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Analyse der Oper "La Dafne" von Marco da Gagliano - Szene 3 und 4 close

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Analyse der Oper "La Dafne" von Marco da Gagliano - Szene 3 und 4

Termpaper, 1997, 13 Pages
Author: Christine Knecht
Subject: Musicology

Details

Category: Termpaper
Year: 1997
Pages: 13
Grade: 3,0
Language: German
Archive No.: V25179
ISBN (E-book): 978-3-638-27888-1
ISBN (Book): 978-3-638-78904-2
File size: 237 KB

Abstract

Der Text zu Gaglianos Oper „La Dafne“ stammt von Rinuccini, der Stoff ist Ovids Metamorphosen entnommen. Die Oper ist von 1608 und besteht aus Prolog und 6 Szenen. Inwiefern hier tatsächlich eine Metamorphose, also eine Veränderung stattfindet ist Gegenstand der Hausarbeit, die sich mit den zentralen Szenen der Oper befasst. Die Arbeit enthält Notenbeispiele. Es wird Bezug auf eine Aufnahme der Oper genommen (Monteverdi-Chor Hamburg, Camerata Accademica Hamburg, Leitung: Jürgen Jürgens, 1976).


Excerpt (computer-generated)

Universität Freiburg
Hauptseminar: Anfänge der Oper

Anfänge der Oper "Marco da Gagliano:
La Dafne Szene 3 und 4"

von: Christine Knecht

 


1 Stellung im Drama  3

2 Aufbau der Szenen 4

3 Zur musikalischen Gestaltung der Szenen 5

3.1. Szene 3 6
3.2. Szene 4 10

4 Metamorphose 12

5 Fazit 13

6 Literatur  14


 

 

1 Stellung im Drama

Der Text zu Gaglianos Oper „La Dafne“ stammt von Rinuccini, der Stoff ist Ovids Metamorphosen1 entnommen. Zunächst wird kurz erläutert, an welchem Punkt die dritte Szene2 einsetzt und welche Parallelen zwischen den Szenen bestehen. Szene 1 stellte Apollo als Helden dar, der den Drachen erschlug, in Szene 2 bekommt dieses positive Bild Risse: Hier tritt er als Verspotter eines (vermeintlich) Schwächeren auf, des blinden Amor. Szene 3 greift nun die Heldentat Apollos zu Beginn der Oper auf, indem ein Hirt des Chores Dafne von dieser Tat berichtet. Apollo selbst betritt wenig später die Bühne und ist von Dafne so geblendet, daß er sie, nachdem sie sich sträubt, mit ihm zu kommen, verfolgt. In der vierten Szene triumphiert Amor über seinen Demütiger, denn er hat Apollo den Pfeil ins Herz geschossen, der ihn Dafne verfallen ließ. Szene 5 schildert die Verwandlung Dafnes in einen Lorbeerbaum und Apollos Reaktion, erzählt vom Boten Tirsi, in Szene 6 schließlich tritt Apollo selbst noch einmal auf und klagt über Dafnes Entzug. Ein abschließender Ballo, ein Chor der Nymphen und Hirten kommentiert das Geschehene nochmals. Der Bezug der Szenen 3 und 4 zur bis dahin abgelaufenen Handlung der Oper stellt sich wie folgt dar: Der Kampf Apollos aus Szene 1 wird durch den Bericht des Hirten in Szene 3 wieder aufgegriffen, die Szenen 2 und 4 sind durch die Auseinandersetzung der Götter Apollo und Amor miteinander verbunden, ihre jeweilige Überlegenheit über den anderen ist das Thema dieser Szenen. Allerdings treffen sie nicht mehr aufeinander, die dritte Szene markiert nur den Teil der Handlung, an dem durch den Auftritt Dafnes sich die Rollen von Sieger und Unterlegenem verkehren.

2 Aufbau der Szenen

In Szene 3 sind die handelnden Personen Dafne, zwei Hirten des Chores, Apollo, Tirsi und Amor. Amors Auftritt am Schluß der Szene leitet über in die nächste. Die dritte Szene läßt sich in drei Teile gliedern: Im ersten Teil berichtet ein Hirt Dafne von Apollos Kampf mit dem Drachen, dieser Teil wird auf der vorliegenden Aufnahme3 mit einem Choreinschub beendet, der als Text die zweite Strophe des Chores hat, mit dem die vorige Szene endete. Im Notentext wird nicht erwähnt, ob der Einschub an dieser Stelle vorgesehen ist, zur Vorbereitung von Apollos nachfolgendem Auftritt ist er an dieser Stelle jedoch durchaus plausibel. Der Dialog zwischen Dafne und Apollo stellt den zweiten und zentralen Teil der Szene dar. Die weibliche Hauptperson der Oper tritt ihrem männlichen Pendant gegenüber und verursacht durch ihre Verweigerung und Flucht dessen Weg ins Unglück. Die Überleitung zum dritten Teil geschieht durch das kurze Rezitativ Tirsis, bevor er Apollo und Dafne folgt. Der dritte Teil schließlich ist sehr kurz, ein Hirt vergleicht Apollos und Amors Triumph („trofeo d`Apollo“ – „trofeo d´Amore“), Amor tritt auf und fordert die Nymphen und Hirten auf, die Macht seiner goldenen Pfeile zu feiern („ e voi quaggiù mortali, celebrate il valor degli aurei strali“). Die Szene endet auf der Aufnahme mit den beiden letzten Strophen des vorher erwähnten Chores. Szene 4 ist im Vergleich zur dritten recht kurz. Es sind nur zwei Personen auf der Bühne, Amor und Venus. Die ganze Szene besteht nur aus dem Dialog zwischen den beiden, aktive Handlung findet nicht statt. Nachdem Venus und Amor in den Himmel zurückgekehrt sind, folgt ein dreistrophiger Chor, der die Szene abschließt.

3 Zur musikalischen Gestaltung der Szenen

[...]


1 Publius Ovidius Naso: Metamorphosen, dt. von Erich Rösch, München 19725, S. 29 - 35

2 Die Einteilung in Szenen steht so nicht im Notentext. Wenn hier von „Szenen“ gesprochen wird, folgt diese Zählung derjenigen, die in der Beilage zur der Aufnahme des Stückes (s. Fußnote 2) angegeben sind.


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