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Das Trancephänomen in Wolfram von Eschenbachs „Parzival“

Seminararbeit, 2001, 15 Seiten
Autor: Petra Leitmeir
Fach: Germanistik - ältere Deutsche Literatur, Mediävistik

Details

Veranstaltung: GK C ÄdL „Traurige Helden"
Institution/Hochschule: Freie Universität Berlin (Institut für deutsche und niederländische Philologie)
Tags: Trancephänomen, Wolfram, Eschenbachs, Helden
Kategorie: Seminararbeit
Jahr: 2001
Seiten: 15
Note: 2
Literaturverzeichnis: ~ 6  Einträge
Sprache: Deutsch
Archivnummer: V24139
ISBN (E-Book): 978-3-638-27079-3

Dateigröße: 185 KB
Anmerkungen :
Mit „sus begunder sich verdenken“, umschreibt Wolfram von Eschenbach selbst den Trancezustand Parzivals in der sogenannten Blutstropfenepisode. Trance, was ist das? Was passiert mit der erlebenden Person während eines solchen Zustands? Die Arbeit stellt drei verschiedene Deutungsansätze vor, die sich der Frage widmen, wie die Blutstropfenepisode verstanden werden kann, und vergleicht diese in einem extra Kapitel miteinander.


Zusammenfassung / Abstract

Mit „sus begunder sich verdenken“, umschreibt Wolfram von Eschenbach selbst den Trancezustand Parzivals in der sogenannten Blutstropfenepisode. Trance, was ist das? Was passiert mit der erlebenden Person während eines solchen Zustands? Die Arbeit stellt drei verschiedene Deutungsansätze vor, die sich der Frage widmen, wie die Blutstropfenepisode verstanden werden kann, und vergleicht diese in einem extra Kapitel miteinander.


Textauszug (computergeneriert)

Das Trancephänomen in Wolfram von
Eschenbachs „Parzival“

 


von: Petra Leitmeir

Inhaltsverzeichnis

I) Einführung 2

II) Deutungsansätze 3

1) Der astrologische Ansatz von Walter Blank 3
2) Der psychologische Ansatz von Klaus Ridder 5
3) Der soziologische Ansatz von Walter Delabar 6

III) Vergleich der Ansätze und Deutung am Text 8

 


 

 

I) Einführung

„sus begunder sich verdenken“1 umschreibt Wolfram von Eschenbach selbst den Trancezustand Parzivals in der sogenannten Blutstropfenepisode. Trance, was ist das? Was passiert mit der erlebenden Person während eines solchen Zustands? In welchem imaginären Raum befindet sich die Person? Welches Moment löst die Trance aus? Dies alles waren Fragen, die mich bei der Themenwahl leiteten. Bei einem Blick in die Sekundärliteratur wird sofort ein Problem offenkundig: In seiner Undurchsichtigkeit ist der Trancezustand wenig greifbar. Steigert sich dadurch die Interessantheit des Themas, ist aber auch die Deutung umso komplexer, nicht zuletzt, weil das Wesen der Trance in der mittelalterlichen Literatur nicht unbedingt dem entsprechen muß, was wir heute darunter verstehen. Die Bewußtheit eines Seeleninnenraums und damit auch ein psychologisches Verständnis solcher Phänomene existierte im Mittelalter noch nicht. Sie entstand erst im 17./ 18. Jahrhundert. Trotzdem wird auch bei Eschenbach schon deutlich, daß die in Trance befindliche Person in einen „anderen, imaginären Raum“ eintritt und die „äußere, materielle Realität“ für einen bestimmten Zeitraum verläßt. Für die Interpretationen solch eines Zustands der „Unerreichbarkeit“ bedeutet das, daß sie letztlich allesamt „von außen“ herangetragen werden müssen. Daher ist es nicht verwunderlich, wenn die Ansätze in der Sekundärliteratur zum Trancephänomen in Wolfram von Eschenbachs ‚Parzival‘ an völlig unterschiedlichen Fragestellungen ansetzen um sich dem Phänomen auf greifbare Art und Weise zu nähern. Hier soll trotz aller Unterschiedlichkeit ein Vergleich der verschiedenen Ansätze von Walter Blank, Klaus Ridder und Walter Delabar versucht, und diese auf Ihre Funktionalität zur Erklärung von Parzivals Trancezustand hin überprüft werden. Zuletzt soll die betreffende Textstelle selbst herangezogen werden, um zu sehen, was sie selbst für Erklärungen liefert.

II) Deutungsansätze

1) Der astrologische Ansatz von Walter Blank

[...]


1 von Eschenbach, Wolfram: Parzival. Studienausgabe. Mittelhochdeutscher Text nach der sechsten Ausgabe von K. Lachmann. Übersetzung von P. Knecht. Einführung zum Text von B. Schirok, Berlin und New York 1998, (283/ 16). Im weiteren Textverlauf sind die Belegstellen der mittelalterlichen Zitate direkt in den laufenden Text eingefügt, wohingegen die Belegstellen der Zitate aus der Sekundärliteratur in Fußnoten erscheinen.


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