Markteintrittstrategien transnationaler Unternehmen

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Details
Autor: Dipl. Betriebswirtin (FH) Carola Vogelmann
Fach: Wirtschaft - Marketing, Unternehmenskommunikation, CRM, Marktforschung
Veranstaltung: Konzeptionelles Marketing
Institution/Hochschule: Fachhochschule Ludwigshafen am Rhein - Hochschule für Wirtschaft (Marketing)
Jahr: 2003
Seiten: 84
Note: 1,7
Sprache: Deutsch
Dateigröße: 586 KB
ISBN (E-Book): 978-3-638-26452-5
ISBN (Buch): 978-3-638-70163-1
Inklusive 50 Seiten umfassende Präsentation! Abschlussarbeit in diesem Fach!
Zusammenfassung / Abstract
Die zunehmende Globalisierung der Märkte und ein verschärfter Wettbewerb, verkürzte Produktlebenszyklen und schwer zu kalkulierende Risiken machen es für Unternehmen immer wichtiger, auf vielen Märkten der Welt präsent zu sein. Internationalisierungsaktivitäten stellen Unternehmen und Management vor eine Reihe neuer Herausforderungen. Es müssen vielfältige und weitreichende Entscheidungen hinsichtlich der in Zukunft zu bearbeitenden Auslandsmärkte und auch über die Form des Markeintritts getroffen werden. Die Entscheidung über Form und Vorgehen beim Markteintritt determiniert oftmals den Erfolg oder Misserfolg des Unternehmens bei der internationalen Expansionstätigkeit. Hat das Unternehmen sich einmal für eine bestimmte Strategie entschieden, so gestaltet es sich in aller Regel als äußerst schwierig, diese wieder zu revidieren oder anzupassen, und jede Expansionsanstrengung verbraucht wichtige Ressourcen. Damit ist die Markteintrittsentscheidung und ihre Ausgestaltung eine der kritischsten Entscheidungen der Unternehmen. Diese Arbeit soll einen Einblick in die Entscheidungsproblematik der Unternehmen zu geben, die mit der Auswahl und Durchführung des Markteintritts in internationale Märkte einhergeht. Dabei soll zunächst den Begriff der transnationalen Unternehmung zu anderen Organisationsformen abgegrenzt werden, hierzu werden Grundmodelle von Organisationsstrukturen vorgestellt. Anschließend werden die Aspekte, welche in direktem Kontext mit der Markterschließung stehen sowie schließlich die verschiedenen in Frage kommenden Formen des Markteintritts erläutert.
Textauszug (computergeneriert)
Markteintrittstrategien transnationaler Unternehmen
von: Carola Vogelmann
Gliederung
Einleitung 4
1. Die transnationale Unternehmung - Definitionsansatz 5
1.1 Entwicklung zur transnationalen Unternehmung 5
1.2 Die transnationale Unternehmung 7
2. Going international 10
2.1 Marktauswahl 10
2.1.1. Marktattraktivität 11
2.1.2. Marktbarrieren 11
2.2 Ziellanddefinition 13
2.2.1 Gruppierungsverfahren 13
2.2.2 Filterverfahren 13
2.2.3 Zusammenfassung 14
2.3. Relevanz von Basisstrategien im Rahmen der Internationalisierung 15
2.3.1 Ethnozentrische Orientierung 15
2.3.2 Polyzentrische Orientierung 16
2.3.3 Geozentrische Orientierung 17
2.3.4 Regiozentrische Orientierung 18
2.3.5 Beurteilung der vier Orientierungsrichtungen 18
2.4 Timing des Markteintritts 19
2.4.1. Wasserfallstrategie 19
2.4.2 Sprinklerstrategie 20
2.4.3 Kombinierte Wasserfall – Sprinklerstrategie 21
3. Markterschließungsstrategien 22
4. Markteintrittsstrategien transnationaler Unternehmen 24
4.1 Direktinvestitionen 24
4.2 Joint-Venture 26
4.3 Lizenzabkommen und Exporte 27
5. Timing des Markteintritts 30
5.1 Die Pionierstrategie 30
5.2 Die Folgerstrategie 31
6. Abschließende Bewertung 32
Literaturverzeichnis 34
Einleitung
Die zunehmende Globalisierung der Märkte und ein verschärfter Wettbewerb, verkürzte Produktlebenszyklen und schwer zu kalkulierende Risiken machen es für Unternehmen immer wichtiger, auf den Märkten der Welt präsent zu sein. Internationalisierungsaktivitäten stellen Unternehmen und Management vor eine Reihe neuer Herausforderungen. Es müssen vielfältige und weitreichende Entscheidungen hinsichtlich der in Zukunft zu bearbeitenden Auslandsmärkte und auch über die Form des Markeintritts getroffen werden. Die Entscheidung über Form und Vorgehen beim Markteintritt determiniert oftmals den Erfolg oder Misserfolg des Unternehmens bei der internationalen Expansionstätigkeit. Hat das Unternehmen sich einmal für eine bestimmte Strategie entschieden, so gestaltet es sich in aller Regel als äußerst schwierig, diese wieder zu revidieren oder anzupassen, und jede Expansionsanstrengung verbraucht wichtige Ressourcen. Damit ist die Markteintrittsentscheidung und Ihre Ausgestaltung eine der kritischsten Entscheidungen der Unternehmen. Im Rahmen dieser Arbeit möchte ich versuchen, einen Einblick in die Entscheidungsproblematik der Unternehmen zu geben, die mit der Auswahl und Durchführung des Markteintritts in internationale Märkte einhergeht.
Ich möchte hierbei zunächst den Begriff der transnationalen Unternehmung zu anderen Organisationsformen abgrenzen. Zudem möchte ich Grundmodelle von Organisationsstrukturen vorstellen. Anschließend werden die Aspekte, welche in direktem Kontext mit der Markterschließung stehen , wie die Marktauswahl, Marktattraktivität und Timing sowie schließlich die verschiedenen in Frage kommenden Formen des Markteintritts erläutert.
1. Die transnationale Unternehmung
Definitionsansatz Die Organisationsform der transnationalen Unternehmung (im folgenden TNU) beschreibt1 eine Unternehmung, die in zahlreichen Ländern der Welt operiert und ihre Produkte und Vorgehensweisen an die jeweiligen Länder – zu relativ hohen Kosten – anpasst. Diese Definition kennzeichnet die TNU als ein Unternehmen, dass 1. Substanzielle Direktinvestitionen in fremden Ländern tätigt und nicht lediglich reine Exportgeschäfte, 2. Ein aktives Involvment statt reiner Finanzinvestitionen in diesen Auslandseinheiten zeigt. Zudem müssen die beschriebenen Vorgänge strategisch und organisatorisch voll im Unternehmen integriert sein2.
1.1 Entwicklung zur transnationalen Unternehmung
Bei der TNU handelt es sich um eine relativ junge Organisationsform3, welche erst seit etwa Ende des zweite Weltkrieges verstärkt in Erscheinung getreten ist. Es hat sich hierbei in der Organisationsstruktur der Unternehmen eine Entwicklung hinsichtlich des Internationalisierungsgrades zunächst von der nationalen Unternehmung zur internationalen Unternehmung und weiter von der internationalen über die multinationale und globale Unternehmung bis hin zur transnationalen Unternehmung vollzogen.4 Die jeweiligen Organisationsformen sind auch ein Ausdruck dafür, wie ein Unternehmen die in der Literatur vielfach zitierte Markteintrittsstrategien transnationaler Unternehmen Kontroverse zwischen Standardisierung und Differenzierung für sich zu lösen versucht.
So steht eine internationale Orientierung in der Regel für die Auffassung, dass die im Stammland produzierten Güter ohne nennenswerte Veränderung in verschiedene wenige Ländermärkte relativ problemlos verbracht und abgesetzt werden können. Bei der multinationalen Unternehmung werden die Güter an die Bedürfnisse der Verbraucher in jedem Auslandsmarkt genau angepasst was sehr kostenintensiv ist, aber zu einer hohen Akzeptanz der Produkte beim Verbraucher führen kann, auch begründet in der Tatsache, dass multinationale Unternehmen häufig als nationale Unternehmen wahrgenommen werden. Hier erfolgt also eine starke Differenzierung des Angebots. Gegensätzlich verhält es sich bei der Organisationsform der globalen Unternehmung, hierbei sehen die Unternehmen die Märkte der Welt als einen einzigen Markt an. Produkte werden standardisiert und unverändert weltweit vertrieben. Diese Strategie ist angebracht, wenn die global integrativen Kräfte stark und die nationalen Anpassungskräfte schwach sind.5 Der Vorteil dieser Ausrichtung liegt in der durch die hohen Stückzahlen bedingten kostengünstigen Produktion an den kostenminimalsten Standorten der Welt. Die Unternehmen verfolgen demnach je nach Orientierungsrichtung entweder eine Standardisierungs- oder - Differenzierungsstrategie. Die Standardisierung wurde oft als die Erfolgsversprechendere weil kostengünstigere Variante angesehen.
[...]
1 Bartlett/Ghoshal : Transnational Management, 1992
2 Bartlett/Ghoshal : Transnational Management, 1992
3 vgl. ebd.
4 in Anlehnung an Bartlett/Ghoshal : Transnational Management, 1992
5 Aus: Kotler/ Bliemel „Marketing Management“ 8.Aufl. 1995, S. 650 in Anlehnung an einen Artikel aus der Harvard Business School Press
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