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Hausarbeit, 2003, 16 Seiten
Autor: Christian Riemarzik
Fach: Sozialpädagogik / Sozialarbeit
Details
Institution/Hochschule: Theologische Hochschule Friedensau (Institut für christliches Sozialwesen)
Tags: Abhängigkeit, Missbrauch, Medikamente, Hinblick, Sedativa/Hypnotika, Berücksichtigung, Familie, Benzodiazepine, Spezielle, Sozialmedizin
Jahr: 2003
Seiten: 16
Note: 1,9
Sprache: Deutsch
ISBN (E-Book): 978-3-638-27390-9
Dateigröße: 219 KB
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Textauszug (computergeneriert)
Abhängigkeit und Missbrauch psychotroper Medikamente im Hinblick auf
Sedativa/Hypnotika unter besonderer Berücksichtigung
der Familie der Benzodiazepine
von: Christian Riemarzik
Gliederung
1. Einführung
2. Definition
2.1 Das Abhängigkeits- und Entzugssyndrom
3. Vorstellen einiger Medikamentenfamilien mit Abhängigkeitspotenzial
3.1 Sedativa/Hypnotika
3.1.1 Barbiturate
3.1.2 Benzodiazepine (z.B. Valium)
3.1.2.1 Anwendungsbereiche
3.1.2.2 Toleranz und Abhängigkeit
3.1.2.3 Nichtmedizinischer Gebrauch/Missbrauch
3.2 Opioide
3.3 Stimulantien
3.4 Halluzinogene
4. Bedingungen und Erscheinungsbild der Medikamentenabhängigkeit
4.1 Entstehungsfaktoren einer Medikamentenabhängigkeit
4.1.1 psychosoziale und individuelle Faktoren
4.1.2 pharmakologische Faktoren und Bindekraft der Medikamenten
4.2 Erkennungsmerkmale einer Medikamentenabhängigkeit für Angehörige oder Betreuer
5. Absetzen und Entzug psychotroper Medikamente
5.1 Entzugssymptome von Benzodiazepinen
6. Epidemiologische Daten (Elsesser/Sartory 2001)
7. Schlusswort
1. Einführung
Medkikamentenabhängigkeit ist weiter verbreitet als angenommen wird. Es wurde geschätzt, dass in westeuropäischen Ländern 10-30 % der Bevölkerung bereits Tranquilizer genommen haben und 2 % davon abhängig sind (vgl. Elsesser/Sartory 2001). Medikamentenabhängigkeit als Begriff selber ist eher als Oberbegriff zu verstehen, welcher die Form der Abhängigkeit zu anderen Suchtstörungen wie Drogen oder Alkohol verdeutlichen soll. In der Mehrzahl handelt es sich hier um Schlaf- und Beruhigungsmittel aus der Familie der Benzodiazepine. Medikamentensucht wird häufig auch als Altersucht, heimliche Sucht, Frauensucht oder iatrogene Abhängigkeit bezeichnet. Damit werden bereits einige ätiologische Merkmale dieser Störung hervorgehoben. So sind zum einen Frauen häufiger betroffen als Männer und die Tendenz der Abhängigen mit dem zunehmenden Alter her steigend. Ebenso sind die Betroffenen im Vergleich zu Drogen- oder Alkoholabhängigen unauffälliger und in der Regel sozial integriert. Das Schlagwort der iatrogenen Abhängigkeit hingegen verdeutlicht, dass eine Abhängigkeit in hohem Maße durch die ärztliche Verordnungspraxis hervorgerufen wird(vgl. Elsesser/Sartory 2001).
2. Definition
2.1 Das Abhängigkeits- und Entzugssyndrom
Das Abhängigkeitssyndrom wird im ICD-10 definiert als eine Gruppe körperlicher, Verhaltens- und kognitiver Phänomene, bei denen der Konsum einer Substanz Vorrang hat vor, von ihr früher höher bewerteten, Verhaltensweisen. Als entscheidenstes Merkmal gilt der starke Drang, Medikamente zu konsumieren, das sog. “craving“. Nicht selten wird so ein zwanghafter Konsumwunsch erst dann wirklich bewusst wahrgenommen, wenn der Betroffene versucht den Konsum zu kontrollieren bzw. zu reduzieren und dann in der Regel daran scheitert.
Craving und Kontrollverlust kennzeichnen also die Abhängigkeit.
Wird nun der Versuch von dem Konsumenten unternommen, die medikamentöse Zufuhr zu reduzieren oder ganz einzustellen, kommt es oftmals zu einem körperlichen Entzugssyndrom, welches in aller Regel durch erneute Einnahme der Substanz oder ähnlicher unterbunden wird. Dieses Entzugssyndrom entwickelt sich nach einer deutlichen Herabsetzung der Dosis bis hin zur Beendigung der Einnnahme, sofern es in einem Zeitraum von einigen Wochen oder länger konsumiert wurde.
[...]
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