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Irren ist menschlich, Vergeben göttlich? Die Göttin Demeter in Mythos und Kult

Scholary Paper (Seminar), 2003, 24 Pages
Author: Annett Meiritz
Subject: History - Early and Ancient History

Details

Event: Proseminar: Götter, Mythen, Heiligtümer
Institution/College: University of Dusseldorf "Heinrich Heine" (Alte Geschichte)
Tags: Irren, Vergeben, Göttin, Demeter, Mythos, Kult, Proseminar, Götter, Mythen, Heiligtümer
Category: Scholary Paper (Seminar)
Year: 2003
Pages: 24
Grade: 1, 7
Language: German
Archive No.: V24832
ISBN (E-book): 978-3-638-27609-2

File size: 282 KB


Excerpt (computer-generated)

Irren ist menschlich, Vergeben göttlich?
Die Göttin Demeter in Mythos und Kult

von: Annett Meiritz

 


1. Einleitung S. 1

2. Der Mythos S. 2

2. 1 Demeter und ihre Position in der Götterhierarchie S. 2
2. 2 Der Demeter - Mythos im Homerischen Hymnus S. 2
2. 3 Vergleich der Hymnus – Übersetzungen in Form und Stil S. 5
2. 4 Deutungsaspekte des Demeter – Hymnus S. 8

3. Der Kult S. 10

3. 1 Eleusis S. 10
3. 2 Die Eleusinischen Mysterien S. 12

3. 2. 1 Der Rahmen S. 12
3. 2. 2. Der Kern S. 13
3. 2. 3 Das Wesen S. 16

3. 3 Kult und Christentum S. 18

4. Fazit S. 19

Anhang: Literaturverzeichnis

 


 

 

1. Einleitung

Ein berühmter griechischer Mythos erzählt davon, „daß es eine Zeit gab, in der das Mädchen der Demeter verschwunden, Demeter aber über die ganze Erde und das Meer gezogen sei auf der Suche nach ihrer Tochter; lange sei sie nicht imstande gewesen, sie zu finden; doch wie sie nach Eleusis gekommen, habe sie dem Ort den Namen gegeben und, nachdem sie die Tochter gefunden, die Mysterien gestiftet“1. Mythen sind traditionelle Erzählungen. In der Zeit der frühen Griechen bezeichnete der Begriff „Mythos“ einfach „das Wort“. Dies ist zwar semantisch betrachtet eine simple Bedeutung, jedoch sollte keinesfalls die Wirkungsweise der Mythen selbst unterschätzt werden: Sie nahmen in der Antike die Funktion von Geschichte ein. Ein Mythos will Gültiges aussagen über die Entstehung der Welt, über die Götter und ihr Verhältnis zu den Menschen. Ein Mythos ist wandelbar und konstant zugleich: Er passt sich immer wieder neuen Umständen an – und überlebt dadurch viele Jahrhunderte.

Für die antiken Dichter lieferte der große griechische Mythenschatz wesentliches Rohmaterial und stellte eine bedeutsame Quelle der Inspiration dar. So auch der Mythos über die Fruchtbarkeitsgöttin Demeter und den Raub ihrer Tochter Persephone durch Hades, dem Gott der Unterwelt. Auch die Eleusinischen Mysterien, in welchen der Demeter – Mythos kultisch verankert wurde, erfreuten sich hoher literarischer Popularität: „Was freilich alles zur Schau gehört, haben unzählige Generationen beglückter Männer und Frauen in der unaussprechlichen Erscheinungen gesehen; was aber dargelegt werden darf, das besingen Dichter, Geschichtenschreiber und überhaupt alle Schriftsteller“2. Dazu gehörten unter anderem Aelius Aristeides, Hesiod, Homer und Plutarch.

Zunächst soll der Mythos der Demeter anhand des Homerischen Hymnus` an Demeter rekonstruiert werden. Die deutschen Übersetzungen von Anton Weiher und Karl Arno Pfeiff liefern dabei die Textgrundlage. Beide Versionen werden in Form, Inhalt und Stil verglichen. Außerdem werden die im Hymnus auftretenden Charaktere und die Intention der Göttersage untersucht. Zusätzlich sollen jene Geheimkulte unter die Lupe genommen werden, welche den Mythos über mehrere Jahrhunderte hinweg in ihren Riten haben aufleben lassen: Die Mysterien von Eleusis. Dabei werden die Eigen – und Besonderheiten der Eleusinischen Mysterien im Vergleich zu anderen Kulten herausgefiltert und wird beschrieben, wie sich die Eleusinien im Laufe der Jahrhunderte entwickelt haben. Des Weiteren soll erklärt werden, wann und warum der Mysterienkult im Zuge der Christianisierung aufgegeben wurde.

2. Der Mythos

2. 1 Demeter und ihre Position in der Götterhierarchie

[...]


1 Ailios Aristeides: Klage über Eleusis. Hg. u. übers. v. A. Humbel. Verlag der Akademie der österreichischen Wissenschaften, Wien 1994, Kap. 3

2 Ebd. Kap. 3


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