Bitte warten
Bitte installieren Sie den Flash Player, wenn kein E-Book erscheint.
Hauptseminararbeit, 2000, 28 Seiten
Autor: Corinna Hein
Fach: Kulturwissenschaft
Details
Institution/Hochschule: Europa-Universität Viadrina Frankfurt (Oder) (Kulturwissenschaftliche Fakultät)
Tags: Aldous, Huxley, Brave, World, Kontext, Sloderdijk-Debatte, Modernität, Barbarei
Jahr: 2000
Seiten: 28
Note: 2,3
Sprache: Deutsch
ISBN (E-Book): 978-3-638-27451-7
Dateigröße: 311 KB
Andere Nutzer haben sich auch für folgende Titel interessiert:
Zusammenfassung / Abstract
Aldous Huxley entwickelte die Ideen zu seinem im Jahr 1932 geschriebenen Roman „Brave New World“ über viele Jahre hinweg. Er konnte nicht wissen, dass seine Vision einer auf Massenproduktion in Biologie und Ökonomie so schnell Realität werden würde. Tatsächlich war er davon überzeugt, dass seine Dystopie vielleicht in Hunderten von Jahren wahr werden könnte. Somit erschuf er eine im Grunde fiktionale Welt, die uns heute jedoch bereits seltsam real erscheint. In dieser Arbeit wird zunächst in das literarische Genre der Utopie sowie in den Roman selbst eingeführt, dann auf Huxleys Utopie eingegangen und anschließend ein Einblick in die immer noch aktuelle Debatte um die Gentechnik gegeben. Der biotechnologische Aspekt des Buches war in der vorliegenden Arbeit der wichtigste Diskussionspunkt. Doch es bieten sich weit mehr Parallelen zu Gegenwart. Man kann auf die große Werbemaschinerie blicken und sie mit Huxleys „Hypnopaedia“ vergleichen. Es gibt zwar noch keinen „Obstacle Golf“, aber die Industrie entwickelt von Jahr zu Jahr neue Spaß-Sportarten, Spiele und Autos – kurz: neue Produkte, die der Mensch konsumieren soll. Wir sind bereits Bestandteil der so genannten Konsumgesellschaft und sowohl die Wünsche der Menschen als auch ihre Moralvorstellungen passen sich diesen neuen Entwicklungen unaufhaltsam an. Daher bietet der Roman viel Raum für weitere Analysen und Vergleiche. Deutlich wurde das Ende der 90er Jahre des 20. Jahrhunderts in der „Sloterdijk-Debatte“. Die Rede des Philosophen Sloterdijk „Regeln für den Menschenpark. Ein Antwortschreiben zu Heideggers Brief über den Humanismus” war ursprünglich ein Beitrag zu einem Vortragszyklus über die Aktualität des Humanismus am 15.6.1997 in Basel. Anfang September 1999 löste der Artikel „Das Zarathustra-Projekt” von Thomas Assenheuer in „Die Zeit” die Diskussion, die bereits im Sommer 1999 in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung angeklungen war, um diese Rede auf der Elmauer Tagung aus. Die vorliegende Arbeit gibt einen Überblick über die diskutierten Thesen und zeigt, dass die „Schöne neue Welt“ technisch noch nicht völlig umsetzbar aber moralisch nah ist.
Textauszug (computergeneriert)
Aldous Huxley: Brave New World im
Kontext der Sloderdijk-Debatte
von: Corinna Hein
I. Inhaltsangabe 1
II. Einführung
1. Vorwort 2
2. Exkurs zur Themengenesis von „Brave New World” 2
3. Einführung in die Utopie und die negative Utopie
1. Die Utopie 4
2. Die negative Utopie 6
III. Aldous Huxley: Brave New World
1. Inhaltsangabe 7
2. Die Gesellschaft der negativen Utopie „Brave New World”
1. Stabilität 7
1. Soziale Stabilität 8
2. Wirtschaftliche Stabilität 12
2. Die Gegenwelt 15
3. Konflikte in einer konfliktlosen Welt 16
IV. Die Sloterdijk - Debatte
1. Einführung 19
2. Peter Sloterdijk: Regeln für den Menschenpark 20
3. Die Debatte 22
V. Conclusion 24
VI. Literaturverzeichnis und Bildnachweis 25
II. Einführung
II.1. Vorwort
Im Jahre 1932 schrieb Aldous Huxley seinen Roman "Brave New World", eine Utopie deren Gesellschaftssystem wesentlich darauf beruht, daß man in der Lage ist, Menschen künstlich zu reproduzieren und sie physisch und psychisch ihrer zukünftigen Funktion im Staat anzupassen. Angesichts des aktuellen Standes der Wissenschaft erscheint Huxleys Utopie fast prophetisch. Die Gentechnik entwickelt sich mit großen Schritten vorwärts. Was 1932 noch utopisch war, ist in der Gegenwart bereits möglich. 1997 gelang es ein erwachsenes Schaf zu klonen und prinzipiell wäre das selbe auch mit Menschen möglich. Da verwundert es nicht, daß der Begriff "schöne neue Welt" bereits zu einem geflügelten Wort geworden ist.
Doch die Möglichkeiten, die sich durch die Gentechnik ergaben und zukünftig noch ergeben werden, stellen neue Anforderungen hinsichtlich der Grenze zwischen dem Möglichen und dem Nötigen (dem ethisch-moralisch Vertretbaren) an den Menschen. In dieser Arbeit soll zunächst in das literarische Genre der Utopie sowie den Roman selbst eingeführt, dann auf Huxleys Utopie eingegangen und anschließend ein Einblick in die immernoch aktuelle Debatte um die Gentechnik gegeben werden.
II.2. Exkurs zur Themengenesis von "Brave New World"
Bereits in den Werken der 20er Jahre entwickelt Huxley Ideen, die in seinem 1932 erstmals veröffentlichtem Roman „Brave New World” (dt. „Schöne, neue Welt”) wieder auftreten und neu verknüpft werden. In „Crome Yellow” (1921) zum Beispiel findet man bereits die Idee zur Trennung von Eros und Fortpflanzung in der Vision eines Zukunftsstaates. Es taucht ebenfalls die Anlage einer streng hierarchisch aufgebauten Gesellschaftsordnung auf, in der die Elite mit Hilfe von Suggestion und Konditionierung ihre Gesellschaftsmitglieder lenkt. In seinen „Proper Studies” (1926/27) zeichnet er bereits die Planungsskizze der Gesellschaft der „Brave New World” als eine mit Hilfe der Eugenik konstruierte, pyramidenförmige Gesellschaft.
In „Point Counterpoint” (1928) findet man das Thema der aus Büchern gewonnenen, vergeistigten und idealisierten Liebe, wie sie John Savage und zum Teil auch Bernhard Marx in der brave new world empfinden werden. Außerdem sieht man in diesem Roman deutlich die Weiterentwicklung der Vision aus „Crome Yellow” in Gestalt einer vergnügungssüchtigen, in sexueller Promiskuität lebenden jungen Witwe, in der damit bereits wesentliche Charakterzüge der Frauen in der schönen, neuen Welt vorgezeichnet sind. Die Figur des Mark Rampion begreift „die Geschichte der menschlichen Gesellschaft als Degenerationsprozeßes, der aber im wesentlichen geistige Ursachen haben soll (...) Nach Rampions idealisierter Geschichtsauffassung sind die Probleme der Industriegesellschaft (...) letztlich Folge des ‘Intellektualismus’, also einer geistigen Vorentscheidung.”1
[...]
1 Bohde, S.34
Kommentare
Bisher keine Kommentare
Andere Nutzer haben sich auch für folgende Titel interessiert:
Rückenschule - 'richtiges Sitzen' und funktionelle Übungen zur Gesundheitsförderung und Körperwahrnehmung
Autor: Sabrina EngelsSport - Sportpädagogik, Didaktik, 2002 Als PDF-Datei downloaden für 4,99 EUR
Formatvorlage / Vorlage für eine Diplomarbeit - Formatvorlage / Vorlage für eine Hausarbeit für Microsoft Word
Autor: GRIN VerlagVorlagen, Muster, Formulare, Infobroschüren, 2005 Als PDF-Datei downloaden für 6,99 EUR
Formatvorlage / Vorlage für eine Diplomarbeit - Formatvorlage / Vorlage für eine Hausarbeit für OpenOffice.org
Autor: GRIN VerlagVorlagen, Muster, Formulare, Infobroschüren, 2005 Als PDF-Datei downloaden für 9,99 EUR
Formatvorlage zur Erstellung einer Diplomarbeit / Vorlage zur Erstellung einer Hausarbeit
Autor: Marco FeindlerVorlagen, Muster, Formulare, Infobroschüren, 2005 Als PDF-Datei downloaden für 6,99 EUR
Formatvorlage / Vorlage für eine Diplomarbeit / Hausarbeit
Autor: GRIN VerlagVorlagen, Muster, Formulare, Infobroschüren, 2008 Als PDF-Datei downloaden für 6,99 EUR
Anleitung zum Erstellen schriftlicher Arbeiten: Der Aufbau einer wissenschaftlichen Arbeit
Autor: Zoran ZivkovicVorlagen, Muster, Formulare, Infobroschüren, 2004 Als PDF-Datei downloaden für 5,99 EUR
Erstellen einer schriftlichen Hausarbeit
Autor: Claudia NickelVorlagen, Muster, Formulare, Infobroschüren, 2006 Als PDF-Datei downloaden für 4,99 EUR
Grundtechniken wissenschaftlichen Arbeitens
Autor: Maik PhilippVorlagen, Muster, Formulare, Infobroschüren, 2004 Als PDF-Datei downloaden für 5,99 EUR
Ratgeber zur Erstellung wissenschaftlicher Arbeiten. Diplomarbeiten - Hausarbeiten - Seminararbeiten
Autor: Mark RichterVorlagen, Muster, Formulare, Infobroschüren, 2008
Dieser Text kann über folgende URL aufgerufen und zitiert werden: