Please wait
Please install the Adobe Flash Player if no e-book is displayed.
Diploma Thesis, 2004, 64 Pages
Author: Christian Baier
Subject: Economics / Business: Business Management, Corporate Governance
Details
Tags: Netzwerkstrukturen, Automobilindustrie
Year: 2004
Pages: 64
Grade: 1,3
Language: German
ISBN (E-book): 978-3-638-27246-9
ISBN (Book): 978-3-638-70191-4
File size: 416 KB
Other users also were interested in the following titles:
Abstract
Die Unternehmen der deutschen Automobilindustrie agieren in einem zunehmend turbulenten Marktumfeld. Wettbewerbsbedingungen werden globaler, Kundenwünsche gewinnen an Individualität und verlieren an Beständigkeit, technologische Herausforderungen werden komplexer, ihre Produkt- und Entwicklungszyklen kurzlebiger. Diese Entwicklungen stellen hohe Anforderungen an die unternehmerische Leistungs- und Innovationsfähigkeit und bedingen eine flexible wie auch effiziente Gestaltung der Wertschöpfungsstrukturen des Unternehmens. In diesem Kontext und beschleunigt durch die Weiterentwicklung der Informations- und Kommunikationstechnologie haben interorganisatorische Netzwerke als erfolgsversprechende strategische Alternative zu Akquisitionen und unternehmerischem Alleingang in den letzten Jahren bedeutend an Popularität gewonnen. Netzwerke werden dabei insbesondere hinsichtlich des Aufbaus der benötigten Ressourcen und Kompetenzen, der Verkürzung des strategischen Wettbewerbsfaktors time-to-market und der Senkung von Fixkosten als value-added-schaffende und wettbewerbsstärkende Organisationsform beurteilt. Allerdings stellen sich diese mit Netzwerken assoziierten Potentiale auch bei entsprech-ender Rahmengestaltung nicht automatisch ein. Im Gegenteil, aufgrund der hohen Komplexität und der latenten Existenz von Konfliktpotentialen in Netzwerken, sind sie allein durch eine effektive Steuerung zu erschließen. Unabdingbare Voraussetzung hier-für, gerade auch vor dem Hintergrund der Interdependenz von Strategie, Management und Struktur, ist das profunde Verständnis der realiter in der Automobilindustrie vorzufindenden Netzwerkstrukturen. Ziel dieser Arbeit ist es daher, die momentan in der deutschen Automobilindustrie existierenden Netzwerkstrukturen anhand von formalen Kriterien zu beschreiben und die Auswirkungen von aktuellen Trends auf den Status Quo dieser Strukturen zu analysieren. Der Fokus der Untersuchung soll dabei auf der Netzwerkstruktur, d.h. den strukturellen Eigenschaften von Netzwerken, liegen.
Excerpt (computer-generated)
EUROPEAN BUSINESS SCHOOL
International University Schloß Reichartshausen
Diplomarbeit
zur Erlangung des akademischen Grades
Diplom-Kaufmann
Netzwerkstrukturen in der Automobilindustrie
von
Christian Baier
Abgabedatum: 20. Februar 2004
Inhaltsverzeichnis
ABBILDUNGSVERZEICHNIS ... II
ABKÜRZUNGSVERZEICHNIS ... III
1 EINLEITUNG ... 1
1.1 PROBLEMSTELLUNG UND ZIELSETZUNG ... 1
1.2 GANG DER UNTERSUCHUNG ... 2
2 BEGRIFFLICHE UND KONZEPTIONELLE GRUNDLAGEN ... 3
2.1 NETZWERKE ALS HYBRIDE ORGANISATIONSFORM ... 3
2.2 NETZWERKSTRUKTUR ALS ELEMENT DER ANALYSE VON NETZWERKEN ... 4
2.3 WERTSCHÖPFUNG, VERTIKALE INTEGRATION UND FERTIGUNGSTIEFE ... 6
3 UNTERNEHMENSNETZWERKE IN DER THEORIE ... 7
3.1 CHARAKTERISIERUNG VON UNTERNEHMENSNETZWERKEN ... 7
3.1.1 Differenzierung anhand der Wertschöpfungsstufe ... 7
3.1.2 Differenzierung anhand der Bindungsintensität ... 9
3.1.3 Differenzierung anhand der Steuerungsform ... 10
3.1.4 Differenzierung anhand der Zielsetzung ... 12
3.2 ERKLÄRUNGSANSÄTZE AUSGEWÄHLTER NETZWERKTHEORIEN ... 13
3.2.1 Ansätze der Neuen Institutionenökonomie ... 13
3.2.2 Kontingenztheorie ... 17
3.2.3 Ressourcenbasierter Strategieansatz ... 18
4 SELEKTION UND INTEGRATION RELEVANTER DIFFERENZIERUNGSDIMENSIONEN ... 19
4.1 PRÜFUNG DER ZWECKMÄßIGKEIT DER DIFFERENZIERUNGSDIMENSIONEN ... 20
4.2 INTEGRATION DER GEEIGNETEN DIFFERENZIERUNGSDIMENSIONEN ... 22
5 UNTERNEHMENSNETZWERKE IN DER AUTOMOBILINDUSTRIE ... 23
5.1 VERTIKALE UNTERNEHMENSNETZWERKE ... 23
5.1.1 Machtasymmetrie als Ursache hierarchischer Steuerungsform ... 24
5.1.2 Exploitation als dominante Zielsetzung ... 27
5.1.3 Fallstudie 1: Das Lieferantenentwicklungsprogramm der BMW Group ... 30
5.2 HORIZONTALE UNTERNEHMENSNETZWERKE ... 33
5.2.1 Interdependenzen als Ursache heterarchischer Steuerungsform ... 33
5.2.2 Exploration als dominante Zielsetzung ... 35
5.2.3 Fallstudie 2: Die Network-Value-Strategie der Hella KG Hueck & Co. ... 37
6 AKTUELLE TRENDS UND IHRE AUSWIRKUNG AUF DEN STATUS QUO DER NETZWERKSTRUKTUREN IN DER AUTOMOBILINDUSTRIE ... 39
6.1 VIRTUALISIERUNG DER WERTSCHÖPFUNGSKETTE ... 39
6.2 WANDEL ZUR WISSENSBASIERTEN WERTSCHÖPFUNGSARCHITEKTUR ... 43
7 ZUSAMMENFASSUNG UND FAZIT ... 45
LITERATURVERZEICHNIS ... 47
Abbildungsverzeichnis
Abb. 1: 4-Felder-Analyserahmen (I) ... 22
Abb. 2: Abnehmer-Zulieferer-Pyramide ... 24
Abb. 3: 4-Felder-Analyserahmen (II) ... 30
Abb. 4: 4-Felder-Analyserahmen (III) ... 37
Abb. 5: 4-Felder-Analyserahmen (IV) ... 45
Abkürzungsverzeichnis
AG Aktiengesellschaft
a.M. am Main
Aufl. Auflage
BAIKA Bayerische Innovations- und Kooperationsinitiative für die Automobilzulieferindustrie
Bd. Band
BMW Bayerische Motorenwerke
CAR Center of Automotive Research
CEO Chief Executive Officer
Co. Compagnie
d.h. das heißt
Diss. Dissertation
et al. et alii
e.V. eingetragener Verein
FAW Forschungsstelle Automobilwirtschaft
F&E Forschung und Entwicklung
ggf. gegebenenfalls
GmbH Gesellschaft mit beschränkter Haftung
Habil.-Schr. Habilitations-Schrift
HAWK Herausforderung automobile Wertschöpfungskette
Hrsg. Herausgeber
Jg. Jahrgang
Jr. Junior
Kfz Kraftfahrzeug
KG Kommanditgesellschaft
MCC Micro Compact Car
McK McKinsey&Company
MNC Multinational Corporation
MOBIL Verbundinitiative des Hessischen Wirtschaftsministeriums
Nr. Nummer
OEM Original Equipment Manufacturer
o. Nr. ohne Nummer
o. Jg. ohne Jahrgang
o. V. ohne Verfasser
PKW Personenkraftwagen
PTW Institut für Produktionsmanagement, Technologie und Werkzeugmaschinen
S. Seite
sog. so genannt
SSI Supplier Satisfaction Index
TU Technische Universität
u.a. unter anderem
US United States
VDA Verband der Automobilindustrie
Vgl. Vergleiche
VIA Virtuelle Innovations-Agentur
VW Volkswagen
z.B. zum Beispiel
1 Einleitung
1.1 Problemstellung und Zielsetzung
Die Unternehmen der deutschen Automobilindustrie agieren in einem zunehmend turbulenten Marktumfeld. Wettbewerbsbedingungen werden globaler, Kundenwünsche gewinnen an Individualität und verlieren an Beständigkeit, technologische Herausforderungen werden komplexer, ihre Produkt- und Entwicklungszyklen kurzlebiger.1 Diese Entwicklungen stellen hohe Anforderungen an die unternehmerische Leistungs- und Innovationsfähigkeit und bedingen eine flexible wie auch effiziente Gestaltung der Wertschöpfungsstrukturen des Unternehmens. In diesem Kontext und beschleunigt durch die Weiterentwicklung der Informations- und Kommunikationstechnologie haben interorganisatorische Netzwerke als erfolgsversprechende strategische Alternative zu Akquisitionen und unternehmerischem Alleingang in den letzten Jahren bedeutend an Popularität gewonnen.2 Netzwerke werden dabei insbesondere hinsichtlich des Aufbaus der benötigten Ressourcen und Kompetenzen, der Verkürzung des strategischen Wettbewerbsfaktors time-to-market und der Senkung von Fixkosten als value-addedschaffende und wettbewerbsstärkende Organisationsform beurteilt.3
Allerdings stellen sich diese mit Netzwerken assoziierten Potentiale auch bei entsprechender Rahmengestaltung nicht automatisch ein. Im Gegenteil, aufgrund der hohen Komplexität und der latenten Existenz von Konfliktpotentialen in Netzwerken, sind sie allein durch eine effektive Steuerung zu erschließen. Unabdingbare Voraussetzung hierfür, gerade auch vor dem Hintergrund der Interdependenz von Strategie, Management und Struktur wie sie u.a. von MILES/SNOW propagiert wird,4 ist das profunde Verständnis der realiter in der Automobilindustrie vorzufindenden Netzwerkstrukturen. Ziel dieser Arbeit ist es daher, die momentan in der deutschen Automobilindustrie existierenden Netzwerkstrukturen anhand von formalen Kriterien zu beschreiben und die Auswirkungen von aktuellen Trends auf den Status Quo dieser Strukturen zu analysieren.5 Der Fokus der Untersuchung soll dabei auf der Netzwerkstruktur, d.h. den strukturellen Eigenschaften von Netzwerken, liegen.
1.2 Gang der Untersuchung
Der vorliegenden Arbeit liegt eine deduktive Forschungsmethodik zu Grunde. Dabei wird zur Analyse der Netzwerkstrukturen in der deutschen Automobilindustrie eine auf der phänomenologischen Ebene anzusiedelnde Betrachtungsperspektive eingenommen.6 Netzwerke werden also als empirische Phänomene betrachtet und anhand ausgewählter Charakteristika in verschiedene Erscheinungsformen abgegrenzt.
In Kapitel 2 werden zunächst wichtige begriffliche und konzeptionelle Grundlagen gelegt. So wird das Erfahrungsobjekt dieser Arbeit, Netzwerke, in seiner organisationstheoretischen Definition eingeführt. Anschließend werden die elementaren Bausteine der zu analysierenden Netzwerkstruktur, dem Erkenntnisobjekt dieser Untersuchung, aufgezeigt. Um im Weiteren präzise auf die vertikale Arbeitsteilung bzw. die Fertigungstiefe der Hersteller in der Automobilindustrie eingehen zu können, werden ferner wichtige, die Wertschöpfungsarchitektur betreffende, Begriffe definiert.
Die folgenden zwei Kapitel dienen zur Ausarbeitung eines Analyserahmens, der die zielführende Erfassung von Netzwerkstrukturen in der Automobilindustrie ermöglicht. Hierbei erweisen sich Typologien als geeignetes Analyseinstrument. In diesem Kontext werden in Kapitel 3 Differenzierungskriterien mit besonderer Relevanz für die strukturellen Eigenschaften von Netzwerken dargelegt. Da Typologien eher beschreibende Funktion besitzen,7 werden in einem zweiten Schritt Erklärungen ausgewählter Theorieansätze zur Gestaltung von Netzwerkstrukturen entlang der aufgezeigten Dimensionen erarbeitet. Diese Vorgehensweise ist von grundlegender Bedeutung, da sie es erlaubt, neben deskriptiven auch explikative Aussagen in die Analyse zu integrieren. Kapitel 4 dient dann zur Prüfung der Zweckmäßigkeit der Typologien hinsichtlich der spezifischen Charakteristika der Automobilindustrie. An die Selektion schließt sich die Integration der relevanten Dimensionen zu einer mehrdimensionalen Typologie an. Anhand des so ausgearbeiteten Analyserahmens können dann in Kapitel 5 die maßgeblichen Netzwerkstrukturen in der deutschen Automobilindustrie, vertikale und horizontale Netzwerke, analysiert und beschrieben werden. Dabei sollen Fallbeispiele die gewonnenen Erkenntnisse veranschaulichen und untermauern.
Kapitel 6 dient dem Aufzeigen und der kritischen Reflektion von aktuellen Trends in der Automobilindustrie. Das Kapitel ist dabei den vorigen hinten angestellt, da hier insbesondere auch die Auswirkungen dieser Trends auf den aufgezeigten Status Quo der Netzwerkstrukturen in der Automobilindustrie untersucht werden sollen. Abschließend erfolgt in Kapitel 7 eine kurze Zusammenfassung der erarbeiteten Erkenntnisse sowie die Darlegung der hieraus ableitbaren Schlussfolgerungen.
2 Begriffliche und konzeptionelle Grundlagen
2.1 Netzwerke als hybride Organisationsform
Eine Vielzahl von Verbundphänomenen wird in der wirtschaftswissenschaftlichen Literatur mit dem Netzwerkbegriff umschrieben, entsprechend unterschiedlich sind die damit assoziierten Begriffsinhalte.8 So werden zwei Typen von Netzwerken differenziert: intraorganisatorische, d.h. unternehmensinterne, und interorganisatorische, d.h. unternehmensübergreifende, Netzwerke.9 Diese Arbeit beschäftigt sich ausschließlich mit der zweiten Form, den interorganisatorischen Netzwerken.
[....]
1 Vgl. MATTES ET AL. (2003), S. 1; VDA/MCKINSEY&COMPANY/PTW (2003), S. 7.
2 Vgl. PICOT/REICHWALD/WIGAND (2003), S. 2-12.
3 Vgl. KRÖKEL (1999), S. 110.
4 Vgl. CHANDLER (1962), S. 14; MILES/SNOW (1986), S. 63; STAEHLE (1991), S. 426 f.
5 Die Automobilindustrie umfasst die Hersteller von Kraftwagen und deren Motoren, von Anhängern, Aufbauten, Containern sowie von Kraftfahrzeugteilen und –zubehör. Vgl. VDA (1998), S. 237.
6 Vgl. SYDOW (1992a), S. 118-120, der drei grundlegende Betrachtungsperspektiven im Netzwerk unterscheidet: Phänomenologische Ebene, methodische Ebene und theoretische Ebene.
7 Vgl. SCOTT (1986), S. 87 f.; BACHARCH (1989), S. 496 f.; MARSHALL (1994), S. 530. In diesen Quellen findet sich auch der Hinweis, dass Typologien den Theorien in der Entwicklung vorgelagert sind, Theorien also auf Typologien aufbauen. Aus diesem Grund werden auch hier zunächst Typologien gebildet und diese dann durch die erklärende Funktion von Theorien ergänzt.
8 Vgl. STABER (1996), S. 2. Vgl. auch ROTERING (1993), S. 14, der allein mit Bezug auf zwischenbetriebliche Kooperationen auf Ausgestaltungsformen wie Franchising, Konsortium, Interessengemeinschaft, virtuelles Unternehmen, Strategische Allianz und Joint Venture verweist.
9 Vgl. KREIKEBAUM/GILBERT/REINHARDT (2002), S. 147-156.
Comments
No comments yet
Other users also were interested in the following titles:
Macht in Organisationen
Author: Hagen ZywickiSociology - Work, Profession, Education, Organisation, 2004 Download as PDF-file for 11,99 EUR
Formatvorlage / Vorlage für eine Diplomarbeit - Formatvorlage / Vorlage für eine Hausarbeit für Microsoft Word
Author: GRIN VerlagPresentations, Models, Tutorials, Instructions, 2005 Download as PDF-file for 6,99 EUR
Formatvorlage / Vorlage für eine Diplomarbeit - Formatvorlage / Vorlage für eine Hausarbeit für OpenOffice.org
Author: GRIN VerlagPresentations, Models, Tutorials, Instructions, 2005 Download as PDF-file for 9,99 EUR
Formatvorlage zur Erstellung einer Diplomarbeit / Vorlage zur Erstellung einer Hausarbeit
Author: Marco FeindlerPresentations, Models, Tutorials, Instructions, 2005 Download as PDF-file for 6,99 EUR
Formatvorlage / Vorlage für eine Diplomarbeit / Hausarbeit
Author: GRIN VerlagPresentations, Models, Tutorials, Instructions, 2008 Download as PDF-file for 6,99 EUR
Anleitung zum Erstellen schriftlicher Arbeiten: Der Aufbau einer wissenschaftlichen Arbeit
Author: Zoran ZivkovicPresentations, Models, Tutorials, Instructions, 2004 Download as PDF-file for 5,99 EUR
Erstellen einer schriftlichen Hausarbeit
Author: Claudia NickelPresentations, Models, Tutorials, Instructions, 2006 Download as PDF-file for 4,99 EUR
Grundtechniken wissenschaftlichen Arbeitens
Author: Maik PhilippPresentations, Models, Tutorials, Instructions, 2004 Download as PDF-file for 5,99 EUR
Ratgeber zur Erstellung wissenschaftlicher Arbeiten. Diplomarbeiten - Hausarbeiten - Seminararbeiten
Author: Mark RichterPresentations, Models, Tutorials, Instructions, 2008
This text can be quoted and accessed from this url: