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Hauptseminararbeit, 2003, 41 Seiten
Autor: Sonja Weimar
Fach: Romanistik - Spanische Sprache, Literatur, Landeskunde
Details
Institution/Hochschule: Westfälische Wilhelms-Universität Münster (Romanisches Seminar, Spanische Abteilung)
Tags: Formas
Jahr: 2003
Seiten: 41
Note: gut +
Sprache: Deutsch
ISBN (E-Book): 978-3-638-27432-6
Dateigröße: 507 KB
Gegenstand dieser Arbeit ist die Augmentativ- (und Pejorativ-) -bildung im Spanischen, die innerhalb der Wortbildung der Derivation zuzuordnen ist. Neben den formalen Merkmalen und Besonderheiten der spanische Augmentation sollen in dieser Arbeit vor allem die Funktionen und die Semantik der Augmentative diskutiert werden, wobei die Wortbildungstheorien von Hans-Martin Gauger und Eugenio Coseriu in diesem Zusammenhang besondere Berücksichtigung erfahren.
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von: Sonja Weimar
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung 2
2. Wortbildung – die grundlegenden Verfahren 4
3. Die Wortbildungstheorien von Hans -Martin Gauger und Eugenio Coseriu 6
3.1 Die Wortbildungstheorie von Gauger 6
3.1.1 „Programm“ und „Norm“ bei Gauger 6
3.1.2 Die Diminutiv- und Augmentativbildung innerhalb der Wortbildungstheorie von Gauger 7
3.2 Die Wortbildungstheorie von Coseriu 10
3.2.2 „System“ und „Norm“ bei Coseriu 12
3.3 Vergleich der Theorien Gaugers und Coserius 12
4. Diachrone Entwicklung und formale Aspekte der spanischen Augmentative und Pejorative 14
4.1 Augmentativa 14
4.1.1 Diachrone Entwicklung der romanischen Augmentative aus dem Lateinischen 14
4.1.2 Morpheminventar 15
4.1.3 Formale Aspekte sowie innersprachliche und geographische Distribution 15
4.1.4 Das so genannte „augmentative Femininum“ 18
4.2 Pejorativa 18
4.2.1 Diachrone Entwicklung der romanischen Pejorative aus dem Lateinischen 18
4.2.2 Morpheminventar 19
5. Klassifikation und Funktionen der spanischen Augmentation und Pejorisation 20
6. Die Suffixe 23
6.1 Augmentativsuffixe 23
6.1.1 -azo/a 23
6.1.2 -ón/-ona 25
6.1.3 -ote/a 27
6.1.4 -acho/a 28
6.1.5 -udo/a 28
6.2 Pejorativsuffixe 30
6.2.1 -aco/a 31
6.2.2 -ajo/a 31
6.2.3 -astro/a/e 32
6.2.4 -ejo/a 33
6.2.5 -ete/a und -eto/a 34
6.2.6 -ucho/a 36
6.2.7 -uco/a 37
7. Schlussbetrachtung 38
8. Bibliographie 39
1. Einleitung
Gegenstand dieser Arbeit ist die Augmentativ- (und Pejorativ-) -bildung im Spanischen, die innerhalb der Wortbildung der Derivation zuzuordnen ist. Neben den formalen Merkmalen und Besonderheiten der spanischen Augmentation sollen in dieser Arbeit vor allem auch die Funktionen und die Semantik der Augmentative diskutiert werden, wobei die Wortbildungstheorien von Hans-Martin Gauger und Eugenio Coseriu in diesem Zusammenhang besondere Berücksichtigung erfahren werden. Die Pejorisation ist insofern interessant, als die Übergänge zwischen Augmentation und Pejorisation oftmals fließend sind und sich nicht immer klare Grenzen ziehen lassen.
Was die Forschungslage und die verfügbare Literatur zu unserem Thema anbelangt, ist festzustellen, dass im Vergleich zur relativ umfangreichen Literatur, die speziell zur Diminutivbildung vorliegt, zur Augmentativbildung (sowie zur Pejorativbildung) diese doch sehr begrenzt ist. So liegt keine Monographie vor, die sich speziell und ausschließlich den spanischen Augmentativen widmen würde. Aus diesem Grunde werde ich mich in der folgenden Arbeit auf die jeweils relevanten Kapitel in den allgemeiner gehaltenen Darstellungen zur spanischen Wortbildung, wie zum Beispiel von Rainer (1993), Thiele (1992) oder der Gramática descriptiva de la lengua española der Real Academia Española (1999) zurückgreifen. Auch die etwas ältere Arbeit von Gooch (1967), die sich schon etwas spezieller ausschließlich der spanischen Diminutiv- Augmentativ und Pejorativsuffixe widmet, soll berücksichtigt werden. Ein Problem ist allerdings, dass in einigen dieser Darstellungen oftmals Aspekte hervorgehoben werden, die für die vorliegende Arbeit von eher sekundärem Interesse sind (so ist das Werk Rainers beispielsweise sehr morphologisch ausgerichtet). Auch sind einige Widersprüche zwischen einzelnen Darstellungen festzustellen. Da das Interesse dieser Arbeit vor allem auf dem synchronen Zustand der Augmentative (und Pejorative) liegt, werde ich mich auf eine knappe Darstellung der diachronen Entwicklung der romanischen Suffixe aus dem Lateinischen im Allgemeinen und der entsprechenden Suffixe im Spanischen im Besonderen beschränken und im Anschluss ausschließlich den synchronen Zustand berücksichtigen.
Den ersten Teil dieser Arbeit wird ein Kapitel zur Wortbildung, den verschiedenen Wortbildungs verfahren sowie der Stellung der Augmentation und Pejorisation innerhalb dieser Verfahren einleiten. An dieser Stelle sollen die wichtigsten Aspekte der Wortbildungstheorien von Hans-Martin Gauger und Eugenio Coseriu diskutiert werden, da diese für unser Thema von besonderem Interesse sind. Wo es nötig ist oder sinnvoll erscheint, sollen dabei auch Unterschiede zwischen Gauger und Coseriu herausgearbeitet werden. Während der erste Teil dieser Arbeit also hauptsächlich einführenden Charakter hat, eher allgemein gehalten ist (das heißt, die Wortbildung im Ganzen betrachtet) und notwendiges theoretischen Hintergrundwissen präsentiert, soll im zweiten Teil ganz speziell auf die Augmentativ- und Pejorativbildung im Spanischen eingegangen werden. Nach einer knappen Darstellung der diachronen Entwicklung der Augmentativ- und Pejorativsuffixe aus dem Lateinischen wird ein Kapitel folgen, das sich dem Morpheminventar, den formalen Charakteristika sowie der innersprachlichen und geographischen Distribution widmet. Im Anschluss an diese Darstellung der formalen Aspekte werden die Funktionen der Augmentation und Pejorisation beleuchtet. Den Abschluss dieser Arbeit wird schließlich eine ausführliche Diskussion einzelner Suffixe bilden. Da uns primär die spanische Augmentation interessiert, werde ich mich innerhalb der Pejorisation hauptsächlich auf diejenigen Suffixe beschränken, die zwar pejorisieren aber eigentlich dem Morpheminventar der Augmentative beziehungsweise dem Programm der Augmentation zuzuordnen sind; lediglich eine begrenzte Anzahl weiterer Pejorativsuffixe (beziehungsweise solche r Suffixe, die in verschiedenen Arbeiten als diese bezeichnet werden) wird zusätzlich besprochen werden. Ziel dieser Arbeit ist also eine Diskussion der Formen und Funktionen der spanischen Augmentation (und Pejorisation) unter besonderer Berücksichtigung der Wortbildungstheorien von Hans-Martin Gauger und Eugenio Coseriu. In dieser Arbeit werde ich folgende Zeichen verwenden: die deutschen Entsprechungen spanischer Beispielbegriffe (kursiv gesetzt) werden jeweils in runden Klammern und Anführungszeichen erscheinen. In einigen Fällen (z.B. wenn sich eine deutsche Übersetzung unter Zuhilfenahme der entsprechenden zweisprachigen Wörterbücher nicht ermitteln ließ) wird stattdessen (gegebenenfalls auch zusätzlich) eine spanische Umschreibung oder Definition des jeweiligen Begriffes hinzugefügt (diese erscheint ebenfalls kursiv in runden Klammern).1
2. Wortbildung – die grundlegenden Verfahren
[...]
1 Zur Übersetzung wurden in diesen Fällen jeweils die zwei Bände des zweisprachigen Wörterbuch von Slaby- Grossmann herangezogen: Rudolf J. Slaby u. Rudolf Grossmann, Wörterbuch der spanischen und deutschen Sprache, Bd. I u. II (Wiesbaden: Brandstetter Verlag, 31975). Für spanischsprachigen Umschreibungen oder Definitionen wurde das Diccionario de la Lengua Española von der Real Academia Española konsultiert: Real Academia Española, Diccionario de la Lengua Española (Madrid: Espasa Calpe, 222001). (=DRAE)
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