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Hauptströmungen der Psychologie: Behaviorismus, Kognitivismus und Psychoanalyse

Scholary Paper (Seminar), 2004, 12 Pages
Author: Katrin Reichwein
Subject: Psychology - General

Details

Category: Scholary Paper (Seminar)
Year: 2004
Pages: 12
Grade: keine Note
Bibliography: ~ 5  Entries
Language: German
Archive No.: V24152
ISBN (E-book): 978-3-638-27092-2

File size: 218 KB


Excerpt (computer-generated)

Hauptströmungen der Psychologie

 




von: Katrin Sarah Reichwein

Inhalt

1. Psychologische Theorien und politisches Verhalten: Kann man Phänomene im Bereich politisch relevanten Verhaltens mit behavoristischen, kognitivistischen und/oder psychoanalytischen Begriffen erklären? 1

2. Psychologische Theorien und eigene Erfahrung – am Beispiel der Wahl des eigenen Studienfaches 2

2.1 Wie erklären Behaviorismus, Kognitivisums und Psychoanalyse Präferenzen und Entscheidungen? 2
2.2 Treffen die Aussagen dieser Theorien auf die eigene Wahl zu? 4

3. Hauptströmungen der Psychologie am Beispiel des Behaviorismus 5

3.1 Vorläufer des Behaviorismus 5
3.2 Die Blütezeit des Behaviorismus und sein Hauptprotagonist John B. Watson 7
3.3. Neo-Behaviorismus 8
3.4 Bedeutung des Behaviorismus für die heutige Psychologie 10

Literaturverzeichnis 11

 

 

 



1. Psychologische Theorien und politisches Verhalten: Kann man Phänomene im Bereich politisch relevanten Verhaltens mit behavioristischen, kognitivistischen und/oder psychoanalytischen Begriffen erklären?

Im Mittelpunkt der Politischen Psychologie bzw. der Wahlforschung steht die Frage „Wer wählte was und warum“. Einstellungen, Wahlverhalten und Motive des Wählers werden analysiert. Eine wichtige Rolle spielen ebenso die Voraussetzungen, Einflüsse und Bedingungen, unter denen die Wahl getroffen wurde, und welche Konsequenzen davon erwartet werden. Zwischen diesen Einflussfaktoren bestehen komplexe Wechselwirkungen, deren Bestimmung selbst der Wahlforschung schwerfällt.

Edward L. Thorndike, ein Vertreter des Behaviorismus, erforschte, dass Verhaltensweisen, die zu „guten“ Konsequenzen führen, wiederholt werden und solche, die zu „schlechten“ Konsequenzen führen, nicht wiederholt bzw. vergessen werden. Im Falle von Wählerverhalten heißt dies, wenn ein Wähler Partei X gewählt hat und diese auch nach dem Wahlkampf seine Interessen vertritt bzw. in seinen Augen „gut“ regiert, wird er die Partei mit höchster Wahrscheinlichkeit wieder wählen. Dies gilt natürlich auch vice versa für „schlechte“ Konsequenzen seiner Wahl.
B. F. Skinner, ein weiterer Behaviorist, war der Auffassung, dass das Ignorieren eines bestimmten Verhaltens zur Extinktion (Löschung) dessen führt: Fühlt sich der Wähler nun also von einer Partei betrogen und somit enttäuscht, da sie das Anliegen des Wählers nicht beachtet, führt dies dazu, dass er entweder gar nicht mehr oder aber eine andere Partei wählt.

Im Kognitivismus geht es hingegen beim Treffen von Entscheidungen, wie hier der Entscheidung für Partei X oder Y, um das Prinzip des einsichtigen Handelns: Kognitivisten gehen davon aus, dass jeder Mensch in der Lage ist, planmäßig zu handeln und seine Handlungen auf die Zukunft auszurichten. Der Mensch setzt sich Ziele und entwirft unter großen Erfolgserwartungen und Nützlichkeitserwägungen Strategien, um dieses Ziel zu erreichen.
Dass Kosten-Nutzen-Überlegungen menschliches Verhalten steuern, kann man am besten am sog. „Erweiterten Kognitiven Motivationsmodell“ erklären: Erscheint ein (Wahl-)Ergebnis schon durch die Situation (Bedingungen des Parteiwettbewerbs, Wahlkampf, Zahl der Parteialternativen, etc.) festgelegt zu sein, wird der Wähler nicht handeln. Anderenfalls stellt er sich die Frage, ob er das Ergebnis durch sein Handeln beeinflussen kann.

[...]


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