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Wohnen und Wohnzufriedenheit

Scholarly Paper (Advanced Seminar), 2003, 16 Pages
Author: Sybille Kolb
Subject: Sociology - Habitation, Urban Sociology

Details

Event: Lebensqualität: Der Zusammenhang zwischen objektiven Lebensbedingungen und subjektivem Wohlbefinden
Institution/College: University of Frankfurt (Main) (Institut für Gesellschafts- und Politikanalyse)
Tags: Wohnen, Wohnzufriedenheit, Lebensqualität, Zusammenhang, Lebensbedingungen, Wohlbefinden
Category: Scholarly Paper (Advanced Seminar)
Year: 2003
Pages: 16
Grade: gut
Language: German
Archive No.: V23145
ISBN (E-book): 978-3-638-26327-6

File size: 68 KB


Excerpt (computer-generated)

Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt am Main
Fachbereich Gesellschaftswissenschaften
Institut für Gesellschafts- und Politikanalyse
Sommersemester 2003

Seminar „Lebensqualität: Der Zusammenhang zwischen objektiven
Lebensbedingungen und subjektivem Wohlbefinden“

Wohnen und Wohnzufriedenheit

Sybille Kolb

 

 

Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung 3

2. Geschichte des Wohnens 3

3. Modernes Wohnen 4

4. Studien zur Wohnzufriedenheit 5
4.1 Haushaltsbefragung der Forschungsgruppe SALSS 6
4.2 Selbst gestaltete Umfrage zur Wohnzufriedenheit 8
4.3 Vergleich der beiden Studien 11

5. Schluss 13

6. Anhang 14

7. Literaturverzeichnis 16

 

1. Einleitung

Ich werde mich in der folgenden Arbeit mit dem Thema ‚Wohnen und Wohnzufriedenheit’ beschäftigen, das stark mit dem Überthema ‚Lebensqualität’ zusammenhängt.

Zunächst werde ich einen knappen Einblick über die Entwicklung des Wohnens geben bis hin zum heutigen Modernen Wohnen.
Anschließend, im Hauptteil, möchte ich dann zwei verschiedene Studien zur Wohnzufriedenheit vorstellen und deren Ergebnisse vergleichen.

2. Geschichte des Wohnens

„Die Geschichte des Wohnens wird [...] meist als Geschichte seines physischen Gehäuses und dessen Einrichtung geschrieben. Bevor sich die Sozialgeschichte in den letzten beiden Jahrzehnten verstärkt mit den Wohnbedingungen und Lebensweisen in den Großstädten während der Urbanisierung beschäftigt hat, wurde das Wohnen vor allem in Architektur - und Stilgeschichten behandelt, in denen nach dem Wandel der technischen Mittel und der ästhetischen Formen, der Grundrißorganisation und Möblierung gefragt wird.“1

Im Laufe der Jahrhunderte haben sich die Aufgaben der Wohnungen stark verändert. „Lange Zeit, bei Bauern bis ins 19. Jahrhundert, dominierte die Arbeit für den täglichen Lebensunterhalt die räumlichen und zeitlichen Abläufe innerhalb der Wohnung. Für Handwerker und Händler war die Wohnung bis ins 17. Jahrhundert in erster Linie Arbeitsort, ähnlich bei den Heimarbeitern in der protoindustriellen Familienwirtschaft.“2

Im Mittelalter bestand die Wohnung aus einem Arbeits- und Lebensraum. In diesem Zimmer versammelten sich alle den zentralen Herd; dort wurde gegessen, gearbeitet und geschlafen.

Die Zeit der Industrialisierung und Verstädterung brachte „eine neue Wohnweise hervor und ließ zunächst vor allem in den Städten das ‚Wohnen zur Miete’ in der Etagenwohnung zur vorherrschenden Wohnform werden. Mit dem schnellen Wachstum der Bevölkerung in den Industrieregionen konnte die Neubautätigkeit nicht Schritt halten, was periodisch zu dramatischer Wohnungsknappheit führte.“3

Die Unterschichten in den Großstädten hatten mit einer extrem hohen Wohndichte, d.h. Überbelegung, und mit niedrigsten Ausstattungsstandards zu kämpfen. „Erst mit einer Ausweitung des Wohnungsangebots und einer Steigerung des Einkommens begannen sich die Wohnbedingungen für die unteren Schichten allmählich zu bessern. Aber das Problem, daß die Masse der Bevölkerung nicht in der Lage war, sich mit ihrem verfügbaren Einkommen über den Wohnungsmarkt Wohn- und Lebensbedingungen zu verschaffen, die als akzeptabel hätten gelten können, blieb bis 1918 bestehen.“4

Während der Weimarer Republik gab es einige Neuerungen und erhebliche Verbesserungen im Wohnungssektor. So wurde beispielsweise „eine Versorgung Aller mit menschenwürdigen Wohnungen“5 per Gesetz festgeschrieben und es „wurden 2,5 Mio. Wohnungen für ca. neun Mio. Bewohner neu gebaut. 14% der Weimarer Bevölkerung wohnten 1930 in Neubauwohnungen.“6

3. Modernes Wohnen

[....]


1 Häußermann, Hartmut / Siebel, Walter: Soziologie des Wohnens. Eine Einführung in Wandel und Ausdifferenzierung des Wohnens. Juventa Verlag Weinheim und München, 2000, Seite 11.

2 Vgl: Medick, Hans: Zur strukturellen Funktion von Haushalt und Familie im Übergang von der traditionellen Agrargesellschaft zum industriellen Kapitalismus: die proto-industrielle Familienwirtschaft. In: Conze, W. (Hg.): Sozialgeschichte der Familie in der Neuzeit. Stuttgart, 1976. 3 Häußermann / Siebel; Seite 81.

4 Häußermann / Siebel; Seite 81.

5 Häußermann / Siebel; Seite 125.

6 Häußermann / Siebel; Seite 126.


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