Autor: Susanne Grolle
Fach: Landschaftsarchitektur, Landespflege
Details
Jahr: 2004
Seiten: 26
Note: 1,3
Literaturverzeichnis: ~ 11 Einträge
Sprache: Deutsch
Dateigröße: 2428 KB
ISBN (E-Book): 978-3-638-28135-5
ISBN (Buch): 978-3-638-63943-9
Textauszug (computergeneriert)
Friedrich Schiller Universität Jena
Studienarbeit im Lehrfach: Gartenkunst
Kurzdarstellung ausgewählter Gärten der Renaissance, des
Barock, des Klassizismus und des ausgehenden 19./
beginnenden 20. Jh. in den Niederlanden und
Referenzobjekte in Deutschland
von: Susanne Grolle
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung 3
2. Gärten der Renaissance 4
2.1. Objekte in den Niederlanden 5
2.1.1. Kasteel Twickel 5
2.2. Objekte in Deutschland 6
2.2.1. Hortus Palatinus-Heidelberg 6
3.1. Objekte in den Niederlanden 8
3.1.1. Het Loo 8
3.1.2. Heemstede 10
3.2. Objekte in Deutschland 12
3.2.1. Der große Garten von Herrenhausen-Hannover 12
4. Gärten des Klassizismus 15
4.1. Objekte in den Niederlanden 16
4.1.1. De Keukenhof 16
4.2. Objekte in Deutschland 16
4.2.1. Der Wörlitzer Park 16
5. Gärten des ausgehenden 19./ beginnenden 20. Jh 19
5.1. Objekte in den Niederlanden 20
5.1.1. Kasteel De Haar 20
5.2. Objekte in Deutschland 21
5.2.1. Die Gönneranlage-Baden-Baden 21
6. Zusammenfassung 22
7. Anhang 24
7.1. Literaturverzeichnis 24
7.2. Abbildungsverzeichnis 25
1. Einleitung
„Zu wissen, wie die Gartenkunst sich entwickelt hat, ist eine Bereicherung für alle Gärtner; und den Einfluss jeder Epoche auf die spätere zu kennen, hilft uns bei der Bestimmung der eigenen Ziele und beim Blick in die Zukunft.“1 Diese Bereicherung, die schon Penelope Hobhouse mit ihren Arbeiten anstrebte, erhoffe ich mir durch diese Arbeit Sie beschränkt sich zwar auf die Gartenkunst der Niederlande und der in Deutschland, doch durch die Wahl dieses Themas bekommt man einen allgemeinen Überblick über die Situation in den beiden Ländern und kann Rückschlüsse auf die Entwicklung in ganz Europa ziehen. Dieser Überblick gebende Charakter des Themas besticht durch seine Vielseitigkeit und gibt mir die Möglichkeit die Geschichte der Gartenkunst vergleichend in den Niederlanden und in Deutschland kennen zu lernen. Karte 1: Übersichtskarte Holland, der vorgestellten Gärten.
2. Gärten der Renaissance
Die Renaissance als Wiedergeburt der Antike entwickelte sich in Europa ab 1400 bis in die Mitte des 16. Jahrhunderts. In Italien nahm diese Entwicklung ihren Anfang durch die Sehnsucht nach dem “Goldenen Zeitalter“, doch auch in Deutschland und den Niederlanden wurden die einzelne Gartenelemente aus den vorangegangenen Zeiten übernommen und weiterentwickelt. Wichtige Anregungen gaben auch die Geisteswissenschaften, besonders durch die Überlegungen von Erasmus von Rotterdam zum Idealgarten, der dem deutschen Bürgergarten sehr ähnelt, wurde ein Umdenken provoziert. „Das Idealbild eines Gartens, wie es Erasmus entwirft, scheint im Garten des Arztes und Humanisten Dr. Laurentius Scholz zu Breslau, angelegt von 1585“. 2
2.1. Objekte in den Niederlanden
2.1.1. Kasteel Twickel
Der in Abbildung 1 [Abbildung in der Downloaddatei vorhanden] vermerkte Plan zeigt den Garten von Twickel aus dem 17. Jahrhundert. Hinter dem Wasserschloß und dem Cour d´honneur lässt sich der Renaissancegarten mit seinen quadratischen Kanälen gut erkennen. Der Graben um das Schloss ist eines der wichtigsten Kompositionselemente des holländischen Gartens des 17. Jahrhunderts. Typisch für diese Zeit sind auch das Anlagen von Gemüse- und Obstgärten. Doch die lange und wechselvolle Geschichte des Anwesens lässt vermuten, dass auch andere Epochen der Gartenkunst ihre Spuren hinterlassen haben. Um 1700 wurden barocke Schnörkel hinzugefügt, der Kanal wurde erweitert und es lagen auch Pläne von Daniel Marot vor, die künstlerische Parterres und Strauchpflanzungen vorsahen. Doch auch viele andere berühmte niederländische Künstler arbeiteten an diesem Garten, darunter Johan Georg Michael, J. D. Zocher d. J. und C. E. A. Petzold. Letzterer fügte zahlreiche exotische Gehölze hinzu, erschloss Aussichten und erweiterte den Spiegelsee. Auch im 19. Jahrhundert wurden die zeitgenössischen Gestaltungsmittel in den historischen Garten versucht zu integrieren, denn viele formale Elemente kamen hinzu. Hugo Poortman, der im nahe gelegenen Kasteel Weldam lebte und arbeitete entwarf 1906 die Parterres vor der Orangerie und auch der Rosengarten, der noch heute ein großer Anziehungspunkt für Besucher ist, entstand zu dieser Zeit. Besonders empfindliche Pflanzen wie Agaven, Oleander und verschiedene Obstbäume finden im Winter in der 1993 restaurierten Orangerie Zuflucht.
Ein besonderer Höhepunkt eines Besuches in Kasteel Twickel ist auch der Steingarten der Baronin van Heeckeren, eine geborene Gräfin van Aldenburg Bentinck, denn der Boden ist eigentlich zu sauer und der Standort zu schattig für die meisten Steingartengewächse. Einen schönen Waldgarten gibt es hier aber allemal zu sehen. Doch auch der Blumengarten, der 1925 angelegt und von der Baronin im Landhausstil verbesserte bunte Blumengarten hat als jüngste Anlage seine Reize. Zusammenfassend kann die Fläche um die Burg heute in Landschaftspark, formaler Garten und Blumengarten gegliedert werden.
2.2. Objekte in Deutschland
2.2.1. Hortus Palatinus-Heidelberg
[...]
1 Hobhouse, P. (2003): Der Garten – Eine Kulturgeschichte, S. 6.
2 Hansmann, W. (1988): Gartenkunst der Renaissance und des Barock, S. 70.
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