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Examination Thesis, 2004, 52 Pages
Author: Anne Zeller
Subject: Pedagogy - School Pedagogics
Details
Tags: Planung, Durchführung, Reflexion, Aspekte, Projektwoche, Buch, Grundschule, Sehnde
Year: 2004
Pages: 52
Grade: 1,0
Language: German
ISBN (E-book): 978-3-638-27156-1
File size: 342 KB
Diese Examensarbeit beschäftigt sich mit dem theoretischen Konstrukt von Projekten/ Projektwochen in der Schule/ Grundschule und greift die erarbeiteten Aspekte anhand einer durchgeführten Projektwoche auf. Beschrieben wird in dem Zusammenhang auch der Aufbau und die Durchführung eines einzelnen Projekts: "Vom Papier zum Buch". Hier haben die Schüler in einem Rotationszirkel Papier geschöpft, sich Geschichten ausgedacht, ein Layout überlegt und die fertigen Buchseiten gebunden.
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Excerpt (computer-generated)
Schriftliche Hausarbeit
zur Zweiten Staatsprüfung
für das Lehramt an Grund-, Haupt- und Realschulen
Planung, Durchführung und Reflexion ausgewählter Aspekte
der Projektwoche "Buch" durchgeführt an der Grundschule Sehnde
erstellt von
Anne Zeller
am Studienseminar Hannover II
03. 02. 2004
Inhaltsverzeichnis
0. Einleitung ... 1
I. Theoretische Überlegungen zum Projektbegriff
1. Darstellung des Projektbegriffs ... 3
1.1 Beschreibung des Begriffs "Projektunterricht" ... 3
1.2 Der Projektunterricht ... 3
1.3 Begründungen für projektorientiertes Lernen ... 5
1.4 Projektformen ... 6
1.5 Ziele von Projektarbeit in der Grundschule ... 7
1.6 Methodische Überlegungen ... 7
2. Zeit- und Organisationsrahmen von Projektwochen ... 8
2.1 Zeitrahmen ... 8
2.2 Zeitliche Verankerung innerhalb eines Schuljahres ... 8
2.3 Zusammensetzung der Projektgruppen ... 9
2.4 Möglichkeiten der Integration von Elternarbeit in Projekten ... 10
2.5 Organisationshinweise zum Präsentationstag ... 10
3. Vorplanungen von Projektwochen ... 11
3.1 Aufbau und Phasen einer Projektwoche ... 11
3.2 Die Rolle des Lehrers als Projektbetreuer ... 13
3.3 Die Rolle des Schülers ... 13
4. Möglichkeiten und Grenzen von Projekten in der Grundschule ... 14
4.1 Möglichkeiten von Projektarbeit in der Grundschule ... 14
4.2 Grenzen von Projektarbeit in der Grundschule ... 16
II. Praktische Umsetzung eines Projekts
1. Planung der Projektwoche an der Grundschule Xx ... 17
1.1 Projektidee
1.2 Zeit- und Organisationsrahmen der Projektwoche "Rund ums Buch" ... 17
1.2.1 Zeitrahmen ... 17
1.2.2 Zeitliche Verankerung innerhalb des Schuljahres ... 18
1.2.3 Zusammensetzung der Projektgruppen ... 18
1.2.4 Integration der Elternarbeit in der Projektwoche ... 19
1.2.5 Organisation des Präsentationstags ... 19
1.2 Voraussetzungen für die Projekte an der Grundschule Xx ... 20
1.3 Vorplanung der Projektwoche ... 20
1.4 Ziele der Projektwoche "Rund ums Buch" an der Grundschule Xx ... 21
1.5 Tabellarische Übersicht über das Projektangebot an der Grundschule Xx ... 22
1.6 Evaluation der Projektwoche an der Grundschule Xx durch die Gesamtkonferenz ... 23
2. Durchführung des Projekts "Vom Papier zum Buch" ... 25
2.1 Informationen zur Sache ... 25
2.2 Lernziele für die Projektgruppe "Papier schöpfen" ... 26
2.3 Didaktische Vorüberlegungen für die Projektwoche ... 27
2.4 Organisation innerhalb unserer Projektgruppe "Vom Papier zum Buch" ... 28
2.5 Methodische Vorüberlegungen zur Gestaltung des ersten Projekttages ... 30
2.6 Reflexion über den Ablauf der Woche ... 32
III. Gesamtreflexion ... 38
IV. Literaturverzeichnis ... 46
0. Einleitung
Meine Examensarbeit beschäftigt sich mit der "Planung, Durchführung und Reflexion ausgewählter Aspekte der Projektwoche "Rund ums Buch", durchgeführt an der Grundschule Xx". Die Projektwoche hat vom 17. 11 - 21. 11. 2003 stattgefunden. Die angesprochenen Aspekte beziehen sich auf den Organisationsrahmen der Projektwoche und des Projektes "Vom Papier zum Buch".
In Teil I möchte ich dem Leser zunächst einen Einblick in das theoretische Gerüst der Projektarbeit ermöglichen, dabei werde ich vertiefend die Kriterien von Projekten und noch spezieller die der Projektwoche an sich aufgreifen.
Im zweiten Teil meiner Ausarbeitung werde ich dann die Projektwoche der Grundschule Xx und das Projekt "Vom Papier zum Buch" vorstellen. Bereits bekannte Aspekte aus dem theoretischen Teil werden dort erneut aufgegriffen und auf die praktische Durchführung übertragen (s. Teil I Kap. 2 und Teil II Kap. 1.2).
Bei der Erarbeitung von Projekten bzw. der Arbeit in einer Projektwoche orientiere ich mich hauptsächlich an den Autoren Gudjons, Bunk, Jäger und Klippert.
Für die Begründung einer inhaltlichen Festlegung dieser Examensarbeit auf den Projektgedanken bin ich bei meiner Literaturrecherche auf folgenden Gedanken Gudjons gestoßen, der auf die Notwendigkeit einer ausführlichen Diskussion (s. meine Fragen unten) verweist:
Die gegenwärtige Entwicklung der Projektidee wird erstens durch eine erhebliche Verbreitung von Projektwochen an fast allen Schularten bestimmt - also durch "quantitative Ausbreitung". Gudjons widerspricht der Entwicklung nicht, jedoch sieht er damit die Gefahr eines inflationären Gebrauchs des Begriffs "Projekt" verbunden. Im Zuge von Reformbestrebungen würde jeder Versuch etwas Praktisches zu machen mit dem Begriff "Projekt" etikettiert. Zweitens wird die "verengte" Konzeption der Projektwoche zunehmend überwunden, indem die Projektarbeit in den Fachunterricht integriert wird (also auf didaktisch-qualitativem Wege). Zudem sieht er die Projektidee nicht als Sonderstatus unter den Unterrichtsformen, sondern als heute dringend notwendige Antwort auf gravierende Veränderungsprozesse der kindlichen Sozialisation.1
Die Begründungen für Projekte sind auf individuumbezogene und gesellschaftsbezogene Notwendigkeiten zurückzuführen (s. Teil I Kap. 1.3). Projekte sollen die Schüler förmlich gesellschaftsfähig machen, ihnen die Möglichkeit geben, produktive Lösungen für sich ihnen stellenden Problemen zu entwickeln (s. Teil I Kap. 4.1).
Für ein Projektthema gilt, dass fächerübergreifendes und alltags-nahes Lernen vorherrscht (s. Abb2.2 links), sodass Theorie und Praxis miteinander verbunden werden. Der Schüler links in der Karrikatur möchte viel lieber den realen, frei fliegenden Schmetterling beobachten (und wird dabei von seinem Lehrer zurückgehalten), als den trockenen, toten Falter hinter Glas zu betrachten.
Ich bin der Überzeugung, dass gerade unser Projekt: „Vom Papier zum Buch“ den Schülern dieses Lernen nahe bringen kann, da sie einen alltagsnahen Gegenstand (sowohl das Papier als auch später das Buch) selber fertigen und dieses in keinem konventionell geplanten Unterricht erfahren.
Dennoch stellten sich mir vor der geplanten Projektwoche folgende Fragen:
- Wird die Begrifflichkeit der Projektwoche durch Definitionen in der Literatur gestützt? Erweist sich in dem Zusammenhang unsere Projektwoche als definitionskonforme Durchführung?
- Findet sich unsere Projekt „Vom Papier zum Buch“ durch Aspekte aus der Literatur bestätigt?
- Stellt die Projektwoche eine gewinnbringende Ergänzung zu herkömmlichen Unterrichtsformen dar?
In meiner Gesamtreflexion werde ich auf diese Fragen dann eingehen.
In der gesamten Hausarbeit wird der maskulinen Form von Personenbezeichnungen (z.B. „Lehrer“) vor der femininen Form (z.B. „Lehrerin“) und der gemischten Form (z.B. „LehrerIn“) der Vorzug gegeben. Ausnahmen bestehen da, wo ausdrücklich konkrete Personen bezeichnet werden. Im Interesse einer besseren Lesbarkeit bitte ich darum, die verwendeten Personenbezeichnungen als geschlechtsneutral zu verstehen.
I. Theoretische Überlegungen zum Projektbegriff
1. Darstellung des Projektbegriffs
1.1 Beschreibung des Begriffs "Projektunterricht"
Der Projektunterricht ist eine Grundform schulischen Lernens mit folgenden Voraussetzungen (nach Klafki):
- "Der Projektunterricht ist Unterricht, der innerhalb der Schule stattfindet. Es ist geplantes inhaltliches Geschehen für das die Lehrperson mitverantwortlich ist." 3a
- Projektunterricht hat eine bestimmte erfahrbare Form, die sich theoretisch und praktisch von anderem Unterricht unterscheidet.1b Es ist eine Methode des praktischen Problemlösens.4
- Projektunterricht ist eine besondere Unterrichtsform, d.h., dass sie einen besonderen Platz als Grenzform von Unterricht einnimmt, die den übrigen Unterrichtsformen gegenüber steht, weil sie unter anderem über Schule hinausweist.5
In einem Projekt geht es um die handelnd-lernende Bearbeitung einer konkreten Aufgabenstellung oder eines Vorhabens mit dem Schwerpunkt der Selbstplanung, Selbstverantwortung und praktischen Verwirklichung durch die Schüler.
Diese besondere Unterrichtsform ist geprägt durch die amerikanischen Pädagogen Dewey und Kilpatrick:
Das Projekt versucht ein Problem als Ausgangspunkt in einer konkreten Situation einer Lösung, d.h. einem Produkt, zuzuführen. Die drei Kategorien Zielgerichtetheit, Planmäßigkeit und Handlungsbezug prägen dabei den Projektunterricht, wobei der Handlungsorientierung ein zentraler Stellenwert beigemessen wird.6
[....]
1 vgl.: Gudjons. 2001. S. 340 f.
2 entnommen: Klippert. 1994. S. 14
3 a + 1b Emer-Goetzke/ Klaus/ Walluks/ Ziebell-Schrank. 2000, S. 17 f.
4 vgl.: Knoll. 1993. S. 63
5 vgl.: Emer-Goetzke/ Klaus/ Walluks/ Ziebell-Schrank. 2000, S. 17 f.
6 vgl.: Gudjons. 2001. S. 340 f.
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