Analyse der Verse IV, 393 – 449 der "Aeneis"

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Details
Autor: Moni Kirner
Fach: Latein
Veranstaltung: Vergil, Aeneis IV
Institution/Hochschule: Ludwig-Maximilians-Universität München (Lateinische Philologie)
Jahr: 2003
Seiten: 29
Note: 3
Sprache: Deutsch
Dateigröße: 238 KB
ISBN (E-Book): 978-3-638-26738-0
ISBN (Buch): 978-3-638-72940-6
Zusammenfassung / Abstract
Der Tragödie um Dido, die Königin von Karthago, welche ihren Ehemann Sychaeus durch frühzeitigen Tod verlor und sich trotz ihres Schwures, nie wieder einem anderen Mann ihre Liebe zu schenken, in den Trojaner Aeneas verliebt, widmet Vergil die ersten vier von den insgesamt zwölf Büchern der Aeneis. Im vierten, dem sogenannten Didobuch, spitzt sich die Geschichte zu: Aeneas fügt sich dem Willen der Götter und seinem eigenen Streben, seine Mission, einst Rom zu gründen. Als Dido keine Möglichkeit mehr sieht, ihren Liebsten bei sich zu behalten, fasst sie den Entschluss, Selbstmord zu begehen. Die Verse IV, 416 – 439 bilden den dramatischen Höhepunkt der Geschichte indem sie den letzten verzweifelten Versuch Didos, Aeneas von seiner Abreise aus Karthago abzuhalten, behandeln. Sie sendet dazu Anna zu dem Trojaner um ihre Bitte nochmals vorzubringen, aber Aeneas bleibt bei seinem Entschluss. Er kann sein von den Göttern vorherbestimmtes Fatum nicht hinter seine Liebe zu Dido stellen. Dies stellt die Peripetie des vierten Buches und der gesamten Didotragödie dar und leitet die zur Katastrophe abfallende Handlung ein. Denn nun gibt Dido ihre letzte Hoffnung auf und bereitet sich schon auf ihren Freitod vor.
Textauszug (computergeneriert)
Analyse der Verse IV, 393 - 449 der Aeneis
von: : Monika Kirner
Inhaltsverzeichnis
1. Einordnung des 4. Buches in die Didotragödie 2
2. Besonderer Focus auf die Verse IV, 393 - 449 3
a.) Gesamtwürdigung des Textabschnitts im Hinblick auf das 4. Buch 3
b.) Metrische Analyse der Verse IV 416 - 436 4 I. Skansion und Angabe von Zäsuren
c.) Textkritik und Interpretation mit besonderem Hinblick auf die Kommentare von Servius und Pease 5
d.) Übersetzung der analysierten Verse 26
3. Literaturverzeichnis 28
1. Einordnung des 4. Buches in die Didotragödie
Der Tragödie um Dido, die Königin von Karthago, welche ihren Ehemann Sychaeus durch frühzeitigen Tod verlor und sich trotz ihres Schwures, nie wieder einem anderen Mann ihre Liebe zu schenken, in den Trojaner Aeneas verliebt, widmet Vergil die ersten vier von den insgesamt zwölf Büchern der Aeneis. Im ersten Buch begibt es sich, dass Aeneas auf seine als Jägerin verkleidete Mutter Venus trifft, welche ihm von Didos Flucht nach Afrika und deren Gründung Karthagos berichtet. Aeneas gelangt schließlich, von Venus unsichtbar gemacht, nach Karthago und begegnet dort, plötzlich wieder sichtbar, Dido. Diese lädt Aeneas und seine Gefolgsmänner zu einem Bankett ein. Die Bücher zwei und drei lassen Aeneas von dem Fall Trojas und seiner Reise nach Karthago erzählen. Als er seinen Bericht abgeschlossen hat, ist ihm Dido vollkommen verfallen und ihr Gelöbnis, ihrem verblichenen Gatten treu zu bleiben, beginnt ins Wanken zu geraten. Somit ist auch schon das vierte Buch, das sogenannte Didobuch, erreicht, das mit einer Unterredung zwischen Dido und ihrer Schwester beginnt. In diesem Gespräch vertraut sich ihr Dido bezüglich ihrer Liebe zu Aeneas an und Anna drängt die noch zögerliche und von schlechtem Gewissen geplagte Liebende, sich ihren Gefühlen hinzugeben. Und so bringen sie beide den Göttern, allen voran Juno, der Schirmherrin der Brautpaare, Opfer dar, damit die künftigen Ereignisse unter einem guten Stern stehen.
Lange Zeit wird Dido von ihrer Sehnsucht gequält bis der Tag kommt, an dem Dido und Aeneas sich auf die Jagd begeben. Unterdessen haben Venus und Juno eine Abmachung getroffen, die man für jede von ihnen als Zweckbündnis bezeichnen kann. In dieser Götterintrige einigen sie sich darauf, Dido und Aeneas zusammenzuführen. Als die Jagd der beiden durch ein von Juno hervorgerufenes Unwetter vorzeitig beendet wird, flüchten sich die beiden "zufällig" in dieselbe Höhle und vereinen sich dort. Dido verbirgt ihre Liebe zu Aeneas nicht länger vor der Öffentlichkeit und spricht sogar von einer Ehe mit ihm. Die personifizierte Fama verbreitet sich. Jupiter erfährt durch Iarbas, einen einst von Dido zurückgewiesenen afrikanischen Fürsten, von der Situation und entsendet Merkur, um Aeneas an sein Schicksal, der Gründer Roms zu werden, zu erinnern. Aeneas fügt sich dem Willen der Götter und seinem eigenen Streben, seine Mission zu erfüllen. Er wartet auf einen günstigen Zeitpunkt, um Dido von seinem Vorhaben baldigst abzureisen zu erzählen und weist seine Männer an, die Abfahrt vorzubereiten. Dido aber erahnt Aeneas′ Plan und versucht ihn von seinem Vorhaben abzubringen. Jedoch scheitert der Versuch und selbst als Anna nochmals in ihn dringt und wenigstens noch etwas Zeit erbittet, weicht er nicht von seiner Absicht ab.
Als Dido keine Möglichkeit mehr sieht, ihren Liebsten bei sich zu behalten, fasst sie den Entschluss, Selbstmord zu begehen. Sie schickt die ahnungslose Anna mit dem Vorwand, sie solle einen Scheiterhaufen errichten, um darauf die Dinge, die ihr von Aeneas geblieben waren zu verbrennen, fort. In der letzten Nacht schwankt die Unglückselige noch zwischen letzter Hoffnung und Verzweiflung. Bei Tagesanbruch sieht sie die trojanische Flotte fortsegeln und verflucht Aeneas und die Seinen und verheißt ihm ewige Feindschaft von Seiten der Karthager. Schließlich besteigt sie den von ihrer Schwester errichteten Scheiterhaufen und tötet sich selbst mit dem Schwert, welches ihr Aeneas einst gegeben hatte. Anna, die zu spät Didos wahres Vorhaben erkannt hat, kann sie nicht mehr aufhalten. Proserpina nimmt Didos vorzeitigen Tod erst an, als Juno Iris entdendet, um eine Locke der Dido zu holen und sie den Toten weiht.
2. Besonderer Focus auf die Verse IV, 393 - 449
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