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Bodenmeliorationsverfahren - ein Überblick

Scholary Paper (Seminar), 2003, 13 Pages
Author: Diplom-Geograph Univ. Bernd Stummer
Subject: Geography / Earth Science - Geology, Mineralogy, Soil Science

Details

Event: Mittelseminar Bodenökologie und Bodenschutz
Institution/College: University of Augsburg (Institut f. Geographie)
Tags: Bodenmeliorationsverfahren, Mittelseminar, Bodenökologie, Bodenschutz
Category: Scholary Paper (Seminar)
Year: 2003
Pages: 13
Grade: 1,0
Language: German
Archive No.: V25421
ISBN (E-book): 978-3-638-28053-2
ISBN (Book): 978-3-638-83098-0
File size: 666 KB
Notes :
Die Arbeit gibt einen Überblick über Bodenmeliorationsverfahren.


Abstract

Einleitung Unsere Böden sind heutzutage vielfältigen Belastungen ausgesetzt. In der Land- und Forstwirtschaft werden die Böden sehr in Anspruch genommen. Zum einen durch die Bearbeitung und den Anbau, zum anderen durch Einträge von Stoffen aus der Umwelt. Aber es gibt auch Böden, die durch ihren Standort für die Landwirtschaft und den Ackerbau ungeeignet oder nur bedingt geeignet sind, so zum Beispiel an Flussläufen oder an den Küsten. Die moderne Bodenbearbeitung versucht heute diese Faktoren durch verschiedene Methoden zu minimieren bzw. sogar zu eliminieren oder auf bereits genutzten Flächen die Bodendegradierung rückgängig zu machen. Definition Melioration – Dieser Begriff bereitet manchen bereits Probleme bei der Aussprache. Im Diercke-Wörterbuch Allgemeine Geographie ist der Begriff Melioration wie folgt definiert: „Kulturtechnische Maßnahme zu agrarwirtschaftlichen Bodenverbesserung (…)“ (LESER, 2001, S. 503). Diese Maßnahmen beinhalten Dränung bzw. Entwässerung, Düngung, Bodenauflockerung und weitere Möglichkeiten der Bodenverbesserung. Das Ziel einer jeden Melioration muss die Beseitigung eines Missstandes sein, wobei die Ursache dessen zu beheben ist. Im Idealfall sollte die Melioration neben der Ursachenbeseitigung auch noch einen positiven Einfluss auf Wachstumsfaktoren besitzen.


Excerpt (computer-generated)

Universität Augsburg
Lehrstuhl für Physische Geographie
Sommersemester 2003
Mittelseminar: „Bodenökologie und Bodenschutz“

Bodenmelioration

von: Bernd Stummer

 


Inhaltsverzeichnis

A. EINLEITUNG - 2 -

B. DEFINITION - 2 -

C. MELIORATIONSVERFAHREN - 2 -

I. BE- UND ENTWÄSSERUNG - 2 -
II. UNTERBODEN- / GEFÜGEMELIORATION - 5 -
III. CHEMOMELIORATION - 9 -

D. ERHALTUNG DER MELIORATIONSWIRKUNG - 10 -

E. ZUSAMMENFASSUNG - 11 -

F. LITERATURVERZEICHNIS - 12 -


 


A. Einleitung

Unsere Böden sind heutzutage vielfältigen Belastungen ausgesetzt. In der Land- und Forstwirtschaft werden die Böden sehr in Anspruch genommen. Zum einen durch die Bearbeitung und den Anbau, zum anderen durch Einträge von Stoffen aus der Umwelt. Aber es gibt auch Böden, die durch ihren Standort für die Landwirtschaft und den Ackerbau ungeeignet oder nur bedingt geeignet sind, so zum Beispiel an Flussläufen oder an den Küsten. Die moderne Bodenbearbeitung versucht heute diese Faktoren durch verschiedene Methoden zu minimieren bzw. sogar zu eliminieren oder auf bereits genutzten Flächen die Bodendegradierung rückgängig zu machen.

B. Definition

Melioration – Dieser Begriff bereitet manchen bereits Probleme bei der Aussprache. Im Diercke-Wörterbuch Allgemeine Geographie ist der Begriff Melioration wie folgt definiert: „Kulturtechnische Maßnahme zu agrarwirtschaftlichen Bodenverbesserung (…)“ (LESER, 2001, S. 503). Diese Maßnahmen beinhalten Dränung bzw. Entwässerung, Düngung, Bodenauflockerung und weitere Möglichkeiten der Bodenverbesserung. Das Ziel einer jeden Melioration muss die Beseitigung eines Missstandes sein, wobei die Ursache dessen zu beheben ist. Im Idealfall sollte die Melioration neben der Ursachenbeseitigung auch noch einen positiven Einfluss auf Wachstumsfaktoren besitzen.

C. Meliorationsverfahren

Meliorationsverfahren lassen sich zunächst einmal in drei Maßnahmenkategorien untergliedern: Die Hydromelioration, Chemomelioration und die Profil- / Gefügemelioration. Meiner Meinung nach müsste man die agrarbauliche Nutzung, sprich die Bearbeitung und Folgevegetation, nach den genannten Verfahren auch noch dazuzählen, da diese einen entscheidenden Beitrag zur Erhaltung der Maßnahmen leistet.

I. Be- und Entwässerung

Die Be- und Entwässerung bzw. Dränung wird als Hydromelioration bezeichnet. Die Bewässerungsbedürftigkeit ist in den verschiedenen Klimazonen unterschiedlich und von den Anbauprodukten abhängig. In unseren Breiten ist eine Bewässerung zumeist nicht notwendig, außer bei Sonderkulturen, und es soll daher auf diesen Aspekt auch nicht näher eingegangen werden. Nur eines soll dazu gesagt werden. Sobald eine Fläche bewässert wird, besteht auch die Gefahr der Bodenversalzung und dieser Aspekt muss immer beachtet werden, da sich sonst die Verbesserungsmaßnahme in ihr Gegenteil wenden kann.
Die Entwässerung hingegen ist in unseren Breiten weit verbreitet und auch notwendig. Der Bedarf an Entwässerung ist allgemein vom (Standort-)Klima, der Bodenart, dem Bodentyp und der Nutzung abhängig. Die Bodennässe selbst kann verschiedene Ursachen haben (meist Grund- oder Stauwasser) und ist je nach Dauer und flächenmäßiger Ausdehnung der Vernässung unterschiedlich zu beurteilen. Eine großflächige ständige Vernässung ist für den Anbau natürlich wesentlich schlechter als eine nur witterungsabhängige partielle Vernässung, z.B. in einer Mulde. Das eingesetzte Meliorationsverfahren richtet sich folglich auch nach diesen Kriterien.

Grundsätzliches Ziel einer Melioration von vernässten Böden ist die Wasserbewegung und Wasserspeicherung im Boden zu verbessern. Um dieses zu erreichen wird die Dränung eingesetzt, aber auch die Unterbodenmelioration (wird später noch erklärt) kann hilfreich sein. Bei der Entwässerung kann und soll nur das überschüssige Wasser im Boden abgezogen werden und folglich hängt dies mit der Wasserdurchlässigkeit desselben zusammen. Es ist also nicht jeder Boden dränfähig.

[...]


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