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Scholary Paper (Seminar), 2003, 26 Pages
Author: Moni Kirner
Subject: English Language and Literature Studies - Comparative Literature
Details
Tags: Robert, Coover, Babysitter, Analyse, Vergleich, Short, Story, Film
Year: 2003
Pages: 26
Grade: 1
Language: German
ISBN (E-book): 978-3-638-26658-1
ISBN (Book): 978-3-638-72941-3
File size: 218 KB
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Abstract
Um den Schreibstil von Robert Coover und das Empfinden beim Lesen seiner Werke beschreiben zu können, scheinen die Worte von William H. Gass am treffendsten, welcher in seiner Rezension von Coovers „Pricksongs & Descants“ das Leseerlebnis mit einem Kartenspiel vergleicht: „Before us we have several stacks of unread cards, [...] and when, in the course of the game, we discover them, turning their faces like pages toward us they are placed in overlapping layers on the table. There, these thin and definite narrative slices play us, though of course we say that we are playing them.[…] Sharply drawn and brightly painted paragraphs are arranged like pasteboards in ascending or descending scales of alternating colors to compose the story, and the impression that we might scoop them all up and reshuffle, altering not the elements but the order or the rules of play, is deliberate.” In diesen Worten liegt das Geheimnis von Coovers Erzählungen, welche sich bis aufs kleinste Detail in Handlung und Struktur als genauestens durchdacht zeigen. Der Autor zeigt in seinen Werken stets großes Interesse an außergewöhnlichen experimentellen Methoden, die sich mit der objektiven Schilderung von im Grunde alltäglichen und unzweideutigen Ereignissen beschäftigen, deren Verbindung untereinander zwar Kausalität vorweist, was jedoch nicht ausschließt, dass der Leser die Erzählung im Ganzen letztendlich als vollkommen fantastisch und unwahrscheinlich beurteilen muss. Diese Abhandlung macht den Versuch, die Coovers verblüffende Kurzgeschichte "The Babysitter" mit der gleichnamigen Verfilmung mit Alicia Silverstone in der Hauptrolle tiefgehend zu vergleichen und dabei vor allem die Struktur der Short Story, welche im Film kaum imitierbar ist, zu ergründen.
Excerpt (computer-generated)
Robert Coover’s „The Babysitter”
Analyse und Vergleich von Short Story und Film
von: Monika Kirner
Inhaltsverzeichnis
1. Robert Coover und die Metafiktion im Postmodernismus 3
2. Der Vergleich von Coovers Kurzgeschichte „The Babysitter“ mit der Verfilmung „Innocent Babysitter“ 4
2.1 Handlung und Charaktere in Film und Short Story 4
2.1.1 Rahmeninformationen 5
2.1.1.1 Time und Setting 5
2.1.1.2 Narrative Perspective und Point of View 5
2.1.1.3 Erzählzeit und erzählte Zeit 6
2.1.2 Die Charaktere als Stereotypen 7
2.1.2.1 Die sekundären Figuren bei Coover 7
2.1.2.2 Deren Realisierung im Film 8
2.1.2.3 Der Babysitter in Film und Kurzgeschichte 9
2.1.3 Handlungsstränge 11
2.1.3.1 in der Short Story 11
2.1.3.1.1 Skizze zur Veranschaulichung der möglichen Handlungsstränge 14
2.1.3.1.2 Skizze zu der Aufeinanderfolge der Fernsehprogramme 15
2.1.3.2 Abweichungen und Parallelen in der Verfilmung 16
2.2 Struktur und Aufbau 17
2.2.1 in der Kurzgeschichte 17
2.2.2 im Film 17
2.2.2.1 Skizze zur Veranschaulichung 19
2.3 Symbolik in Short Story und Verfilmung 19
2.3.1 Badewanne 19
2.3.2 Pinball-machine 20
2.3.3 Aspirin 21
2.3.4 Das Fernsehen 21
3. Intention von Autor und Regisseur 22
Bibliographie 26
1 Robert Coover und die Metafiktion im Postmodernismus
Sowohl als Vertreter des Postmodernismus als auch durch seine experimentelle Arbeit im Bereich des „hypertext writing“ und des metafiktiven Schreibens, dessen Prinzip die in die Fiktion eingebundene Fiktion ist1, hat sich Robert Coover einen Namen gemacht und auch dementsprechende Anerkennung, beispielsweise in Form des American Academy of Arts and Letters Awards in Literature und des William Faulkner Awards, erhalten.2 Neben Robert Coover haben sich auch Autoren wie John Barth und Jorge Luis Borges dieser „postcontemporary fiction“ oder auch „parafiction“ verschrieben. Diese Literatur hebt sich dadurch ab, dass sie keine eindeutige Realität oder feste Richtlinien aufweist, weil die tatsächliche Existenz dieser Wirklichkeit und die Reflektion derselben nicht eindeutig beweisbar sind.3 Nur wenige allgemeine Voraussetzungen werden von der Literatur dieser Art erfüllt: Sie entbehren alle der Linearität im plot und verstoßen gegen die traditionellen Eigenschaften der Gattung. Der point of view bleibt nie derselbe und der Autor bedient sich meist der Hilfe von Ironie.4
Robert Coovers Werk ist ebenfalls durchwirkt von den eben genannten Komponenten, er hat jedoch auch eine eigene, speziellere Methodik beim Schreiben seiner Short Stories entwickelt, bei welcher er dem Leser jede vermeintliche Sicherheit über die Realität nimmt, indem er die Linearität ständig mit widersprüchlichen Informationen unterbricht.5 Sein Stil ist außerdem deswegen so einzigartig, weil er so facettenreich ist. Sogar Formen wie Märchen, Drama und Roman bringt Coover zu Papier und zeigt dabei seine Fähigkeit, darin im Stil ständig verblüffend zu variieren. Er wendet sich so ununterbrochen von der konventionellen Literatur ab, was das Hauptcharakteristikum seiner Arbeit ist.6 Um den Schreibstil von Robert Coover und das Empfinden beim Lesen seiner Werke beschreiben zu können, scheinen die Worte von William H. Gass am treffendsten, welcher in seiner Rezension von Coovers „Pricksongs & Descants“ das Leseerlebnis mit einem Kartenspiel vergleicht: „Before us we have several stacks of unread cards, [...] and when, in the course of the game, we discover them, turning their faces like pages toward us they are placed in overlapping layers on the table. There, these thin and definite narrative slices play us, though of course we say that we are playing them.[…] Sharply drawn and brightly painted paragraphs are arranged like pasteboards in ascending or descending scales of alternating colors to compose the story, and the impression that we might scoop them all up and reshuffle, altering not the elements but the order or the rules of play, is deliberate.” 7
In diesen Worten liegt das Geheimnis von Coovers Erzählungen, welche sich bis aufs kleinste Detail in Handlung und Struktur als genauestens durchdacht zeigen. Der Autor zeigt in seinen Werken stets großes Interesse an außergewöhnlichen experimentellen Methoden, die sich mit der objektiven Schilderung von im Grunde alltäglichen und unzweideutigen Ereignissen beschäftigen, deren Verbindung untereinander zwar Kausalität vorweist, was jedoch nicht ausschließt, dass der Leser die Erzählung im Ganzen letztendlich als vollkommen fantastisch und unwahrscheinlich beurteilen muss.8
2 Der Vergleich von Coover’s Kurzgesc hichte „The Babysitter“ mit der Verfilmung „Innocent Babysitter“
2.1 Handlung und Charaktere in Film und Short Story
[...]
1 Lois Gordon, Robert Coover – The Universal Fictionmaking Process (Southern Illinois, 1983), S. 5.
2 L. Gordon, Robert Coover, S. 17.
3 L. Gordon, Robert Coover, S. 1.
4 L. Gordon, Robert Coover, S. 5.
5 L. Gordon, Robert Coover, S. 6.
6 L. Gordon, Robert Coover, S. 7.
7 W.H. Gass, Look at me, Look at me, Look at me now, Says this Sparkling, Teasing Prose in: New York Times (19.10.1969).
8 W.H. Gass, Look at me, Look at me, Look at me now, Says this Sparkling, Teasing Prose.
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