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Von der uneingeschränkten Solidarität zum deutschen Weg: Das transatlantische Verhältnis auf dem Prüfstand

Seminararbeit, 2003, 22 Seiten
Autor: Michael Münch
Fach: Politik - Int. Politik - Thema: Deutsche Außenpolitik

Details

Veranstaltung: Proseminar: Deutsche Außenpolitik zwischen Kontinuität und Wandel
Institution/Hochschule: Technische Universität Chemnitz (Politikwissenschaft)
Tags: Solidarität, Verhältnis, Prüfstand, Proseminar, Deutsche, Außenpolitik, Kontinuität, Wandel
Kategorie: Seminararbeit
Jahr: 2003
Seiten: 22
Note: 1,0
Sprache: Deutsch
Archivnummer: V25554
ISBN (E-Book): 978-3-638-28139-3
ISBN (Buch): 978-3-638-63936-1
Dateigröße: 206 KB

Zusammenfassung / Abstract

Beobachtet man die Schlagzeilen der vergangenen Monate, so stellt sich unweigerlich die Frage, was das transatlantische Verhältnis zu den USA noch wert ist bzw. jemals wert war. Das alte Europa - bestehend aus Deutschland und Frankreich - wird für die Vereinigten Staaten auf einmal zum Problem und der USPräsident sieht sich Vergleichen mit Adolf Hitler oder römischen Imperatoren gegenüber1. Ein Rückblick in die Vergangenheit zeigt, dass sich eine maßgebliche Veränderung in den deutsch-amerikanischen Beziehungen vollzogen haben muss. Während des Kalten Krieges galten die USA als der wohlwollende Hegemon, der Mittel- und Westeuropa vor der kommunistischen Expansion bewahrte. Unter der schützenden Hand der Vereinigten Staaten gelang insbesondere der Bundesrepublik in der Nachkriegszeit ein enormer wirtschaftlicher Aufschwung, nicht zuletzt durch die finanzielle Hilfe in Form des Marshall-Plans. Die Amerikaner blieben auch über die Wiederaufbauzeit hinaus willkommen, da sie auf der einen Seite für die notwendige sicherheitspolitische Stabilität und auf der anderen Seite für eine Machtbalance der westeuropäischen Staaten untereinander sorgten. Auftretende Konflikte innerhalb des westlichen Bündnisses trug man meistens diplomatisch geschickt hinter verschlossenen Türen aus, da man gegenüber dem Klassenfeind im Osten keine Schwäche, sondern Stärke und Zusammenhalt zeigen wollte2. Mit dem Zusammenbruch der Sowjetunion stand nicht mehr die Sicherheitsgemeinschaft, sondern die Wertegemeinschaft im Vordergrund. Fortan galt es gemeinsame Ideale (wie Freiheit und Demokratie) und nicht einen gemeinsamen Feind zu betonen.


Textauszug (computergeneriert)

Von der uneingeschränkten Solidarität zum deutschen Weg:
Das transatlantische Verhältnis auf dem Prüfstand

von: Michael Münch

 


Gliederung

1. Einleitung 3

1.1. Problemstellung 3
1.2. Aufbau 5
1.3. Forschungsstand 7

2. Uneingeschränkte Solidarität 8

2.1. Der 11. September 2001 8
2.2. Der Afghanistanfeldzug 10

3. Der deutsche Weg 12

3.1. Die Irakdebatte 12
3.2. Deutscher Antiamerikanismus 15

4. Schlussbetrachtung 17

5. Bibliographie 19

5.1. Selbständig erschienene Literatur 19
5.2. Unselbständig erschienene Literatur 19
5.3. Internetquellen 21

 


 

 

1. Einleitung

1.1. Problemstellung

Beobachtet man die Schlagzeilen der vergangenen Monate, so stellt sich unweigerlich die Frage, was das transatlantische Verhältnis zu den USA noch wert ist bzw. jemals wert war. Das alte Europa - bestehend aus Deutschland und Frankreich - wird für die Vereinigten Staaten auf einmal zum Problem und der USPräsident sieht sich Vergleichen mit Adolf Hitler oder römischen Imperatoren gegenüber1.

Ein Rückblick in die Vergangenheit zeigt, dass sich eine maßgebliche Veränderung in den deutsch-amerikanischen Beziehungen vollzogen haben muss. Während des Kalten Krieges galten die USA als der wohlwollende Hegemon, der Mittel- und Westeuropa vor der kommunistischen Expansion bewahrte. Unter der schützenden Hand der Vereinigten Staaten gelang insbesondere der Bundesrepublik in der Nachkriegszeit ein enormer wirtschaftlicher Aufschwung, nicht zuletzt durch die finanzielle Hilfe in Form des Marshall-Plans. Die Amerikaner blieben auch über die Wiederaufbauzeit hinaus willkommen, da sie auf der einen Seite für die notwendige sicherheitspolitische Stabilität und auf der anderen Seite für eine Machtbalance der westeuropäischen Staaten untereinander sorgten. Auftretende Konflikte innerhalb des westlichen Bündnisses trug man meistens diplomatisch geschickt hinter verschlossenen Türen aus, da man gegenüber dem Klassenfeind im Osten keine Schwäche, sondern Stärke und Zusammenhalt zeigen wollte2. Mit dem Zusammenbruch der Sowjetunion stand nicht mehr die Sicherheitsgemeinschaft, sondern die Wertegemeinschaft im Vordergrund. Fortan galt es gemeinsame Ideale (wie Freiheit und Demokratie) und nicht einen gemeinsamen Feind zu betonen.

[...]


1 Vgl.: Mielke, Friedrich: Die deutsch-amerikanische Krise. Analyse einer verfehlten Außenpolitik In: Die politische Meinung, Heft 399, 2003, S. 18ff.

2 Vgl.: Neuss, Beate: Wozu brauchen wir die Amerikaner noch? Das transatlantische Verhältnis In: Die politische Meinung, Heft 401, 2003, S. 6ff.


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