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Barthold Heinrich Brockes: "Die kleine Fliege" Das hässliche Insekt als Verweis auf den Schöpfer?

Scholarly Paper (Advanced Seminar), 2002, 18 Pages
Author: Nadine Bavink
Subject: German Studies - Modern German Literature

Details

Category: Scholarly Paper (Advanced Seminar)
Year: 2002
Pages: 18
Grade: 1.0
Language: German
Archive No.: V24679
ISBN (E-book): 978-3-638-27497-5

File size: 173 KB
Notes :
Naturlyrik im 18. Jahrhundert. Gegensatz des Gedichtes zur vorangegangenen Barockthematik Diesseits-Jenseits (hier: Gryphius). Die Schöpfung Gottes/der Genuss der Natur tritt bei Brockes erstmals in den Mittelpunkt. Diese Wandlung des Naturgefühls wird in dieser Hausarbeit belichtet.



Excerpt (computer-generated)

Barthold Heinrich Brockes: „Die kleine Fliege“
Das hässliche Insekt als Verweis auf den Schöpfer?

 


von: Nadine Bavink

Inhalt

1. Naturlyrik im 18. Jahrhundert S. 1

2. „Die kleine Fliege“ S. 1-2

2.1 Das Vergnügen S. 2-3

3. Vorgehensweise der Interpretation S. 3

3.1 Lehrgedicht oder deskriptives Gedicht? S. 3

4. Konstituierung des Subjektes zum Objekt S. 3-5

4.1 Das hässliche Insekt? S. 5
4.2 Die Verfahrensweise S. 5-6

5. Form und Farbe des Objektes S. 6

5.1 Farbe versus Glanz S. 6-7

6. Beschreibung des Objektes S. 7

6.1 Edelsteinmetaphorik S. 7-9
6.2 Schöpfung als Spiegel Gottes S. 9-10

7. Gotteslob S. 10

8. Reflexion S. 10-11

9. Rationaler Diskurs S. 11-12

9.1 Die Sonne und ihr Licht S. 12
9.2 Das Wunder S. 13

10. Konklusion S. 13-14

11. Aufbau des Gedichtes S. 14

11.1 Die Komplexität des Gedichtes S. 14
11.2 Reimschema S. 14-15

12. „Die kleine Fliege“ S. 15

 


 

 


 

1. Naturlyrik im 18. Jahrhundert

„Nahm in der Literatur des 17. Jahrhunderts die Natur schon eine wichtige Stelle als Inhaltselement ein, so wächst ihr Anteil im 18. Jahrhundert ganz beträchtlich. Alles für das Gefühlsleben Bedeutsame wird nun in landschaftliche Umgebung eingebettet.“1 Barthold Heinrich Brockes (1680-1747) läutete das 18. Jahrhundert ein mit seiner neunbändigen Gedichtsammlung „Irdisches Vergnügen in Gott“ (1721-1748). Das neue an der Dichtung Brockes war, dass er, im Gegensatz zur älteren Gartendichtung, die sich kaum ohne christliche und antike Topoi mitteilen konnte, Naturdinge und Naturphänomene mit ihren genauen Namen benannte und diese sinnlich wahrnahm. 2 Der Wandel der Naturlyrik vom 17. zum 18. Jahrhundert soll neben der Erarbeitung des Gedichtes „Die kleine Fliege“ Gegenstand der Betrachtung dieser Arbeit sein. Hierbei soll das Gedicht „Abend“ von Andreas Gryphius als Exemplum für die Barocklyrik dienen. Der Umbruch der Naturlyrik vollzog sich nicht einfach durch einen neuen Glauben, „sondern der alte sah sich vom Gang der Zeit genötigt, die Natur als immer gewaltiger sich aufdrängende Wirklichkeit weit genauer wahrzunehmen und in seine Weltdeutung einzubeziehen, als das bisher geschehen war.“3 Die Dichtung der früheren Aufklärung, die hier durch das zu erarbeitende Gedicht „Die kleine Fliege“4 exemplarisch dargestellt wird, repräsentiert „eine sinnlich erfahrbare Naturentdeckung und -beschreibung, die als Ausdruck des Selbstgefühls dem aufklärerischen Prinzip der Selbstbestimmung und des Vernunftgebrauches entspricht.“5 Welche Naturentdeckung in dem Gedicht „Die kleine Fliege“ gemacht wird und ob diese sinnlich erfahren wird, soll nun erarbeitet werden.

2. „Die kleine Fliege“

[...]


1 Willi Fleming: Der Wandel des Deutschen Naturgefühls vom 15. zum 18. Jahrhundert. In: Paul Klickhohn, Erich Rothacker (Hrsg.): Deutsche Vierteljahrsschrift für Literaturwissenschaft und Geistesgeschichte. Halle/Saale 1931. S. 81.
2 Vgl. Eberhard Haufe: Brockes oder der Anfang der Naturherrlichkeit im deutschen Gedicht. In: Bernd Jentzsch (Hrsg.): Barthold Hinrich Brockes: Im grünen Feuer glüht das Laub. Weimar 1975. S. 137.
3 Ebd. S. 134.
4 „Die kleine Fliege“ in: Barthold Heinrich Brockes: Irdisches Vergnügen in Gott, bestehend in Physicalisch- und Moralischen Gedichten, Fünfter Theil. Bern 1970.
5 Günter Stephan: Lektürehilfen Naturlyrik. Gattungs- und epochenspezifische Aspekte. Stuttgart 1989. S. 32.


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