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Empfindsamkeit im Briefroman- Sophie von la Roche: Die Geschichte des Fräuleins von Sternheim

Scholary Paper (Seminar), 2000, 19 Pages
Author: Petra Leitmeir
Subject: German Studies - Modern German Literature

Details

Category: Scholary Paper (Seminar)
Year: 2000
Pages: 19
Grade: 2
Bibliography: ~ 7  Entries
Language: German
Archive No.: V24142
ISBN (E-book): 978-3-638-27082-3

File size: 233 KB
Notes :
Die Arbeit besteht aus 2 voneinander unabhängigen Teilen: Teil 1 untersucht die Gefühlsdarstellung der Protagonisten der Geschichte des Fräuleins von Sternheim und ist separat von Teil 2 verwendbar (S.1-10). Teil 2 fasst die Hauptthesen eines Texts von Albrecht Koschorke zum Thema Alphabetisation und Empfindsamkeit zusammen.



Excerpt (computer-generated)

Empfindsamkeit im Briefroman
Sophie von La Roche:
Die Geschichte des Fräulein von Sternheim

 


von: Petra Leitmeir

Inhaltsverzeichnis

I) Empfindsamkeit 2

1. Begriff 2
2. Zeitliche Einordnung 2
3. Herkunft des Begriffes 2
4. Sozialgeschichtlicher Aspekt 3
5. Empfindsamkeit als literarische und ästhetische Gattung 3

II) Sophie von La Roche  4

1. Biographische Eckdaten 4
2. Zur Geschichte des Fräuleins von Sternheim 4

III) Die Darstellung von Gefühl in der Geschichte des Fräuleins von Sternheim 5

1. Zur Form des Briefromans 5
2. Zur Unterschiedlichkeit der Gefühle bei den ProtagonistInnen 6

a) Gefühl bei Sophie 6
b) Gefühl bei Lord Rich  7
c) Gefühl bei Lord Seymour 8
d) Gefühl bei Lord Derby 9
e) Fazit 10

IV) Albrecht Koschorke: Alphabetisation und Empfindsamkeit  11

1. Hauptansatz 11
2. Die Argumentation der einzelnen Paragraphen 11

a) Affekte und Abwesenheit 11
b) Entstehung „imaginierter Unmittelbarkeit“  12
c) Empfindsamkeit und soziale Opposition und die Absenz der Innerlichkeit  13
d) Seelenfreundschaft als Modell der Überwindung von Körperlichkeit  13
e) Zum Verhältnis von Sprache und Empfindung 14
f) Zusammenhang mit dem Weiblichkeitsideal der Empfindsamkeit und dem Tugendbegriff 15
g) Auswirkungen auf den Literaturbegriff  15


 

 


 

I) Empfindsamkeit

1. Begriff

Der Begriff der Empfindsamkeit taucht zuerst 1760 in Übersetzungen aus dem Englischen zunächst in zwei Bedeutungskontexten auf. Erstens als„moralische Zärtlichkeit“, das heißt im Sinne freundschaftlicher und verwandtschaftlicher Gefühle, vor allem der Liebe. Dies bezeichnet auch die „Tugendempfindsamkeit“. In einem zweiten Bedeutungskontext meint Empfindsamkeit die Fähigkeit, sinnliche Empfindungen wahrzunehmen im Sinne einer „physischen Empfindsamkeit“ der Nerven und Organe. Dem Begriff entsprechen im pejorativen Gebrauch die Worte „sentimental“, „sentimentalisieren“, „Sentimentalist“.1

2. Zeitliche Einordnung

Als Tendenz tritt die Empfindsamkeit bereits zwischen 1740 und 1760 als „Zärtlichkeit“ vor allem in moralisierenden Wochenschriften auf. Sie avanciert zur literarischen Modeerscheinung zwischen 1760 und 1770. Vorläufer der literarischen Tendenz in Deutschland sind die englische Sentimental Comedy (ab 1700) und die Romane von Samuel Richardson und Laurence Sterne (ab 1740). In Deutschland verliert sich der moralische Anspruch der Empfindsamkeit in der Romantik und wird psychologisch und ästhetisch ersetzt.2

3. Herkunft des Begriffes

[...]


1 Sauder Gerhard: Empfindsamkeit. In: Killy Walther: Literatur Lexikon. Bd. 13. Bertelsmann Lexikon Verlag. Güthersloh/ München 1992, S.202-206
2 Sauder, a.a.O.


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