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Die Wiener Moderne unter besonderer Berücksichtigung der Literatur Schnitzlers und Hoffmannsthals

Scholary Paper (Seminar), 2001, 28 Pages
Author: Robert Albrecht
Subject: History - Empire, Imperialism

Details

Event: Seminar: Nation und Imperium - Die Krise der Vielvölkerreiche Rußland und Habsburg Anfang des 20. Jahrhunderts
Institution/College: Helmut Schmidt University - University of the Federal Armed Forces Hamburg (Geschichte)
Tags: Wiener Moderne, fin de sieclè, Schnitzler, Hoffmannsthal
Category: Scholary Paper (Seminar)
Year: 2001
Pages: 28
Grade: 1,7
Language: German
Archive No.: V2320
ISBN (E-book): 978-3-638-11422-6

File size: 210 KB


Excerpt (computer-generated)

Robert Björn Albrecht Hamburg, den 11. 01.2001
Stud Jg: Geschichte `99

Die Wiener Moderne
unter besonderer Berücksichtigung der Literatur

Zum Seminar:

Nation und Imperium

Die Krise der Vielvölkerreiche Rußland und 
Habsburg Anfang des 20. Jahrhunderts

Herbsttrimester 2000


Gliederung

Einleitung  ... Seite 3
Die Krise des Liberalismus ... Seite 5
Ort des Austauschs - Das Kaffeehaus ... Seite 7
Themen der Wiener Moderne


- Krise der persönlichen Identität ... Seite 10
- Krise der jüdischen Identität ... Seite 12
- Sexualität und Geschlechterrollen ... Seite 14
- Der Nationalitätenkonflikt und die Stimmung des drohenden Untergangs ... Seite 16

Figuren der Literatur - Schnitzler und Hofmannsthal


- Arthur Schnitzler ... Seite 18
- Hugo von Hofmannsthal ... Seite 22

Fazit ... Seite 26
Anhang
Literaturverzeichnis ... Seite 27
Erklärung ... Seite 28


 

Einleitung

Das Thema der vorliegenden Arbeit ist die Wiener Moderne unter besonderer Berücksichtigung der Literatur. Betrachtet wird hierbei in Schwerpunkt das künstlerisch-literarisch-gesellschaftliche Leben Wiens im fin de siècle, d.h. im Zeitraum um die Jahrhundertwende zwischen 1890 und 1910. In ihrer Fragestellung versucht die Arbeit zu beantworten, welche gesellschaftlichen uns sozialen Rahmenbedingungen für die Entstehung der Kultur des Jungen Wiens wesentlich waren, welche Themen die Literatur im Schwerpunkt beschäftigten und wie sich diese Themen im einzelnen in den Werken der Schriftsteller wiederspiegelten. In den zwanzig Jahren nach 1890 lag der Schwerpunkt einer kulturell äußerst vielseitigen und fruchtbaren Epoche. Die Intelligenz des Wiens der Jahrhundertwende schuf ihre Neuerungen in nahezu allen Bereichen des kulturellen Lebens. Eine Entwicklung die in Europa unter dem Begriff Wiener Schule zusammengefasst wurde. In Wien selbst machte das Schlagwort von den ,,Jungen" die Runde.1 Die Wiener Moderne definiert sich über den Bruch der Bindung an die historische Anschauung, die als typisches Merkmal der vorangegangenen Kultur der 19 Jahrhunderts gilt und über die soziale und politische Desintegration ihrer künstlerischen, literarischen und philosophischen Eliten.2 Bekämpft und zugleich betrauert wurde das rationale Wertesystem des klassischen Liberalismus, weniger die Autorität der väterlichen Kultur. Der Niedergang eben dieses liberalen Wertesystems ist das Thema des ersten Kapitels. Das zweite Kapitel beschäftigt sich mit dem Kaffeehaus, einer bis heute für Wien typischen Einrichtung, die durch ihre Funktion als Rückzugsort und Ort des Austausch zwischen den Disziplinen von wesentlicher Bedeutung für die Entwicklung der Wiener Moderne war.
Die Vielfalt der kulturellen Strömungen der Zeit läßt sich nur schwerlich unter einem einigenden Begriff zusammenfassen und charakterisieren, zu groß ist ihre Anzahl. So stellt Schorske fest:,,Wem der Historiker abschwören muß, und nirgends mehr als gegenüber dem Problem der Moderne, das ist, im vorhinein einen abstrakten kategorischen gemeinsamen Nenner festzusetzen - was Hegel den ,,Zeitgeist" nannte und John Stuart Mill ,,the charakteristic of the age".3 Dem gegenüber stehen einige Themen, die sich als Motive in zahlreichen Werken wiederfinden und so als Leitmotive durchaus einigenden Charakter haben, wenngleich ihre Behandlung durchaus unterschiedlich war. Nach Le Rider4 sind es vor allem die Krisen der persönlichen und der jüdischen Identität, sowie der Rollenkonflikt zwischen den Geschlechtern, die das Wesentliche der Moderne ausmachen. Diese Themen sind Gegenstand des dritten Kapitels.
Das vierte Kapitel beschäftigt sich mit Arthur Schnitzler und Hugo von Hofmannsthal, zwei bedeutenden Gestalten der Wiener Moderne, an deren Werken beispielhaft versucht wird zu zeigen, wie die zuvor behandelten Themen sich als Motive in der Literatur niederschlagen. Die wichtigsten Aspekte der Arbeit werden dann im abschließenden Resumee noch einmal zusammengefaßt dargestellt.
Neben den bereits erwähnten Schriften von Le Rider und Schorske stützt sich Arbeit vor allem auf die von Nautz und Vahrenkamp5 herausgegebene Aufsatzsammlung zum Thema und auf die aktuellen Darstellungen von Keller6, Lorenz7 und die Sammlung zeitgenössischer Texte von Wunberg.8 Andere Werke dienten dem allgemeinen Verständnis der historischen Rahmenbedingungen der Wiener Jahrhundertwende.

[...]

1 Schorske, Carl E.: Wien. Geist und Gesellschaft im Fin de Siècle. Frankfurt am Main 1982, S. XVII. Im folgenden zitiert als Schorske.

2 Schorske: S. X.

3 Schorske: S. XIII.

4 Le Rider, Jacques: Das Ende der Illusionen. Die Wiener Moderne und die Krisen der Identität. Wien 1990, S. 7 f. Im folgenden zitiert als: Le Rider.

5 Nautz, Jürgen und Vahrenkamp, Richard (Hg.): Die Wiener Jahrhundertwende. Einflüße-Umwelt-Wirkungen. Wien, Köln, Graz 1992.

6 Keller, Ursula: Böser Dinge hübsche Formel. Das Wien Arthur Schnitzlers. Frankfurt am Main 2000. Im folgenden zitiert als: Keller.

7 Lorenz, Dagmar: Die Wiener Moderne. Stuttgart, Metzler, Weimar 1995. Im folgenden zitiert als: Lorenz.

8 Wunberg, Gotthart: Die Wiener Moderne. Literatur, Kunst und Musik zwischen 1890 und 1910. Stuttgart 2000. Im folgenden zitiert als: Wunberg.


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