrausendes, stürmisches Temperament: er läßt sich zu unüberlegten Handlungen hinreißen. So stürzt er sich z.B. auf Perpetua, die Haushälterin des Pfarrers Don Abbondio, und fragt sie über die wahren Gründe der abgesagten Heirat aus.


„Buon giorno, Perpetua: io speravo che oggi si sarebbe stati allegri insieme. (...) chi ci ha colpa?“ 5

Daraufhin kehrt er geradewegs zu Don Abbondio zurück und spricht ihm wilde Drohungen aus und verlangt von ihm, dass er den Namen des Schuldigen nennt.

[....]


1 Es handelt sich hierbei um die Kapitel 13 und 14.
2 Manzoni, Alessandro: I promessi sposi . Oscar Classici. Arnoldo Mondadori Editore S.p.A., Mailand, 1990, S.14
3 Ebd., S.21
4 Sie beinhalten rechtschaffende Arbeit und Ehrlichkeit.
5 Manzoni, Alessandro: I promessi sposi . Oscar Classici. Arnoldo Mondadori Editore S.p.A., Mailand, 1990, S.31


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