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Eine kurze Werkanalyse von Hermann Hesses "Unterm Rad" close

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Eine kurze Werkanalyse von Hermann Hesses "Unterm Rad"

Termpaper, 2003, 14 Pages
Author: Nicole Streich
Subject: German Studies - Modern German Literature

Details

Event: Werk eines Autors: H. Hesse
Institution/College: University of Dusseldorf "Heinrich Heine" (Neuere Germanistik)
Tags: Eine, Werkanalyse, Hermann, Hesses, Unterm, Werk, Autors, Hesse
Category: Termpaper
Year: 2003
Pages: 14
Grade: 1,7
Language: German
Archive No.: V23720
ISBN (E-book): 978-3-638-26790-8
ISBN (Book): 978-3-638-75985-4
File size: 156 KB

Abstract

„Unterm Rad“ gehört zu den frühen Erzählungen von Hermann Hesse. Sie entstand im Jahre 1903, wurde jedoch erst im Herbst 1905 (mit der Jahreszahl 1906 versehen) veröffentlicht. „Unterm Rad“ nimmt im Gesamtwerk Hermann Hesses einen bedeutenden Platz ein, zum einen aufgrund der großen Beliebtheit der Erzählung – sie wurde zwischen 1906 und 1979 in 16 Sprachen übersetzt – zum anderen, weil eine starke emotionale Bindung des Autors an sein Werk deutlich erkennbar ist. „Unterm Rad“ zeigt das Schicksal des begabten Jungen Hans Giebenrath, der unter dem Druck von Vater und Erziehern eine Rolle aufgedrängt bekommt, die ihm nicht entspricht und der er nicht standhalten kann. So wählte Hermann Hesse den Titel „Unterm Rad“ ganz bewusst, denn die Hauptfigur Hans gerät ohne Zweifel unter das Rad des Lebens. Hesse berichtet hier aus eigener Erfahrung, wie wir später noch deutlich feststellen werden. Der Titel seiner Erzählung galt jedoch vorwiegend seinem jüngeren Bruder Hans, der zum Vorbild des Hans Giebenrath wurde. Diesen habe man „weil er ehrlich war, fast umgebracht. Der ist auch, seit sie ihm in der Schule das Rückrat gebrochen haben, immer unterm Rad geblieben“1, so berichtete Hesse kurz nach Fertigstellung seiner Erzählung „Unterm Rad“ im Jahre 1904.


Excerpt (computer-generated)

Hermann Hesse -
Unterm Rad. Eine Werkanalyse

 


von: Nicole Streich

Inhaltsverzeichnis

1. Einführung in „Unterm Rad“  2

1.1. Hermann Hesse vor 1906 2-4
1.2. Parallelen zu „Unterm Rad“  4-5

2. Die Bedeutung der Figuren in „Unterm Rad“  5

2.1. Hauptfiguren der Erzählung  5-7
2.2. Hans Giebenrath und Hermann Heilner in Bezug zu Hesse 8

3. Der Lebenskonflikt Hans Giebenraths  9

3.1. Hans Giebenraths Selbstentfremdung 9-10
3.2. Hans Giebenraths Suche nach der eigenen Identität  10-12

4. Literaturliste 13

 


 


1. Einführung in „Unterm Rad“

„Unterm Rad“ gehört zu den frühen Erzählungen von Hermann Hesse. Sie entstand im Jahre 1903, wurde jedoch erst im Herbst 1905 (mit der Jahreszahl 1906 versehen) veröffentlicht.

„Unterm Rad“ nimmt im Gesamtwerk Hermann Hesses einen bedeutenden Platz ein, zum einen aufgrund der großen Beliebtheit der Erzählung – sie wurde zwischen 1906 und 1979 in 16 Sprachen übersetzt – zum anderen, weil eine starke emotionale Bindung des Autors an sein Werk deutlich erkennbar ist. „Unterm Rad“ zeigt das Schicksal des begabten Jungen Hans Giebenrath, der unter dem Druck von Vater und Erziehern eine Rolle aufgedrängt bekommt, die ihm nicht entspricht und der er nicht standhalten kann. So wählte Hermann Hesse den Titel „Unterm Rad“ ganz bewusst, denn die Hauptfigur Hans gerät ohne Zweifel unter das Rad des Lebens. Hesse berichtet hier aus eigener Erfahrung, wie wir später noch deutlich feststellen werden. Der Titel seiner Erzählung galt jedoch vorwiegend seinem jüngeren Bruder Hans, der zum Vorbild des Hans Giebenrath wurde. Diesen habe man „weil er ehrlich war, fast umgebracht. Der ist auch, seit sie ihm in der Schule das Rückrat gebrochen haben, immer unterm Rad geblieben“1, so berichtete Hesse kurz nach Fertigstellung seiner Erzählung „Unterm Rad“ im Jahre 1904.

1.1. Hermann Hesse vor 1906

Inwiefern in der Erzählung „Unterm Rad“ Aspekte aus Hermann Hesses eigener Jugend wiedergespiegelt werden, zeigt Hesses Lebensweg von 1890 bis 1898. Hermann Hesses Leistungen in der Volksschule waren so vielversprechend, dass er 1890 mit 12 Jahren auf die Lateinschule in Göppingen kam, um sich auf das württembergische Landesexamen vorzubereiten, das die Voraussetzung für eine kostenlose Ausbildung zum evangelischen Theologen im „Tübinger Stift“ war.

[...]


1 Hermann Hesse in einem Brief an Karl Isenberg vom 25.11.1904


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