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Über den Aufsatz von Walter Benjamin: "Das Kunstwerk im Zeitalter seiner technischen Reproduzierbarkeit"

Termpaper, 1998, 20 Pages
Author: Kerstin Tille
Subject: Communications: Theories, Models, Terms and Definitions

Details

Category: Termpaper
Year: 1998
Pages: 20
Grade: 1,3
Bibliography: ~ 5  Entries
Language: German
Archive No.: V23450
ISBN (E-book): 978-3-638-26571-3
ISBN (Book): 978-3-640-20298-0
File size: 161 KB
Notes :
In dieser Arbeit wird ein Hauptanliegen des Theoretikers W.Benjamin herausgearbeitet: „bestimmte Kunstformen, insbesondere den Film, aus dem Funktionswechsel zu verstehen, dem die Kunst insgesamt im Zuge der gesellschaftlichen Entwicklung unterworfen ist.“ (Unseld, Siegfried (Hrsg.): Zur Aktualität Walter Benjamins, S.54)


Abstract

Kurze geschichtliche und biographische Einordnung Walter Benjamins Walter Benjamin wird am 15. Juli 1892 in Berlin als Sohn eines jüdischen Kaufmanns geboren. Der aus dem bürgerlichen Milieu stammende Benjamin studiert in Freiburg, München, Berlin und Bern Philosophie, deutsche Literatur und Psychologie. Nach seiner Promotion lebt er als freier Schriftsteller und Übersetzer in Berlin bis er 1933 nach Paris emigriert und dort Mitglied des Instituts für Sozialforschung wird. Als er von Organen der Franco-Regierung im spanischen Grenzort Port Bou gezwungen wird, in den kollaborationistischen Teil Frankreichs zurückzukehren, nimmt Benjamin sich am 27. September 1940 das Leben. Der studierte Philosoph und Literaturkritiker Benjamin ist aber auch Soziologe und Zeitkritiker. Er schreibt Arbeiten in allen genannten Bereichen, die sein weitgefächertes Wissen und Interesse zeigen. Dabei schaut er über die einzelnen Fachgebiete hinaus. Beeinflußt wird er von der Frankfurter Schule, einem Kreis von Sozial- und Kulturwissenschaftlern, die eine kritische Gesellschaftsanalyse betreiben. Dort lernt er auch Adorno kennen, der sich nach Benjamins Tod für die Anerkennung seiner Theorien einsetzt und 1955 den Suhrkamp Verlag als Verleger der Werke des Theoretikers gewinnt. Zu seinem Hauptwerk zählt auch der 1936 erscheinende Essay „Das Kunstwerk im Zeitalter seiner technischen Reproduzierbarkeit“. Der Aufsatz stellt bis heute einen bedeutenden Beitrag zur Kunstphilosophie dieser Zeit dar. Einer Zeit, in der die Weimarer Republik beendet ist, die Faschisten die Macht an sich gerissen haben und nun mit allen Mitteln versuchen, diese in ihren Händen zu behalten. Die genannte Arbeit des Marxisten Benjamin ist geprägt von diesen politischen Zuständen und wendet sich gegen den Nationalsozialismus. Sein Hauptanliegen ist jedoch: „bestimmte Kunstformen, insbesondere den Film, aus dem Funktionswechsel zu verstehen, dem die Kunst insgesamt im Zuge der gesellschaftlichen Entwicklung unterworfen ist.“1 1 Unseld, Siegfried (Hrsg.): Zur Aktualität Walter Benjamins, S.54


Excerpt (computer-generated)

Walter Benjamin: Das Kunstwerk im Zeitalter
seiner technischen Reproduzierbarkeit

 

 


von: Kerstin Walter

Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung: Kurze geschichtliche und biographische Einordnung Walter Benjamins und seines Werks S. 3

2. Hauptteil: Das Kunstwerk im Zeitalter seiner technischen Reproduzierbarkeit S. 5

2.1 Entstehungsgeschichte der technischen Reproduzierbarkeit S. 5
2.2 Aura des Kunstwerks S. 7
2.3 Ausstellungswert verdrängt Kultwert S. 8
2.4 Veränderungen in der Rezeptionsweise S. 9
2.5 Funktionswechsel der Kunst S.15

3. Schluß S.17

4. Literaturverzeichnis S.19

 

 

 

 


1. Einleitung: Kurze geschichtliche und biographische Einordnung Walter Benjamins

Walter Benjamin wird am 15. Juli 1892 in Berlin als Sohn eines jüdischen Kaufmanns geboren. Der aus dem bürgerlichen Milieu stammende Benjamin studiert in Freiburg, München, Berlin und Bern Philosophie, deutsche Literatur und Psychologie. Nach seiner Promotion lebt er als freier Schriftsteller und Übersetzer in Berlin bis er 1933 nach Paris emigriert und dort Mitglied des Instituts für Sozialforschung wird. Als er von Organen der Franco-Regierung im spanischen Grenzort Port Bou gezwungen wird, in den kollaborationistischen Teil Frankreichs zurückzukehren, nimmt Benjamin sich am 27. September 1940 das Leben. Der studierte Philosoph und Literaturkritiker Benjamin ist aber auch Soziologe und Zeitkritiker. Er schreibt Arbeiten in allen genannten Bereichen, die sein weitgefächertes Wissen und Interesse zeigen. Dabei schaut er über die einzelnen Fachgebiete hinaus. Beeinflußt wird er von der Frankfurter Schule, einem Kreis von Sozial- und Kulturwissenschaftlern, die eine kritische Gesellschaftsanalyse betreiben. Dort lernt er auch Adorno kennen, der sich nach Benjamins Tod für die Anerkennung seiner Theorien einsetzt und 1955 den Suhrkamp Verlag als Verleger der Werke des Theoretikers gewinnt.

Zu seinem Hauptwerk zählt auch der 1936 erscheinende Essay „Das Kunstwerk im Zeitalter seiner technischen Reproduzierbarkeit“. Der Aufsatz stellt bis heute einen bedeutenden Beitrag zur Kunstphilosophie dieser Zeit dar. Einer Zeit, in der die Weimarer Republik beendet ist, die Faschisten die Macht an sich gerissen haben und nun mit allen Mitteln versuchen, diese in ihren Händen zu behalten. Die genannte Arbeit des Marxisten Benjamin ist geprägt von diesen politischen Zuständen und wendet sich gegen den Nationalsozialismus. Sein Hauptanliegen ist jedoch :

„bestimmte Kunstformen, insbesondere den Film, aus dem Funktionswechsel zu verstehen, dem die Kunst insgesamt im Zuge der gesellschaftlichen Entwicklung unterworfen ist.“1 In Opposition zu den Theoretikern, wie z.B. R. Arnheim, die zum Curriculum des ersten Semesters zu zählen sind und sich mit der Frage beschäftigen, ob der Film nun Kunst ist oder nicht, geht es Benjamin vielmehr darum festzustellen, ob und inwieweit das neue Medium Film den Gesamtcharakter der Kunst verändert. Seine Weitsichtigkeit und Vielseitigkeit beweist Benjamin darin, daß er, anders als Dieter Prokop, der nur die wirtschaftlichen Faktoren untersucht, sowohl die geschichtlichen und ästhetischen, als auch die sozialen Prozesse beschreibt. Walter Benjamin verfährt dabei deskriptiv, indem er einen Funktionswandel der Kunst beobachtet2, formuliert aber auf seinen Ergebnissen basierend Forderungen an die Kunst, hier im Speziellen an den Film, die sich daraus für ihn ergeben.

2. Hauptteil: Das Kunstwerk im Zeitalter seiner technischen Reproduzierbarkeit

2.1 Entstehungsgeschichte der technischen Reproduzierbarkeit

[...]


1 Unseld, Siegfried (Hrsg.): Zur Aktualität Walter Benjamins, S.54
2 vgl. dazu: Zur Aktualität Walter Benjamins, S.182


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