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Analyse und Interpretation des Sonetts "Römische Fontäne" von Rainer Maria Rilke

Scholary Paper (Seminar), 2002, 23 Pages
Author: Kathrin Brandl
Subject: German Studies - Modern German Literature

Details

Category: Scholary Paper (Seminar)
Year: 2002
Pages: 23
Grade: 2
Language: German
Archive No.: V24427
ISBN (E-book): 978-3-638-27304-6

File size: 234 KB


Excerpt (computer-generated)

Analyse und Interpretation des Sonetts
„Römische Fontäne“  von Rainer Maria Rilke





von: Kathrin Brandl

Gliederung

0. Kurzer Abriss über Leben und Werk Rilkes S. 3

1. Äußerer Aufbau und inhaltliche Gliederung S. 5 1.1. Der Titel S. 5 1.2. Die Strophenanordnung S. 5
1.3. Das Reimschema S. 6
1.4. Das Metrum S. 7
1.5. Die inhaltliche Gliederung S. 7

2. Syntax S. 8

2.1. Die Satzstruktur S. 8
2.2. Die Wortwahl S. 9

3. Bildliche und klangliche Gestaltung S.10

3.1. Erste Strophe S.11
3.2. Zweite Strophe S.12
3.3. Dritte Strophe S.13
3.4. Vierte Strophe S.14

4. Deutungsversuche S.15

4.1. Die Bildhaftigkeit S.15
4.2. Die Dialektik S.17

5. Römische Fontäne – Ein typisches Ding-Gedicht S.18

6. Quellenverzeichnis S.18

6.1 Primärliteratur S.18
6.2. Sekundärliteratur S.19

 

 

 

 


0. Kurzer Abriss über Leben und Werk Rilkes

Rainer Maria Rilke zählt wohl auch heute noch zu den bekanntesten und bedeutendsten deutschsprachigen Lyrikern.
Am 04. Dezember 1875 unter dem Namen René Karl Wilhelm Johann Josef Maria Rilke als Sohn eines Beamten einer Eisenbahngesellschaft und dessen Ehefrau, der Tochter eines Kaufmannes und Kaiserlichen Rates, in Prag geboren, waren seine Kinder- und Jugendjahre von drei wesentlichen Konflikten geprägt:

Zum Ersten erlebt der junge Rilke seine ersten zehn Lebensjahre in einer formal zwar geführten, in Wirklichkeit aber gescheiterten Ehe seiner Eltern, glaubt seine Mutter Sophie doch unter ihrem Stande verheiratet zu sein. Aus diesem Grund verlässt Sophie Rilke 1885 ihren Mann, wodurch in ihrem Sohn René das Gefühl tiefer Heimatlosigkeit erwachst.
Eine weitere Problematik stellt die Schulzeit Rilkes dar. Nachdem er seine ersten vier Schuljahre auf einer vornehmen und streng christlichen Grundschule in Prag verbracht hat, schickt ihn sein Vater auf eine Militärschule in Österreich, da er für seinen Sohn eine Offizierslaufbahn vorgesehen hat. In den theoretischen Fächer zwar sehr gut abschneidend, empfindet der junge Rilke diesen Lebensabschnitt jedoch zunehmend als Grauen, da die körperlichen Anstrengungen und der raue Umgang der Mitschüler für den sensiblen Jungen eine wachsende Belastung darstellen. Daher bricht Rilke diese Ausbildung 1890 ab und kehrt 1892 nach einem einjährigen Aufenthalt an der Handelsschule Linz für Privatstudien nach Prag zurück, wo er 1895 die Reifeprüfung ablegt und „mit Auszeichnung“ besteht.
In diese Zeit fällt auch die erste Gedichtveröffentlichung Rilkes in einer Zeitung und die ständig zunehmende Fixierung des jungen Lyrikers auf die Literatur. Dies ist auch der Grund, warum Rilke nach zwei Semestern an der Universität Prag 1896 schließlich als Student der Philosophie nach München, einem damals kosmopoliten Zentrum, wechselt, empfindet er doch das Prager Deutsch als variantenarm und sich somit in seiner Tätigkeit als Schriftsteller eingeschränkt.

In München lernt René Rilke schließlich die schriftstellerisch tätige Lou Andreas-Salomé kennen. Die Geliebte, mütterliche Freundin und intellektuelle Lehrerin vermittelt Rilke Nietzsches Gedankenwelt und begeistert ihn für ihre Heimat, Russland; unter ihrem Einfluss ändert Rilke sogar seinen Vornamen von René zu Rainer. Gemeinsam mit dem Ehepaar Salomé bereist Rilke dann 1899 erstmals Russalnd, 1900 zum zweiten Mal mit Lou alleine. Unter dem Eindruck eines einfachen und unverdorbenen Landes, in dem Brüderlichkeit die Menschen zusammenhält, verfasst er nach seiner Rückkehr Gedichte für „Das Buch der Bilder“(1906) und das „Stundenbuch“(1905), er schreibt das Prosawerk „Geschichten vom Lieben Gott“(1900) sowie sein Werk „Die Weise von Liebe und Tod des Cornets Christoph Rilke“(1899).

[...]


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