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Neue Handlungsperspektiven aus dem Konzept der Hartz-Kommission zum Umgang mit Erwerbslosigkeit

Termpaper, 2003, 28 Pages
Author: Tanja Schmidt
Subject: Psychology - Social Psychology

Details

Category: Termpaper
Year: 2003
Pages: 28
Grade: bestanden
Language: German
Archive No.: V23662
ISBN (E-book): 978-3-638-26741-0
ISBN (Book): 978-3-638-72672-6
File size: 267 KB

Abstract

Das Thema der Erwerbslosigkeit und der gesellschaftliche Umgang mit diesem Problem werden unsere Gesellschaft auch weiterhin beschäftigen und eine Fülle an Fragen aufwerfen. Mit dem Hartz-Konzept, das die Bundesregierung umsetzen will, soll das bestehende System grundlegend verändert und die Arbeitslosenzahlen merklich reduziert werden, im Vorwort des Konzepts sprechen die Verfasser von einem Abbau „von 2 Millionen Arbeitslosen in drei Jahren“ (HARTZ, S. 5). In der vorliegenden Hausarbeit werden zunächst die Module „PSA“ und „Ich-AG“ vorgestellt und anschließend mit dem bisherigen wissenschaftlichen Wissen über Stressbewältigung und der Entwicklung eigener Handlungsstrategien verglichen. Ziel wird sein zu ermitteln, ob die Hartz-Module aus wissenschaftlicher Sicht wirksam dazu beitragen, die Phase von Arbeitslosigkeit besser bewältigen zu können bzw. gar nicht erst entstehen zu lassen. Folgende Konzepte der Stressforschung werden vorgestellt: 1. Streß als Anpassungsversuch des Organismus (der reaktionsorientierte Ansatz nach Selye) 2. Streß-Auslöser (der reiz-, anforderungs- oder situationsorientierte Ansatz) 3. Streß als Wechselwirkung zwischen Person und Umwelt (der transaktionale und kognitive Ansatz nach Lazarus & Launier) 4. Darstellung der Handlungsregulationstheorie nach Hacker und Volpert 5. Das TOTE-Modell nach Miller, Galanter und Pribram 6. Die Vergleichs-, Veränderungs- und Rückkopplungseinheit nach Hacker und Volpert 7. Das operative Abbildsystem (OAS) als Grundbedingung für menschliches Handeln 8. Erwerb neuer Kompetenzen durch ganzheitliches Lernen


Excerpt (computer-generated)

Neue Handlungsperspektiven aus dem Konzept
der Hartz-Kommission zum Umgang mit Erwerbslosigkeit

 

 

von: Tanja Schmidt

1. Einleitung 2

1.1. Personal-Agenturen (PSA) und ICH-AG als Beispiele zur Eröffnung neuer Handlungsstrategien für Erwerbslose 2

1.1.1 Personal-Service-Agenturen (PSA) 2-4
1.1.2 ICH-AG 4-5

2. Darstellung theoretischer Konzepte 6-7

2.1. Streß als Anpassungsversuch des Organismus (der reaktionsorientierte Ansatz nach Selye) 7-9
2.2. Streß-Auslöser (der reiz-, anforderungs- oder situationsorientierte Ansatz) 10
2.3. Streß als Wechselwirkung zwischen Person und Umwelt (der transaktionale und kognitive Ansatz nach Lazarus & Launier) 10-16
2.4. Wie Handlungsstrukturen entwickelt werden: Darstellung der Handlungsregulationstheorie nach Hacker und Volpert 16-21

2.4.1. Das TOTE-Modell nach Miller, Galanter und Pribram 16-18
2.4.2. Die Vergleichs-, Veränderungs- und Rückkopplungseinheit nach Hacker und Volpert 19
2.4.3. Das operative Abbildsystem (OAS) als Grundbedingung für menschliches Handeln 19-20
2.4.5. Erwerb neuer Kompetenzen durch ganzheitliches Lernen 20-21

3. Neue Perspektiven? - Eine Zusammenfassung 22-26

4. Quellenverzeichnis 27

 

 

 

 

 

1. Einleitung

Die Arbeitslosenzahlen in der Bundesrepublik Deutschland sind immer wieder Gegenstand heißer Diskussionen in der Öffentlichkeit. Gibt es wirklich so viele Arbeitslose oder sind das angeblich nur solche, die keine Arbeit wollen? Liegt die Dunkelziffer womöglich höher? Wird die Wirtschaft doch wieder Personal einstellen, und in welchen Branchen wird dies der Fall sein? Wie kann Arbeit bezahlbarer werden, wie können Personalkosten eingespart werden? Das Thema der Erwerbslosigkeit und der gesellschaftliche Umgang mit diesem Problem werden unsere Gesellschaft auch weiterhin beschäftigen und eine Fülle an Fragen aufwerfen. Mit dem Hartz-Konzept, das die Bundesregierung umsetzen will, soll das bestehende System grundlegend verändert und die Arbeitslosenzahlen merklich reduziert werden, im Vorwort des Konzepts sprechen die Verfasser von einem Abbau "von 2 Millionen Arbeitslosen in drei Jahren" (HARTZ, S. 5). In der vorliegenden Hausarbeit werden zunächst die Module "PSA" und "Ich-AG" vorgestellt und anschließend mit dem bisherigen wissenschaftlichen Wissen über Stressbewältigung und der Entwicklung eigener Handlungsstrategien verglichen. Ziel wird sein zu ermitteln, ob die Hartz-Module aus wissenschaftlicher Sicht wirksam dazu beitragen, die Phase von Arbeitslosigkeit besser bewältigen zu können bzw. gar nicht erst entstehen zu lassen. Die Gruppe der Erwerbslosen ist heterogen und sicherlich größer als die statistisch ermittelte Arbeitslosenzahl: Menschen unterschiedlicher Herkunft, Ausbildung, persönlicher Qualifikation und unterschiedlicher Ressourcen treten aus unterschiedlichen Gründen auf dem Arbeitsmarkt in Erscheinung. Wie kann das Hartz-Konzept darauf Antworten geben? Welche Schwierigkeiten können sich ergeben? Auch für solche Fragestellungen möchte ich den Leser sensibilisieren.

1.1. Personal-Service-Agenturen (PSA) und ICH-AG als Beispiele zur Eröffnung neuer Handlungsstrategien für Erwerbslose

1.1.1. Personal-Service-Agenturen (PSA) S. 42-43

Nach den Vorschlägen der Hartz-Kommission sollen durch die Arbeitsämter sog. PersonalServiceAgenturen (PSA) eingerichtet werden mit dem Ziel, Arbeitssuchende möglichst schnell wieder in den 1. Arbeitsmarkt zu integrieren bzw. zu vermeiden, dass Menschen sich überhaupt erst arbeitslos melden müssen ("Klebeeffekt", vgl. HARTZ, S. 29 u. 147, Punkt 1). PSA′s betreiben nach dem Vorbild von Zeitarbeitsfirmen vermittlungsorientierte Arbeitnehmerüberlassung auf Basis des Arbeitnehmerüberlassungsgesetzes: Der Arbeitssuchende wird von der PSA eingestellt und an eine Drittfirma vermittelt und ist damit wieder sozialversicherungspflichtig tätig (vgl. HARTZ, S. 29 u. 147 Punkt 3). Die Bezahlung erfolgt während der Probezeit in Höhe des Arbeitslosengeldes (netto), im Anschluss daran in Höhe des tariflich vereinbarten PSA-Lohns. Wird der Arbeitssuchende von der Firma übernommen, erhält er den dort üblichen Lohn. Der Arbeitnehmer soll an einem eventuellen Mehrerlös, der durch den Einsatz im Entleihbetrieb erwirtschaftet wird, beteiligt werden, um zusätzlichen Anreiz zu schaffen. Wird er vor Erwerb neuer Ansprüche - also innerhalb der nächsten 12 Monate - erneut arbeitslos, so hat er Anspruch auf die vor PSA-Eintritt verbliebene Restdauer seines Arbeitslosengeldes (vgl. HARTZ, S. 29 u. 147, Punkt 5 u. S. 152f).

[...]


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