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Hauptseminararbeit, 2001, 23 Seiten
Autor: Nadine Kulbe
Fach: Germanistik - Neuere Deutsche Literatur
Details
Institution/Hochschule: Technische Universität Dresden (Institut für Germanistik)
Tags: Eine, Analyse, Romans, Klavierspielerin, Elfriede, Jelinek, Seminar, Mutterbilder, Mütterlichkeit, Wandel
Jahr: 2001
Seiten: 23
Note: 1,0
Sprache: Deutsch
ISBN (E-Book): 978-3-638-26358-0
Dateigröße: 218 KB
Die Arbeit beschäftigt sich mit dem Roman von Standpunkt der Freudschen Psychoanalyse her. Persönliche Entwicklung und Leben der Hauptfigur Erika Kohut werden anhand der psychoanalytischen Theorien betrachtet. Im ersten Teil der Hausarbeit werden Freuds Theorien erklärt und im zweiten Teil auf den Roman angewendet.
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Eine Analyse des Romans „Die Klavierspielerin“ von Elfriede Jelinek
von: Nadine Kulbe
Inhalt
1. Analyse des Romans und Vorgehensweise 2
2. Psychoanalyse 3
2.1 Die Theorie der Psychoanalyse 3
2.2 Die Psyche 3
2.3 Die Triebe 4
2.4 Strukturhypothese 5
2.5 Ausbildung und Differenzierung des Ich 6
2.6 Beherrschung der Umwelt des Ich 7
2.7 Objektbeziehung und Narzissmus 7
2.8 Der Ödipuskomples 8
2.9 Genitale Masturbation 9
2.10 Das Über-Ich 9
3. „Die Klavierspielerin“ 10
3.1 Erikas Entwicklung 10
3.1.1 Die Strukturierung des seelischen Apparates 11
3.1.2 Die Manifestation der Triebe 13
3.2 Erikas Leben 15
3.2.1 Schmuck und Kleider 15
3.2.2 Rasierklingen 16
3.2.3 Klavier/Kunst/Musik 17
3.2.4 Walter und die Klavierschüler 18
4. Zusammenfassung 20
5. Verzeichnis der verwendeten Literatur 21
1. Analyse des Romans und Vorgehensweise
Mit dieser Arbeit möchte ich eine Analyse von Elfriede Jelineks 1983 veröffentlichtem Roman „Die Klavierspielerin“ vornehmen. Ich möchte hierbei zeigen, dass sich der Roman für seine inhaltliche Gestaltung in hohem Masse bei Theorien der Psychoanalyse bedient. Beginnen möchte ich mit einer Einführung in Psychoanalyse, im zweiten Teil folgt eine Untersuchung des Textes auf Grundlage der Erkenntnisse des ersten Teils. Dabei stimme ich mit Marlies Janz überein, die meint, dass entsprechende Textstellen im Roman schon immer ihre Interpretation bezüglich der Psychoanalyse mitliefern und damit meist für sich selbst sprechen. Meine Analysearbeit wird demnach im Normalfall mit der Suche nach Textstellen beginnen und manchmal auch mit ihnen abschließen, ohne, dass mehr dazu gesagt werde muss. Außerdem möchte ich im zweiten Teil versuchen, einige Fragen, die mir bei der Lektüre der Sekundärliteratur und des Romans gekommen sind, zu diskutieren: Hat Erika ein „Selbst“, eine eigene Identität ausgebildet? Steckt sie in der präödipalen Phase fest? Unternimmt Erika Ausbruchsversuche aus dem Verhältnis zu ihrer Mutter? Besitzt sie etwas, das man „Sexualität“ nennen kann? Ist sie sado- masochistisch veranlagt? Gibt es Parallelen zwischen Walter und Erikas Mutter oder eine Verbindung zwischen Erikas Vater und Walter?
Diese Fragen habe ich ausgewählt, weil sie mir einmal interessant erschienen, aber auch, weil mir ihre Beantwortung in der Sekundärliteratur nicht immer behagte und ich herausfinden will, ob man sie auch anders beantworten könnte.
2. Psychoanalyse
2.1 Die Theorie der Psychoanalyse
Die Psychoanalyse wurde gegen Ende des 19. Jahrhunderts von Siegmund Freud begründet. Ihr Begriff umfasst folgende Bedeutungen1:
1. Die Psychoanalyse ist eine psychologische Methode. Mit ihr werden psychische Vorgänge wie Träume, Handlungen und Reden analysiert.
2. Sie ist eine Methode zur Behandlung psychischer Störungen, die von der psychologischen Untersuchung ausgeht.
3. Sie umfasst schließlich das gesamte System der psychologischen und psychopathologischen Theorien Freuds, auf der sowohl die psychologischen Untersuchungsmethoden als auch die Behandlungsmethoden basieren.
Auf den letzten Punkt werde ich im folgenden genauer eingehen und mir Aspekte der Freudschen Erkenntnisse herausgreifen, die für die Analyse der „Klavierspielerin“ von Bedeutung sein werden.
2.2 Die Psyche2
[...]
1 nach: Fisseni (1998): S.31
2 Im folgenden halte ich mich an die Ausführungen von: Brenner (2000)
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