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Scholarly Paper (Advanced Seminar), 2004, 28 Pages
Author: Dajana Gleim
Subject: German - Pedagogy, Didactics, Literature Studies
Details
Institution/College: Karlsruhe University of Education (Fachdidaktik Deutsch)
Tags: Textwissenschaftliche, Analyse, Kurzgeschichte, Tochter, Peter, Bichsel, Kurze, Geschichten, Kurzgeschichten, Unterricht
Year: 2004
Pages: 28
Grade: sehr gut
Language: German
ISBN (E-book): 978-3-638-27010-6
File size: 220 KB
die Kurzgeschichte "Die Tochter" wird fachwissenschaftlich analysiert u. im Anschluss wird der didaktische Wert für die Schule, Lernziele etc. erörtert
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Excerpt (computer-generated)
Textwissenschaftliche und fachdidaktische Analyse
der Kurzgeschichte „Die Tochter“ von Peter Bichsel
von: Dajana Gleim
Inhaltsverzeichnis
I. Einleitung 1
II. Fachwissenschaftliche Analyse 3
1. Textbeschreibung 3
a) Handlung, Gliederung und Aufbau 3
b) Figurenkonstellation 5
c) Der Titel 7
d) Erzählsituation 8
e) Sprache 11
f) Struktur und Textsorte 12
2. Textinterpretation 13
III. Fachdidaktische Analyse 15
1. Der didaktische Wert der Kurzgeschichte 15
2. Die Kurzgeschichte „Die Tochter“ 16
3. Allgemeine Lernziele 17
a) Handlung, Gliederung, Aufbau 17
b) Erzählsituation 18
c) Titel 18
d) Sprache 19
e) Figuren 19
f) Struktur und Textsorte 21
g) Textinterpretation 21
3. Bezug zum Bildungsplan 22
IV. Bibliographie 25
I. Einleitung
In der deutschen Literatur taucht der Begriff „Kurzgeschichte“ zum ersten mal im Laufe der zwanziger Jahre des 20. Jahrhundert s auf. Wortbedeutung und Gebrauch sind allerdings in dieser Phase keineswegs klar definiert. Eine Kurzgeschichte ist demnach zwar eine relativ kurze Geschichte, aber nicht jede Geschichte ist auch eine Kurzgeschichte. 1 Die Kurzgeschichte zählt zum „unaufgeklärtesten „Typus“ literarischen Ausdrucks“ und ist die poetologisch umstrittenste Gattung. 2 Doderer führt dies u.a. auf die Entstehungsgeschichte und das geringe Alter des Begriffes zurück, sowie auf vernachlässigte Formuntersuchungen in der deutschen Literaturwissenschaft. 3 Seine Arbeiten gehen davon aus, dass die Kurzgeschichte sich als selbständige Gattung neben anderen epischen Kurzformen herausgebildet hat. Als Vorläufer können hier die Anekdote, die Novelle und die short story genannt werden. Nach Kilchenmann vollzieht sich der eigentliche Durchbruch der Kurzgeschichte, als eigene Form, erst unmittelbar nach dem zweiten Weltkrieg, weil sie „mit ihrer Möglichkeit der dokumentarischen Zeugenaussage über menschliche Wirklichkeit (...) dem Lebensgefühl (...) der Trümmerwelt von 1945 am besten entsprach“. Der Mensch steht „mit seiner Not, mit seinem Anliegen im Mittelpunkt“. 4 Die jungen Schriftsteller versuchten eine neue Form zu finden, „der es möglich ist, sich der rapide veränderten Welt anzupassen und quecksilberhaft, chamäleonartig und lebendig jeder unerwarteten Situation gerecht zu werden“. 5 Die Kurzgeschichte drückt damit di e ständige Veränderung der Gegenwart aus und darf deshalb, nach Kilchenmann, „keine feste Form aufweisen“. 6 Folglich ist die Form von besonderer Wichtigkeit, sie ist Teil des Inhalts. Die beiden wichtigsten Versuche zu einer Typologie der Kurzgeschichte stammen von Doderer (1953) und Höllerer (1967). Zusammenfassend lässt sich jedoch sagen, dass keiner der beiden Typologisierungsversuche als zufriedenstellend angesehen werden kann, „weil keiner die Variabilität des Phänomens Kurzgeschichte in seiner chamäleonartigen Differenzierung abzudecken vermag“. Es gibt also nicht die Kurzgeschichte, sondern nur Kurzgeschichten. 7 Dennoch lassen sich bestimmte inhaltliche und formale Kriterien isolieren, die auf einen Großteil der Kurzgeschichten zutreffen, au ch wenn nicht das gesamte Feld abgedeckt werden kann. Dazu zählen die Kürze, die Offenheit, die Alltäglichkeit und die Symbolhaftigkeit. 8
Mit Kürze ist gemeint, dass die Kurzgeschichte „auf den Augenblick hin komponiert ist“ und beispielsweise einen „Ausschnitt au s einem Geschehen“ gestaltet. Sie muss demnach „raffen, aussparen und konzentrieren“, das bedeutet, es wird auf eine „allmähliche Entwicklung von Figuren oder Handlungen verzichtet“. Durch die Kürze besteht ein Zwang zu „höchster künstlerischer Ökonomie“, d.h. das Detail hat eine erhebliche Funktion im Ganzen. 9 Ein weiteres Merkmal ist die Offenheit, die besagt, dass der Schluss der Kurzgeschichte meist „unerwartet und offen“ ist, ein Problem bleibt ungelöst oder eine Handlung unabgeschlossen. Zudem enthält sie keine „Moral“. 10 Desweiteren bewegt sich die Kurzgeschichte im Bereich des Alltäglichen. Sie zeigt zwar durchaus „Grenzsituationen“, aber es gibt keinen „Held“ und die Welt wird nicht „idealisiert“. Dies macht sich auch in der Sprache bemerkbar. 11 Mit Symbolhaftigkeit meint Gerth, dass die Kurzgeschichte über sich hinaus weist, in dem Sinne, dass sie eine allgemeine Begebenheit der Welt oder des Lebens beleuchtet. 12 In der folgenden Arbeit wird die Kurzgeschichte Die Tochter von Peter Bichsel fachwissenschaftlich analysiert und der didaktische Wert für die Schule erörtert.
II. Fachwissenschaftliche Analyse
1. Textbeschreibung
a) Handlung, Gliederung und Aufbau
[...]
1 Salzmann, Wolfgang: Stundenblätter Kurzge schichten für die Sekundarstufe I, S. 11
2 Kilchenmann, Ruth J.: Die Kurzgeschichte, S. 9
3 Doderer, Klaus: Die Kurzgeschichte in Deutschland, S. 8
4 Kilchenmann, Ruth J.: Die Kurzgeschichte, S. 187
5 Ebd. S. 188
6 Ebd. S. 194
7 Salzmann, Wolfgang: Stundenblätter Kurzgeschichten für die Sekundarstufe I, S. 13f.
8 Gerth, Klaus: Die Kurzgeschichte in der Schule, S. 90
9 nach Ebd. S. 90
10 nach Ebd. S. 91
11 nach Ebd.
12 nach Ebd.
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