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Scholary Paper (Seminar), 2004, 15 Pages
Author: Harald Kliems
Subject: Psychology - Social Psychology
Details
Tags: Kollektive, Identität, Möglichkeiten, Grenzen, Gefahren, Konstrukts
Year: 2004
Pages: 15
Grade: A
Language: German
ISBN (E-book): 978-3-638-27130-1
File size: 289 KB
Die Arbeit nimmt eine Begriffsbestimmung der Konzepte der individuellen und der kollektiven Identität vor. Im ersten Teil wird personale Identität zuerst aus der Perspektive des Symbolischen Interakt. sowie der Eriksonschen Ich-Psychologie betrachtet. Kollektive Identität als Übertragung eines individualpsychologischen Konstrukts auf Kollektivsubjekte wird im zweiten Teil auf Schwierigkeiten theoretischer und empirischer Art hin untersucht, um im Schlussteil mögliche Alternativen zu diskutieren.
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Kollektive Identität –
Möglichkeiten, Grenzen und Gefahren eines Konstrukts
von: Harald Kliems
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung 5
2 Personale Identität 6
2.1 Symbolischer Interaktionismus 6
2.2 Eriksons Ich-Psychologie 6
2.3 Straubs Konzeption personaler Identität 8
2.4 Identität vs. Individualität 9
3 Kollektive Identität 10
3.1 Was ist kollektive Identität? 10
3.1.1 Kollektive Identität, Recht und Gewalt 11
3.2 Was könnte kollektive Identität sein? 12
3.2.1 Identität als rekonstruierende Nachschrift 12
3.2.2 „wir“ anstatt kollektiver Identität 13
4 Diskussion 14
A Zu den Autoren 15
A.1 Lutz Niethammer 15
A.2 Jürgen Straub 15
Literaturverzeichnis 16
1 Einleitung
Das Konzept der Identität (für einen allgemeinen Überblick über verschiedene Identitätstheorien und -konzepte in der Psychologie vgl. Keupp, 2001) und der kollektiven Identität ist ein in sowohl in der Soziologie und Ethnologie als auch der Psychologie häufig gebrauchtes, zugleich jedoch auch oft heftig kritisiertes Konzept. Diese Arbeit soll anhand der Texte von Straub (1998) und Niethammer (2000, Kapitel III/ 4) in einem ersten Schritt eine genauere Bestimmung der begrisgeschichtlichen Wurzeln von Identität vornehmen, in einem zweiten Schritt eine genauere inhaltliche Bestimmung von Straubs Idee von personaler Identität leisten, um daraufhin in einem dritten Schritt das Konzept der kollektiven Identität einer kritischen Untersuchung zu unterziehen und mögliche Alternativen zu betrachten.
Da kollektive Identität an Straub anschließend als Übertragung eines individualpsychologischen Kontrukts auf Kollektivsubjekte verstanden werden soll, erfolgt im folgenden Kapitel eine begrisgeschichtliche und inhaltliche Beschreibung des relativ jungen Identitätskonzepts; zum einen soll dies in einer psychologischen/ psychoanalytischen Ausrichtung in Anlehnung an Erikson, zum anderen – in einer mehr soziologischen Ausrichtung – mit dem symbolischen Interaktionismus erfolgen (für eine ausführliche Begrisgeschichte von kollektiver Identität vgl. Niethammer, 1994, 2000)
2 Personale Identität
2.1 Symbolischer Interaktionismus
Erste wichtige Quelle des Konzepts der Identität ist der Symbolische Interaktionismus, eine meist mit George Herbert Mead verbundene soziologische/ sozialpsychologische Theorie. Sie baut auf dem amerikanischen Pragmatismus von William James und John Dewey und dessen Grundsatz auf, dass sich das Begreifen der Dinge an ihren praktischen Konsequenzen orientieren soll. Identität – bei Mead self genannt – besteht aus zwei Elementen: einerseits dem I, dem in Reaktion auf die Haltung anderer handelnden Subjekt, andererseits dem Me, der Summe der durch Rollenübernahme (Meads internalisierter generalisierter Anderer ) erworbenen Elemente gesellschaftlichen Ursprungs; Identität hat also sowohl eine subjektive als auch eine sozial vermittelte Dimension, die in einem dialektischen Verhältnis zueinander stehen.
2.2 Eriksons Ich-Psychologie
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