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Zu: Thomas Hardy - Tess of the D'Urbervilles

Subtitle: Die Determiniertheit der Tragödie

Scholarly Paper (Advanced Seminar), 2004, 19 Pages
Author: Daphne Bruland
Subject: English Language and Literature Studies - Linguistics

Details

Event: Literatut der "Nineties"
Institution/College: University of Wuppertal (BUGH Wuppertal)
Tags: Thomas, Hardy, Tess, Urbervilles, Literatut, Nineties
Category: Scholarly Paper (Advanced Seminar)
Year: 2004
Pages: 19
Grade: gut
Language: German
Archive No.: V24880
ISBN (E-book): 978-3-638-27650-4
ISBN (Book): 978-3-638-90165-9
File size: 224 KB
Notes :
Die Determiniertheit der Trägödie


Abstract

Thomas Hardys Tess of the d´Urbervilles erschien erstmals 1891 und gehört somit in die Zeit des Viktorianismus und wird oft in Naturalismusdefinitionen genannt. Der Roman enthält eine große Bandbreite an Themen, Motiven und Weltanschauungen. Er bietet sich hervorragend als Analyseobjekt an, denn Hardy bedient sich einer Bildsprache, nutzt Tiermetaphern, verwendet Symbole und Metaphern. Interessante Aspekte der Betrachtung könnten naturalistische Elemente sein, religiöse Verweise, Landschaftsbeschreibungen, Charaktere und deren Konstelationen und noch einiges mehr. Beispielsweise wird Tess als „figure in a landscape“ dargestellt und häufig mit Tiermetaphern beschrieben. Das häufige Auftreten von Vögeln und die damit verbundene Bildsprache lohnte ebenfalls einer genauere Betrachtung. Des weiteren ist Hardys Verwendung von Licht als visuelles Element ein interessanter Aspekt. Ebenfalls lohnenswert wäre die Betrachtung der Rolle von Grabstätten in Tess´ Leben. Es gäbe noch etliche anderen Analyseaspekte und Thematiken, von denen hier aber nicht weiter die Rede sein soll. Die folgende Arbeit soll sich mit den deterministischen Elementen in Tess of the d´Urbervilles beschäftigen. Es soll gezeigt werden, dass der Roman nicht einwandfrei der Gattung des Naturalismus zuzuordnen ist, da Hardy Strukturen der klassischen Tragödie einbringt und sein Determinismus nicht gleich dem des Naturalismus ist. Hierzu soll die Handlung nach den kausalen Zusammenhängen, die Tess´ tragisches Schicksal bestimmen, untersucht werden. Zudem wird die Bestimmtheit des Geschehens von vielen Zufällen begleitet, was dazu führte, dass einige Kritiker Hardys Glaubwürdigkeit und seinen Realitätssinn in Frage stellten. Dennoch mögen Hardys konstruierten Zufälle an mancher Stelle seltsam erscheinen, doch sind sie nie unmöglich. Außerdem werden Vorzeichen, welche diese Kausalketten begleiten und auf das tragische Ende deuten, genauer betrachtet. Hierunter fällt besonders das häufige Auftreten der Farben weiß und rot. Anschließend sollen Parallelen der Romanstruktur mit Strukturen der klassischen Tragödie untersucht werden, um die These der Determiniertheit des Romans zu unterstreichen.


Excerpt (computer-generated)

Thomas Hardy, Tess of the D´Urbervilles:
Die Determiniertheit der Tragödie

von: Daphne Bruland

 


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung 3

2. Determinismus als Phänomen des Naturalismus 4

3. Kausalität und Zufall als determinierende Elemente 5

3.1. Kausalität der Handlung 6
3.2. Die Rolle der Zufälle 9

4. Visuelle Elemente und Vorzeichen in Hardy´s „Tess of the d´Ubervilles” 10

4.1. Die Farbe rot als visuelles Element in Tess´ Schicksal 10
4.2. Unheil verkündende Vorzeichen 13

5. „Tess of the d´Urbervilles“ als klassische Tragödie 15

5.1. Die Freytagsche Pyramide in Tess of the d´Urbervilles 16

6. Zusammenfassung 18

 


 

1. Einleitung

Thomas Hardys Tess of the d´Urbervilles1 erschien erstmals 1891 und gehört somit in die Zeit des Viktorianismus und wird oft in Naturalismusdefinitionen genannt. Der Roman enthält eine große Bandbreite an Themen, Motiven und Weltanschauungen. Er bietet sich hervorragend als Analyseobjekt an, denn Hardy bedient sich einer Bildsprache, nutzt Tiermetaphern, verwendet Symbole und Metaphern. Interessante Aspekte der Betrachtung könnten naturalistische Elemente sein, religiöse Verweise, Landschaftsbeschreibungen, Charaktere und deren Konstelationen und noch einiges mehr. Beispielsweise wird Tess als „figure in a landscape“ dargestellt und häufig mit Tiermetaphern beschrieben. Das häufige Auftreten von Vögeln und die damit verbundene Bildsprache lohnte ebenfalls einer genauere Betrachtung. Des weiteren ist Hardys Verwendung von Licht als visuelles Element ein interessanter Aspekt. Ebenfalls lohnenswert wäre die Betrachtung der Rolle von Grabstätten in Tess´ Leben. Es gäbe noch etliche anderen Analyseaspekte und Thematiken, von denen hier aber nicht weiter die Rede sein soll. Die folgende Arbeit soll sich mit den deterministischen Elementen in Tess of the d´Urbervilles beschäftigen. Es soll gezeigt werden, dass der Roman nicht einwandfrei der Gattung des Naturalismus zuzuordnen ist, da Hardy Strukturen der klassischen Tragödie einbringt und sein Determinismus nicht gleich dem des Naturalismus ist. Hierzu soll die Handlung nach den kausalen Zusammenhängen, die Tess´ tragisches Schicksal bestimmen, untersucht werden. Zudem wird die Bestimmtheit des Geschehens von vielen Zufällen begleitet, was dazu führte, dass einige Kritiker Hardys Glaubwürdigkeit und seinen Realitätssinn in Frage stellten. Dennoch mögen Hardys konstruierten Zufälle an mancher Stelle seltsam erscheinen, doch sind sie nie unmöglich.2 Außerdem werden Vorzeichen, welche diese Kausalketten begleiten und auf das tragische Ende deuten, genauer betrachtet. Hierunter fällt besonders das häufige Auftreten der Farben weiß und rot. Anschließend sollen Parallelen der Romanstruktur mit Strukturen der klassischen Tragödie untersucht werden, um die These der Determiniertheit des Romans zu unterstreichen.

2. Determinismus als Phänomen des Naturalismus

[...]


1 Thomas Hardy: “Tess of the d´Urbervilles”, London, 1994. Penguin Popular Classics à “Tess of the d´Urbervilles”

2 F. B. Pinion: „Thomas Hardy: Art and Thought“, London and Basingstoke, 1977


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