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Seminararbeit, 2001, 20 Seiten
Autor: Magistra Artium Melanie Kindermann
Fach: Germanistik - Neuere Deutsche Literatur
Details
Institution/Hochschule: Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg (Germanistisches Seminar)
Tags: Frauenbild, Friedrich, Schillers, Trauerspiel, Maria, Stuart, Proseminar, Schiller, Stuart, Jungfrau, Orleans
Jahr: 2001
Seiten: 20
Note: 2,7
Sprache: Deutsch
ISBN (E-Book): 978-3-638-27053-3
ISBN (Buch): 978-3-638-78178-7
Dateigröße: 243 KB
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Zusammenfassung / Abstract
In seinem Trauerspiel Maria Stuart, das im Jahr 1800 uraufgeführt wurde, hat Friedrich Schiller zwei Königinnen als Hauptfiguren gewählt. Was will Schiller hiermit aufzeigen? In welcher Hinsicht lässt er die Charaktere sich entwickeln? Ist es am Ende möglich, dass Frauen der Herrscheraufgabe gewachsen sind, ohne sich selbst zu entfremden? Die vorliegende Arbeit soll das Frauenbild, das Schiller hatte, genauer untersuchen. Außerdem sollen die für seine Theorien grundlegenden Begriffe "Freiheit", "Schöne Seele" und "Erhabenheit" erklärt werden.
Textauszug (computergeneriert)
Das Frauenbild in Friedrich Schillers
Trauerspiel „Maria Stuart“
von: Melanie Kindermann
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung 1
2. Schillers Begriffe von Freiheit, Schöner Seele und Erhabenheit 2
2.1 Schillers Freiheitsbegriff 2
2.2 Schillers Begriff der Schönen Seele 3
2.3 Schillers Begriff der Erhabenheit 4
3. Schillers bürgerliches Frauenbild 5
4 Das Frauenbild in Maria Stuart 7
4.1 Schillers bürgerliches Frauenbild in Maria Stuart 7
4.2 Maria – schöne Seele oder erhabener Charakter 10
4.3 Elisabeth – Darstellung unnatürlicher Weiblichkeit 14
5. Schlussbetrachtung 16
6. Literaturverzeichnis 18
1. Einleitung
Mächtig seyd ihr, ihr seyds durch der Gegenwart ruhigen Zauber, Was d i e s t i l l e n i c h t w i r k t , w i r k e t d i e r a u s c h e n d e n i e . Kraft erwart´ ich vom Mann, des Gesetzes Würde behaupt´ er, Aber durch Anmuth allein herrschet und herrsche das Weib. Manche zwar haben geherrscht durch des Geistes Macht und der Thaten, Aber dann haben sie dich, höchste der Kronen, entbehrt. Wahre Königinn ist nur des Weibes weibliche Schönheit, Wo s i e s i c h z e i g e , s i e h e r r s c h t , h e r r s c h e t b l o ß w e i l s i e sich zeigt.
In diesem Gedicht „Macht des Weibes“1 Schillers aus dem Jahr 1797 wird seine Sichtweise bezüglich der Geschlechter deutlich. Sowohl dem Mann als auch der Frau weist er bestimmte Eigenschaften und Aufgaben zu. Auch seine Meinung über das Unvermögen der Frau, Herrscheraufgaben zu übernehmen, kommt in dem Gedicht klar zum Ausdruck. Dennoch hat Schiller in seinem Trauerspiel Maria Stuart, das im Jahr 1800 uraufgeführt wurde, zwei Königinnen als Hauptfiguren gewählt. Was will Schiller hiermit aufzeigen? In welcher Hinsicht lässt er die Charaktere sich entwickeln? Ist es am Ende dennoch möglich - entgegen seinem eigentlichen Verständnis – dass Frauen der Herrscheraufgabe gewachsen sind, ohne sich selbst zu entfremden?
Die vorliegende Arbeit soll das Frauenbild, das Schiller hatte untersuchen. Erst sollen die für seine Theorien grundlegenden Begriffe Freiheit, Schöne Seele und Erhabenheit erklärt werden, um die darauffolgenden Punkte deutlicher zu machen. Im anschließenden Kapitel wird Schillers allgemeines Frauenbild deutlich gemacht und daraufhin gezeigt, inwiefern sich dieses in Maria Stuart wiederfinden lässt. Danach soll die jeweilige Entwicklung der Charaktere der beiden weiblichen Hauptfiguren Maria Stuart und Elisabeth in Bezug auf das Schillersche Frauenbild untersucht werden. Hierbei sollen hinsichtlich Marias Entwicklung Thesen zweier Interpretationen untersucht und kommentiert, anschließend Elisabeths Charakter untersucht werden. In der Schlussbetrachtung soll mit Blick auf Schillers Frauenbild kurz zusammengefasst werden, ob und inwiefern Maria Stuart und Elisabeth scheitern müssen.
2. Schillers Begriffe von Freiheit, Schöner Seele und Erhabenheit
[...]
1 aus: Schiller, Gedichte in der Reihenfolge ihres Erscheinens 1776-1799, S.286
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