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Franziska zu Reventlow als Maria, Susanna und Herr Dame - Grenzen weiblicher Lebensführung um die Jahrhundertwende

Seminararbeit, 2001, 19 Seiten
Autor: Petra Leitmeir
Fach: Germanistik - Neuere Deutsche Literatur

Details

Kategorie: Seminararbeit
Jahr: 2001
Seiten: 19
Note: 1
Literaturverzeichnis: ~ 16  Einträge
Sprache: Deutsch
Archivnummer: V24143
ISBN (E-Book): 978-3-638-27083-0

Dateigröße: 198 KB
Anmerkungen :
Franziska zu Reventlow reflektiert in ihrem autobiographischen Roman „Herr Dames Aufzeichnungen“ das hauptsächlich auf Bachofen zurückgehende Frauenbild des Münchner Kosmiker Kreises kritisch. Die Arbeit untersucht, inwiefern Franziska zu Reventlow in diesem Frauenbild gefangen bleibt und wo sie sich daraus befreien kann.



Textauszug (computergeneriert)

Franziska zu Reventlow als
Maria, Susanna und Herr Dame-
Grenzen weiblicher Lebensführung um die Jahrhundertwende

 


von: Petra Leitmeir

Inhaltsverzeichnis

I) Einleitung 2

II) Konzepte von Weiblichkeit um die Jahrhundertwende 2

1. Das Frauenbild der Kosmiker: Bachofen, Simmel und der „Hetärismus“ 2
2. Andere Weiblichkeitsdiskurse um die Jahrhundertwende 4

2.1. Die Frau als Dämon 4
2.2. Bürgerliche Konzepte in Abgrenzung zum Sozialismus 5

III) Weiblichkeit in Herr Dames Aufzeichnungen 6

1. Herr Dame 6
2. Maria und Susanna 8

2.1. Maria 8
2.2. Susanna 10

IV) Positionierung und Bewertung Reventlows 12

 


 

 

I) Einleitung

Einen „Schlüsselroman“ nannte Franziska Gräfin zu Reventlow ihre „Herrn Dames Aufzeichnungen“. Wegen seiner Aussagekraft über die Vorgänge innerhalb des Münchner „Kosmiker- Kreises“ wird ihm in der Forschung seine Bedeutung zugemessen. Sein direkter Bezug zu realen Begebenheiten gibt dem Rom an doch gerade im Hinblick auf seine Autorin noch eine weitere Dimension: Er enthält in der Darstellung der Frauenfiguren Maria und Susanna, sowie in der „Zwitterfigur“ Herr Da me Einblick in einen grundlegenden inneren Konflikt, dem die Autorin ausgesetzt war. Es ist der Konflikt um die Möglichkeiten und Grenzen weiblicher Lebensführung um die Jahrhundertwende. Konkret bedeutet das, daß Franziska zu Reventlow als Person zwischen Theorien von Weiblichkeit und gesellschaftlichen Konventionen existierte und durch ihre selbst bestimmte Lebensweise immer wieder an Grenzen stieß.

Wegen des Schlüsselromanstatus fungieren die Romanfiguren in meiner Betrachtung als direkte Repräsentanten von Franziska zu Reventlo ws gelebter Biographie. Ziel dieser Arbeit ist es, anhand der Romanfiguren Maria, Susanna und Herr Dame aufzeigen, worin dieser Konflikt bestand. Dazu stelle ich zuerst verschiedene Weiblichkeitsbilder vor, die um die Jahrhundertwende existierten, vor allem das in den kosmischen Theorien auftauchende Bild der Hetäre. Danach soll eine Analyse von Herrn Dam e, Maria und Susanna unter Einbezug Franziska zu Reventlows biographischen Hintergrunds die Grenzen dieser Weiblichkeitsbilder deutlich machen. Die Arbeit schließt m it einer Bewertung Reventlows als reale Person in dem dargestellten Kontext.

II) Konzepte von Weiblichkeit um die Jahrhundertwende

1. Das Frauenbild der Kosmiker: Bachofen, Simmel und der „Hetärismus“

[...]


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