Stand und Entwicklungstendenzen der Prozessorganisation bei der Warenversorgung im Handel

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Details

Titel: Stand und Entwicklungstendenzen der Prozessorganisation bei der Warenversorgung im Handel
Autor: Friederike Renner
Fach: Wirtschaft - Handel und Distribution
Institution/Hochschule: Justus-Liebig-Universität Gießen (BWL 2)
Kategorie: Diplomarbeit
Jahr: 2003
Seiten: 70
Note: 1,7
Sprache: Deutsch
Dateigröße: 521 KB
Archivnummer: V25114
ISBN (E-Book): 978-3-638-27838-6

Textauszug (computergeneriert)

Wirtschaftswissenschaftliche Diplomarbeit
(Viermonatsarbeit)

Justus-Liebig-Universität Gießen

Thema

Stand und Entwicklungstendenzen der Prozessorganisation
bei der Warenversorgung im Handel

Fachgebiet
Unternehmungsführung und Organisation

Vorgelegt von

Friederike Renner

 

 

INHALTSVERZEICHNIS ... I

ABKÜRZUNGSVERZEICHNIS ... III

ABBILDUNGSVERZEICHNIS  ... V

1 Problemstellung, Ziel und Gang der Arbeit ... 1

2 Grundlagen ... 4
2.1 Grundlagen zur Prozessorganisation ... 4
2.1.1 Charakteristik und Stellenwert der Prozessorganisation  ... 4
2.1.2 Ziele der Prozessorganisation ... 6
2.1.3 Aufgaben der Prozessorganisation  ... 9
2.2 Grundlagen zur Warenversorgung im Handel ... 11
2.2.1 Charakteristik und Stellenwert des Handels ... 11
2.2.2 Warenversorgung als kritischer Geschäftsprozess des Handels ... 14

3 Stand der Prozessorganisation bei der Warenversorgung im Handel  ... 16
3.1 Abgrenzung des Betrachtungsgegenstands  ... 16
3.2 Analyse und Darstellung des Warenversorgungsprozesses ... 18
3.2.1 Analyse und Darstellung des Gesamtprozesses ... 18
3.2.2 Analyse und Darstellung der Teilprozesse  ... 21
3.2.2.1 Beschaffungslogistik ... 21
3.2.2.2 Lagerhaltung ... 23
3.2.2.3 Distributionslogistik  ... 25
3.3 Gestaltungskonzepte zur Optimierung des Warenversorgungsprozesses  ... 27
3.3.1 Technologieorientierte Gestaltungskonzepte  ... 27
3.3.2 Logistikorientierte Gestaltungskonzepte  ... 29
3.3.3 Organisationsorientierte Gestaltungskonzepte  ... 31

4 Entwicklungstendenzen der Prozessorganisation bei der Warenversorgung im Handel  ... 33
4.1 Aktuelle Trends und Entwicklungen bei den beteiligten Partnern  ... 33
4.1.1 Trends und Entwicklungen im Handel  ... 33
4.1.2 Trends und Entwicklungen in der Konsumgüterindustrie ... 34
4.2 Auswirkung der Trends und Entwicklungen auf die Gestaltung des Warenversorgungsprozesses  ... 36
4.2.1 Auswirkungen auf den Gesamtprozess ... 36
4.2.2 Auswirkungen auf die Teilprozesse  ... 39
4.2.2.1 Beschaffungslogistik ... 39
4.2.2.2 Lagerhaltung ... 41
4.2.2.3 Distributionslogistik  ... 42
4.3 Zukünftige Gestaltungskonzepte zur Optimierung des Warenversorgungsprozesses ... 43
4.3.1 Zukünftige technologieorientierte Gestaltungskonzepte  ... 43
4.3.2 Zukünftige logistikorientierte Gestaltungskonzepte ... 45
4.3.3 Zukünftige organisationsorientierte Gestaltungskonzepte  ... 46

5 Fazit und Ausblick ... 49

ANHANG ... 51

LITERATURVERZEICHNIS ... 53

ABKÜRZUNGSVERZEICHNIS
3PL Third-Party-Logistics
4PL Fourth-Party-Logistics
Abb. Abbildung
AG Aktiengesellschaft
akt. aktualisiert
Aufl. Auflage
Bd. Band
bearb. bearbeitet
BFuP Betriebswirtschaftliche Forschung und Praxis
BIP Bruttoinlandsprodukt
bspw. beispielsweise
bzw. beziehungsweise
CCG Centrale für Coorganisation GmbH
CD Cross Docking
d.h. das heißt
Dr. Doktor
EAN European Article Numbering
EANCOM European Article Numbering Communications
ECR Efficient Consumer Response
EDIFACT Electronic Data Interchange For Administration
Commerce and Transport
EDV Elektronische Datenverarbeitung
erg. ergänzt
erw. erweitert
et al. et alii/alibi
etc. et cetera
f. folgende (Seite)
FAZ Frankfurter Allgemeine Zeitung
ff. fortfolgende (Seiten)
ggf. gegebenenfalls
GmbH Gesellschaft mit beschränkter Haftung
Herv. d. Verf. Hervorhebung des Verfassers
Hrsg. Herausgeber
i.d.R. in der Regel
ifo Institut für Wirtschaftsforschung
inkl. inklusive
IuK Information und Kommunikation
JIT Just-in-Time
Kap. Kapitel
KMU kleine und mittelständische Unternehmungen
LKW Lastkraftwagen
Mass. Massachusetts
MLG Metro Logistics GmbH
neubearb. neu bearbeitet
Nr. Nummer
o.V. ohne Verfasser
RCS Roll Cage Sequencing
RFID Radiofrequenztechnik zu Identifikationszwecken
S. Seite
SEDAS Standardregelungen Einheitlicher Datenaustauschsysteme
sog. so genannt
SOS Steuerungsaufgaben, Operative Aufgaben, Serviceaufgaben
Sp. Spalte
TQM Total Quality Management
u.a. unter anderem
überarb. überarbeitet
US United States
USA United States of America
usw. und so weiter
verb. verbessert
vgl. vergleiche
VMI Vendor Managed Inventory
WiSt Wirtschaftswissenschaftliches Studium
z.B. zum Beispiel
zfbf Zeitschrift für betriebswirtschaftliche Forschung

ABBILDUNGSVERZEICHNIS
Abbildung 1: Gang der Arbeit  ... 3
Abbildung 2: Wertschöpfungskette nach Porter ... 10
Abbildung 3: Wertschöpfungskette des Handels ... 18
Abbildung 4: Funktionsorientierter Warenversorgungsprozess  ... 20
Abbildung 5: Lagerstrukturen ... 30
Abbildung 6: Trends und Entwicklungen im Handel und in der Konsumgüterindustrie  ... 36
Abbildung 7: Prozessorientierte Warenversorgung ... 37
Abbildung 8: Aktuelle und zukünftige Gestaltungskonzepte zur Optimierung des Warenversorgungsprozesses ... 50
Abbildung 9: Sachlogische, räumliche und zeitliche Struktur des Warenversorgungsprozesses im Verantwortungsbereich der Handelsunternehmung ... 51
Abbildung 10: Veränderung der sachlogischen und räumlichen Struktur des Warenversorgungsprozesses  ... 52

 

1 Problemstellung, Ziel und Gang der Arbeit

Viele Branchen sind heutzutage durch eine hohe Veränderungsdynamik in der Umwelt und eine Verschärfung des Wettbewerbs gekennzeichnet.1 Um existentielle Bedrohungen abwenden zu können, sehen sich Unternehmungen dazu gezwungen, ständig ihre Wettbewerbsposition zu überprüfen, ihre Organisationsformen anzupassen und nach Wettbewerbsvorteilen zu suchen.2

Auch für den Handel stellen diese Entwicklungen besondere Herausforderungen dar. Stagnierende Realeinkommen der Verbraucher führen seit Jahren zu stagnierenden Umsätzen der Handelsunternehmungen und zu einem massiven Verdrängungswettbewerb.3 Insbesondere im deutschen Lebensmitteleinzelhandel hat sich die Situation verschärft, als Ende 1997 der Eintritt des US-Handelsriesen Wal-Mart in den deutschen Markt zu einem brutalen Preiskampf führte. Die Preise in den Regalen des deutschen Lebensmittelhandels sind auf breiter Front gesunken und mit ihnen die Fabrikabgabepreise der Konsumgüterhersteller. Die Folge sind seitdem erhebliche Erlöseinbußen sowohl auf der Industrie- als auch auf der Handelsseite.4

Neben einem intensiven Preiswettbewerb bestimmen Konzentration und Marktmacht die Entwicklungen im Handel.5 Wertewandel, ausgeprägtes Preisbewusstsein der Konsumenten, rapide abnehmende Kundenloyalität, Internationalisierung der Beschaffungsmärkte, wachsender Kostendruck mit dem Zwang, knapper zu kalkulieren, sowie Strukturverschiebungen zugunsten effizienterer Betriebsformen sind nur einige weitere Herausforderungen, denen Handelsunternehmungen heutzutage gegenüber stehen.6 Kosteneinsparungen sowie erhöhte Markt- und Kundenorientierung stehen derzeit an oberster Stelle der Maßnahmenlisten, um diesen Anforderungen standzuhalten und Wettbewerbsvorteile zu erzielen.

Eine Organisationsform, die den neuen Herausforderungen der Handelsunternehmungen entgegenkommt, ist die Prozessorganisation als Erweiterung der traditionellen, funktionsorientierten Ablauforganisation.7 Mit dem Übergang zu einem verstärkten Prozessdenken und zu prozessorientierten Organisationsformen kann eine funktionale Abschottung mit unzähligen Schnittstellen und defizitärer Kundenorientierung überwunden werden. Für die Unternehmungen eröffnen sich große Potenziale, schneller und flexibler auf Marktveränderungen und Kundenanforderungen zu reagieren.8 Durch die Identifikation und effiziente Gestaltung wesentlicher Unternehmungsprozesse lassen sich außerdem Kosten-, Zeit- und Qualitätsziele verwirklichen.

Im Handel erweist sich insbesondere der Warenversorgungsprozess zwischen der Konsumgüterindustrie und dem filialisierten Einzelhandel als Quell für erhebliche Effizienz- und Kostenverbesserungen, zumal diese Supply Chain für etwa 20 Prozent des Warenpreises im Laden verantwortlich ist.9 Durch eine effiziente, funktionsübergreifende Gestaltung des Warenversorgungsprozesses lassen sich bspw. Lagerbestände verringern, Lieferzeiten verkürzen und Frische der Ware garantieren. Des Weiteren eröffnen sich unzählige Gestaltungskonzepte, die z.B. durch Bündelung der Warenflüsse, Reduzierung der Warenbestände, Outsourcing von Logistikfunktionen sowie verbesserten Informations- und Kommunikationssystemen zur Optimierung des Warenversorgungsprozesses im Handel beitragen.10 Aufgrund einer weitgehenden Ausschöpfung der Rationalisierungspotenziale innerhalb der einzelnen Wertschöpfungsketten der Konsumgüterindustrie und des Handels wird in Zukunft vor allem eine Kooperation zwischen Industrie und Handel in den Vordergrund treten, um eine effizientere und kundenorientiertere Abwicklung des Warenversorgungsprozesses zu ermöglichen.11

Ziel dieser Arbeit ist es, den Stand und die Entwicklungstendenzen des Warenversorgungsprozesses im Handel auf Basis einer Prozessanalyse theoretisch aufzuzeigen sowie aktuelle und zukünftige Möglichkeiten der Prozessoptimierung darzustellen. Dabei wird deutlich, welche Potenziale die Prozessorganisation dem Handel heutzutage und in der Zukunft bietet, in einem dynamischen Markt zu überleben und Wettbewerbsvorteile zu erzielen.

Zur Erreichung des formulierten Ziels ist folgende Vorgehensweise gewählt (vgl. Abb. 1): In den Kapiteln 2.1 und 2.2 werden die Grundlagen zur Prozessorientierung und zur Warenversorgung im Handel gelegt. Aufbauend auf diesen Grundlagen wird in Kapitel 3 der Stand der Prozessorganisation bei der Warenversorgung im Handel analysiert. Dieses Kapitel endet mit der Darstellung der derzeit wichtigsten technologie-, logistik- und organisationsorientierten Gestaltungskonzepte zur Optimierung des Warenversorgungsprozesses (Kap. 3.3). Als Grundlage für das nächste Kapitel dient die Identifikation relevanter Trends in der Konsumgüterindustrie und im Handel (Kap. 4.1.1 und 4.1.2). Aufbauend auf diesen Trends und Entwicklungen werden in Kapitel 4 mögliche Auswirkungen auf den Warenversorgungsprozess ableitet. Dieses Kapitel endet mit der Darstellung zukünftig bedeutender technologie-, logistik- und organisationsorientierter Gestaltungskonzepte zur Optimierung des Warenversorgungsprozesses. Hierbei handelt es sich vorwiegend um Konzepte, die in der Wissenschaft bereits diskutiert, in der Praxis aber noch nicht oder nur sehr rudimentär eingesetzt werden.

[....]


1 Gründe hierfür sind insbesondere die zunehmende Globalisierung, die Sättigung der Märkte und die Verkürzung der Produktlebenszyklen, vgl. z.B. Rohm, C. (1998), S. 1; Schwarzer, B./Krcmar, H. (1995), S. 14 ff.

2 Vgl. Rohm, C. (1998), S. 1.

3 Vgl. Bundesministerium für Wirtschaft und Arbeit (2003b), S. 2.

4 Zum Markteintritt von Wal-Mart in Deutschland vgl. Wisniowski, M. (2002), S. 46; o.V. (1999), S. 71 ff.; Seifert, D. (2000), S. 22 ff.

5 Vgl. Bundesministerium für Wirtschaft und Arbeit (2003b), S. 1.

6 Vgl. z.B. Barth, K./Möhlenbruch, D. (1988), S. 220; Hertel, J. (1999), S. 25 ff.; Greipl, E./Täger, U.C. (2001), S. 27 ff.

7 Zum Unterschied zwischen Prozessorganisation und Ablauforganisation siehe Kap. 2.1.1.

8 Vgl. Rohm, C. (1998), S. 2.

9 Vgl. Wisniowski, M. (2000), S. 46.

10 Zur Darstellung der wichtigsten Gestaltungskonzepte siehe Kap. 3.3 und 4.3.

11 Zur Ausschöpfung der Rationalisierungspotenziale innerhalb der Konsumgüterindustrie und des Handels sowie zur Kooperation zwischen Industrie und Handel siehe Kap. 4.2.1.

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