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Scholary Paper (Seminar), 2003, 18 Pages
Author: Kathrin Seelige
Subject: Speech Science / Linguistics
Details
Tags: Griceschen, Konversationsmaxime
Year: 2003
Pages: 18
Grade: 1,3
Language: German
ISBN (E-book): 978-3-638-26655-0
File size: 184 KB
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Excerpt (computer-generated)
Die Griceschen Konversationsmaxime
von: Kathrin Seelige
Inhaltverzeichnis
1. Einleitung 1
2. Die Griceschen Konversationsmaxime 1
2.1 Das kooperative Prinzip 2
2.2 Die Maxime der Quantität 2
2.3 Die Maxime der Qualität 3
2.4 Die Maxime der Relation 4
2.5 Die Maxime der Art und Weise 4
3. Die Theorie der Implikatur 5
4. Das Scheitern der Griceschen Konversationsmaxime 7
5. Die Bedeutung der Griceschen Konversationsmaxime 9 in konfliktären Gesprächen
5.1 Untersuchung des Korpus ,kohln vergessen’ 9 aus Carmen Spiegels Buch ,Streit’
5.1.1 Beschreibung der Gesprächssituation 9
5.1.2 Analyse des Korpus ,kohln vergessen’ 10
6. Fazit 14
7. Literaturverzeichnis 16
8. Anhang: Kopie des Korpus ,kohln vergessen’ 17
1. Einleitung
H. Paul Grice (1913-1988) hat einige wichtige Anstöße in der sprachwissenschaftlichen Forschung gegeben. Durch die ,Erfindung’ des Begriffs Implikatur, der später ausführlicher erklärt werden soll, begründete er eine damals neue Art der Kommunikationstheorie. Grice beschränkte seine Forschungen erstmals nicht mehr nur auf das wörtlich Gesagte, sondern unterschied zwischen Gesagtem und tatsächlich Gemeintem. Diese Hausarbeit soll nun nicht die Theorie der Implikatur ausführlich analysieren. Vielmehr soll ein bestimmter Aspekt, nämlich die von Grice aufgestellten sogenannten Konversationsmaxime, erstens in diese Theorie eingeordnet und zweitens seine tatsächliche Bedeutung herausgearbeitet werden. Zu diesem Zweck werde ich als erstes die Konversationsmaxime, die Grice als Leitlinien für eine maximal informative Unterhaltung konzipiert hat, erklären. Da es nicht möglich ist, die Konversationsmaxime ohne ihre Einordnung in die Theorie der Implikatur zu verstehen, werde ich dann kurz diese Theorie mit Blick auf die Maxime erläutern. Der Begriff der Implikatur macht erst dann Sinn, wenn die Konversationsmaxime in einem Gespräch nicht eingehalten werden. Da dies oft der Fall ist, ,scheitern’ die Griceschen Maxime in alltäglichen Konversationen. Dieses ,Scheitern’, was nicht als negativ zu verstehen ist, soll in einem weiteren Abschnitt der Hausarbeit anhand von Beispielen aus alltäglichen Unterhaltungen veranschaulicht werden. Im letzten Teil der Arbeit soll die Bedeutung der Konversationsmaxime in konfliktären Gesprächen herausgearbeitet werden. Dies geschieht anhand der Untersuchung eines Korpus eines Streitgespräches. Abschließend werde ich im Schlussteil die Ergebnisse der Untersuchungen des Einhaltens bzw. der Verstöße gegen die Konversationsmaxime zusammenfassen und versuchen, ihre tatsächliche Bedeutung zu erklären.
2. Die Griceschen Konversationsmaxime
H. Paul Grice hat 1975 vier sogenannte Konversationsmaxime aufgestellt, deren Einhaltung eine Unterhaltung ohne Missverständnisse ermöglichen soll. Er schließt nicht aus, dass es noch weitere Maxime gibt, die in auf maximale Information ausgerichteten Gesprächen eingehalten werden, fügt diese aber nicht in seine Theorie der Implikatur ein.1 Zwar bezeichnet Grice das sogenannte „kooperative Prinzip“ 2 nicht explizit als Maxime, aber es erfüllt eine ebenso wichtige Bedeutung wie die vier Konversationsmaxime, da es ihnen sozusagen ,vorgeordnet’ ist. Deswegen werde ich im folgenden zuerst das kooperative Prinzip erläutern und dann die vier eigentlichen Maxime.
2.1 Das kooperative Prinzip
[...]
1 Vgl. Gice, H. Paul (1975): Implicature. IN: Cole, Peter und Morgan, Jerry L. (ed): Syntax and Semantics Volume 3. Speech Acts. New York, Academic Press Inc. S. 47.
2 Gice, H. Paul (1975): Implicature. IN: Siehe oben. S. 45.
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